Arbeitstag auf Ciganka…
…. AUFGRUND fehlendem Internet heute der Logbucheintrag vom 21.5.2015
Nicht dass ihr meint, wir liegen mit dem Bikini ähhh bzw. der Badehose an Deck und lassen uns von der Sonne bescheinen.
Der Arbeitstag fängt schon nach dem Frühstück richtig an. Betten machen, Abspülen, Aufräumen, Staub-/Boden wischen und natürlich nicht zu vergessen, die Ablege-Vorbereitungen. Heute z.B. hatten wir 2 Springs, Heck- und Bugleine und eine Spring auf der Steuerbordseite, damit wir vom Steg abgehalten werden. Dann Motorcheck (Öl, Wasser, Keilriemenspannung) und die Bilgen wollen auch entleert werden – falls notwendig, heute nicht. Nach dem Ablegen erst mal eine Rauchen, dann alle 8 Fender aufräumen, Leinen aufschießen und die Vorbereitung zum Segel setzen. Diese werden von Hand gesetzt, es gibt auf Ciganka kein Knöpfchen wo gedrückt wird und die Segel werden gesetzt oder wieder eingeholt. Nein wir (äh Herwart) ziehen und kurbeln bis die Segel am Anschlag stehen.
Nun wird per Hand gesteuert, damit wir den Wind optimal einfangen können. Mittlerweile ist übrigens eine gute Stunde vergangen. Endlich kann eine von uns sich etwas entspannt zurück lehnen. Kaum hat man sich zurückgelehnt heißt es „fertig machen zur Wende“ nichts war`s mit Entspannung, Arbeiten ist angesagt. Es gibt übrigens nicht nur eine Wende… nein je nach Wind kann dies alle halbe Stunde sein…..
Kurz vor dem Ziel, heißt es heute: Anker fertig machen. Wir haben heute drei Ankermanöver gefahren, da wir mitten in einem „Fischerparkplatz“ liegen (Bojen der Fischer) und die Ketten und Leinen am Grund zu beachten sind. Endlich liegen wir fest und können ein Anlegebier genießen.
Unser Ziel war heute Milos in der Bucht von Apollonia…. Einfach Position und Route gucken.
Nachdem Herwart sein Magen schon vor Stunden gemault hat…. HUNGER, geht’s alsbald in die Pantry um Abendessen zu kochen. Heute Schinkennudeln mit Greece Salat und Weißwein aus Santorin.
Anschließend wird Brot (per Hand geknetet…) gebacken und Geschirr abgespült, per Hand, keine Spülmaschine an Bord. So haben wir einen 12 Stunden Tag stressvoll zu Ende gebracht.
Derzeit kein Wind und kein Schwell, wir hoffen auf eine ruhige Nacht.