Regen…


Heute Nacht hast es geschüttet wie wir es schon lange nicht mehr erlebt haben. Als wir heute Morgen aus den Fenstern geguckt haben, war alles rotbraun. Wir hatten Südwind und in der Sahara gibt es garantiert keinen Sand mehr, der hat sich bei uns an Bord niedergelassen.

So war Herwarts erste Aktion, natürlich nach dem Frühstück, Boot abspritzen. Mei kam da eine rostbraune Brühe runter. Egal ob am Webeleinknoten oder an den Gummis der Fenster, es waren farbige Ablagerungen.

Dazu kam dass der Hafenmeister meinte wir sollten uns umlegen. Also vor Bug Anker an den Kai. Das haben wir natürlich getan. Mittlerweile haben wir in Erfahrung gebracht, dass der Bus in den Hauptort um 12:50 Uhr fährt. Pünktlich waren wir startklar um Chora zu erobern.

Bei der Busfahrt bekam man einen guten Überblick übers Land. Jeder Hügel, Berg oder Tal war mit Terrassen geformt worden. Teilweile mit Olivenbäumen, Hafer oder Gemüse und Kartoffeln, Gurken etc. bepflanzt. Alles ordentlich in Reih und Glied.

Im Ort begaben wir uns auf Erkundungstour. Wie immer Richtung Hauptkirche, denn wie es sich in der Vergangenheit gezeigt hat, da wo eine Kirche steht ist immer ein toller Ausblick. So war es auch diesmal. Bevor wir jedoch diese erreichen konnten, zogen wir diverse Fußwege entlang, bis es nicht mehr weiterging. Herwart fragte eine Bewohnerin wie wir denn zur Kirche kommen. Sie ließ uns durch ihren Garten gehen und nach dem Gartentor, war es nur noch ein Katzensprung. (Gäbe es das in Deutschland?)

Auf dem Rückweg in die City oder Centrum, zogen wir durch Gässchen, mal treppauf mal treppab. Wir haben bestimmt heute an die 500-600 Stufen bewältigt. Zuhause haben wir schon geschnauft wenn wir die knapp 100 Stufen von unserer Siedlung zum Sandauer Tor gegangen sind.

Zurück an Bord relaxt, gelesen……

Dann durfte Herwart mal alleine von Bord gehen. Er hat sich auf einen Berg gekämpft und von dort eine traumhafte Aussicht genossen. Anschließend stand Einkaufen auf seiner Tagesordnung (Eier, Zigaretten und Eis – das ist doch so ok, oder?).

Pünktlich um 18 Uhr kam, wie vom Wetterdienst angekündigt, der nächste Regen. Auch heute Nacht soll er uns mehrmals besuchen kommen. Wind dafür kaum. Auch Morgen und am Freitag wird der Regen Bestandteil der Tage sein.

Wir lassen uns überraschen und genießen den lieblichen Ort. Proviant ist gefüllt, ebenso die Getränkekiste, Leselektüre ist auch noch gut vorhanden, also soll die Schlechtwetterfront machen was sie will.

 

 

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