Sehr sportliches Segeln….

Herwart wollte unbedingt weiter…. Die Wetterberichte sagten  2bf bzw. 4 bf Nord voraus. Da konnte man sich wieder aussuchen, was einem lieber war, bei der Windrichtung waren sie sich aber einig.  Da der Wind aus nördlicher Richtung schon um 6 Uhr anfing sich aufzubauen, war klar, dass es nicht ohne Welle gehen wird.

Nach dem Ablegen, Boote aufgeräumt und kaum ums Kap herum, Besan und Genua raus. Blöd war nur dass eine „kleine“ Insel im Weg war, die mussten wir dann Backbord liegen lassen. Ciganka legte sich gleich mal richtig ins Zeug… und bekam ordentliche Schräglage. Grrrrr, das war nicht meins…. Können wir etwas reffen. Maulig reffte Herwart die Genua, sofort stellte sich das Mäd`l etwas auf -aber auch die Geschwindigkeit ging gleich runter. Die saublöde Welle, fast von der Seite, machte aus meiner Sicht kein Spaß. Ein hin und her geschauckele…..  Als Herwart mich ablöste und ich im Cockpit saß und auf Serifos schaute, hatte ich das Gefühl, dass wir nicht vorwärts kommen. Wow noooooch 4-5 Stunden ….. .  Nach knapp 8 Seemeilen schlief der Wind ein wenig ein und  wir setzten das Groß.  Nun schaute es schon besser aus, dass wir heute Syros erreichen.  Wobei der Kurs alles andere als Syros aufzeigte, da peilten wir Mykonos schon eher an, aber die Geschwindigkeit stieg. Man muss einfach Geduld haben, der Wind drehte sich mir zuliebe ein bisschen und so konnten wir immer mehr die Bucht  Phoinikos/Syros ansteuern.   Nun machte es auch mir richtig Spaß, denn die Schräglage hatte für mich nun normale Neigung.

Kurz vor der Bucht wurden alle Segel eingeholt und unter Motor strebten wir dem Kai entgegen. Es schaute schon voll aus, aber für uns gab es noch ein Plätzchen.  An der Außenmole gab es keine Muring also wieder Buganker und Heckleine.  Als ich Ciganka in Position gebracht hatte um Rückwärts zwischen zwei Boote zu steuern, wo uns der Marinero anzeigte, gesellten sich einige Männer zu ihm dazu. Insgesamt waren es dann 9 Männer die zuguckten wollten, wie ich in die enge Lücke kam. Toll haben die nichts anderes zu tun? Ich war Spaßverderber, habe nicht mal einen Fender der anderen Boote berührt, als ich am Steg ankam und die Leinen um festmachen über Bord warf.

Boot wieder aufräumen und ab in die Kojen, wir waren müde. Nach einer guten Stunde haben wir uns die Füße vertreten und die Ortschaft rund um den Hafen angeschaut. Mei ist es hier verlassen. Von den Hotels war nur eines offen und die anderen noch gut eingepackt. Auch die Straßen irgendwie leer, uns befiel ein komisches Gefühl.

Auf dem Rückweg gab es Cappu, da trafen wir wieder auf die österreichische Crew, die wir in Sifnos kennengelernt hatten. Ehe wir uns versahen, entwickelte sich ein richtig nettes Gespräch und ruckzuck war es 22 Uhr und die Mägen begannen zu knurren. 

Es wird Zeit fürs Abendessen und vielleicht noch ein wenig Kartenspielen.

 

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