Absprung…
… nach Thira, Santorini oder Santorin haben wir gestern Abend geschafft. Um 20 Uhr wurde der Anker gezogen und in Schleichfahrt ging es aus dem „See“ von Elounda in die Bucht von Agios Nikolaos. Kaum um die Ecke blies der Wind auch wie vorher gesagt mit 7-8 Knoten. Besan und Genua raus und Kurs 343 Grad eingestellt. Der Autopilot mit seiner neuen stabilen Halterung arbeitet einwandfrei. Wie es die Windkarten vorgegeben haben, schlief der Wind ein, dafür stellte sich ein wenig Welle ein. Nach Mitternacht nach ca. 25% der Strecke, kam der wieder und pfiff sich ein. Die Welle lies nicht lange auf sich warten und konnte sich sogar im Laufe der Nacht steigern. Hi so war das nicht gedacht und auch die diversen Wetterberichte sprachen von 1 -1/2m und Wind so um die 15 Knoten. Aber es kommt halt immer anders…….
So hat jeder von uns ab und an eine Mütze Schlaf genommen und zwischendurch Tee geschlürft.
Als wir ca. 2 Stunden vor der Vlikhada Marina entfernt waren, hat Herwart Kontakt mit dem Hafenmeister aufgenommen und angefragt ob denn ein Plätzchen frei wäre. Ja ist …. Aber wir haben wir heftigsten Wind und hohe Wellen, so ist die Einfahrt sehr schwierig.
Was nun sprach Zeus. Also die diversen Bücher durchgeblättert und die Anmerkungen für die Nachbarinsel durchgelesen. Puhhh nochmals ca. 20 Seemeilen und das gegen Wind und Welle… danach ist uns nicht. In aller Ruhe die Fender an die Reling, die Leinen vorbereitet und angebracht. Derweilen fuhren 6 Katamarane aus der Marina und wir konnten gut sehen wie die Ausfuhren. Mit Unterstützung der einschlägigen Bücher, Karten und Plotter, schlichen wir zur Einfahrt und dann rummm um die Ecke. Da galt es etwas mehr Steuerbord von der Mitte aus, zwecks der Tiefe die stellenweise nur 2m ist. Obwohl angekündigt, lies der Hafenmeister auf sich warten. Nicht einfach mit dem Wind der über die Steinschüttung pustet Ciganka auf Spur zu halten. Heiß wurde es mir, als der Tiefenmesser nur noch 1,6m anzeigte…. Wir haben Tiefgang 1,80m. Endlich kam Hilfe und zeigte uns wo wir anlegen können. Als Päckchen neben einer Motoryacht eines amerikanischen Pärchen. Die hilfebereit die Leinen in Empfang nahmen und so war Ciganka schnell vertäut.
10:44 Uhr nach 76,56 Seemeilen, lag unsere Zigeunerin in Santorin, Marina Vlikhada fest. Als wir uns umsahen, war nichts von den tollen Ansichtenkartenaussichten zu sehen. Grau Wolken und diese sehr tiefhängend, so dass von der Landschaft nichts zu sehen war.
Egal…. Das Wetter ändert sich ja Morgen und dann werden wir Santorini unsicher machen.
Bevor es jedoch ins Bett geht, darf ich noch Kühlschrank putzen. Das Essiggurkenglas ist umgekippt. Der Essig aus dem Kühlschrank gelaufen und hat sich auf dem Boden verbreitet. Die Gurken waren im Kühlschrank verstreut…. . Was sollte man nach einer Nachtfahrt auch sonst machen…. Kühlschrankputzen.
Nachdem jetzt ein paar Zeilen fürs Logbuch geschrieben sind, die Bilder bearbeitet, kann ich auch in die Kiste kriechen.


