Wetter, Wetter, Wetter…..

Das ist das A und O beim Segeln. Seit Tagen beobachten wir ein Regengebiet das über uns hinwegziehen soll. Heute war es soweit, so gegen 15 Uhr sollten die ersten Tropfen fallen.
Nachdem wir letzte Nacht das Gefühl hatten, im Schleudergang einer Waschmaschine zu sein, wollten wir nicht noch so eine “gemütliche“ Nacht vor Anker verbringen. So haben wir heute früh die Überlegung angestellt, in der Bucht Vathi an den Steg oder 5 sm weiter nach Kamarais an den Steg zu gehen.
Die Wassertiefe am Steg in Vathi soll so um die 2m sein. Wir haben erstmal eine Probeanfahrt getätigt um die Wassertiefe zu überprüfen. Beim 2. Anlauf den Anker geworfen und das Anlegemanöver zu zweit getätigt. Daher durfte Herwart nachdem der Anker gesetzt war ans Heck düsen um dann auf den Steg zu springen, damit die Heckleine angebracht werden kann. Währenddessen habe ich den Anker vom Steuerstand aus runtergelassen. Alles hat geklappt. Nach knapp 10 Minuten lagen wir vertäut am Steg. Toll fanden wir, da dies das erste Mal war ein solches Manöver alleine durchzuführen. Nun galt es nur noch den Anker auf Spannung zu bringen. Ja das klappte leider nicht, da er sich nicht eingraben wollte. Herwart sprang noch ins Wasser um die Lage des Ankers zu überprüfen aber, das war negativ.
So galt es das Manöver nochmals auszuführen. Beim Einholen des Ankers, sah Herwart einen Betonklotz am Meeresgrund mit einer ca. 1m langen Eisenstange nach oben ragend. Puhhh das war nur mal so ca 15m vor dem Steg. Bei einer Tiefe von nur ca. 4 m kann man sein Unterwasserschiff damit ganz schön beschädigen. Dies war auch der Grund, dass wir gesagt haben, wir legen ab und fahren nach Kamarais.
Die knapp 5 Seemeilen waren schnell zurück gelegt und als wir in die Bucht von Kamarais einfuhren, lag die „Sea Cloud“, ein Viermaster vor Anker. Um die Steinaufschüttung rum und wir sahen wo wir anlegen konnten. Es kam auch ein „Marinero“ und zeigte uns wo wir einfahren dürfen. Das Manöver klappte auf Anhieb und wir lagen kurz danach wieder am Steg. Auch hier musste der Anker angezogen werden und wieder hielt er nicht. Verdammt und zugenäht was ist denn los? Der Marinero sagte wir sollten längs am großen Steg anlegen. Er war auch behilflich und so dauerte es nur kurz bis wir fest lagen.
Puhhhh nun haben wir uns ein frisch gebackenes Stück Kuchen verdient. Danach waren wir geschafft, und begaben uns ins die Horizontale. Wir haben fast 1 ½ Stunden geschlafen wie die Murmeltiere.
In frische Kleidung gesprungen und ab zum Landgang, das Örtchen ein wenig erkunden. Wir fanden ein nettes Kaffee am Strand und bestellten unser übliches: Cappu und frischen O-Saft. Kaum haben wir die Bestellung aufgegeben, spürten wir die ersten Tropfen Regen. Rein in die gute Stube und drinnen die Getränke genossen.
Zurück haben uns noch ein paar Regentropfen begleitet. Bevor wir von Bord gegangen sind, haben wir schon alles aufgeräumt, da die schwarzen Wolken am Himmel sehr drohend ausgesehen haben. Also rein und – Karten geklopft.
Wir haben uns das Wetter der nächsten Tage zum wiederholten Male angesehen und werden aufgrund der Vorhersagen, vorerst bis Donnerstag hier bleiben. Leider sind die Prognosen einschl. bis zum Wochenende nicht so toll. Regen, Gewitter, Regen und heftiger Wind soll die nächsten Tage beherrschen.
Währen ich gerade die Mail schreibe, entleert sich erneut ein Gewitter über uns und dies mit einer Menge Hagelkörner.
Gut dass wir die Entscheidung getroffen haben nicht vor Anker zu bleiben sondern sicher am Steg in Kamerais zu liegen.

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