Wie war das doch….

mit dem hin und her, her und hin der Wetter- bzw. Windvorhersagen.  Heute früh nochmals geguckt, ja es schaut gut aus wir können nach Kithnos rüber. Alles passt Wind max. 22 Knoten, Welle so um 0,9 naja ca.

Alles fertig gemacht und abgelegt. Kaum alles aufgeräumt, Segel (Besan und Genua) gesetzt. Schon ging es gut los. Ciganka schnellte mit teilweise 7 Knoten dahin. Nach knapp einer Stunde haben wir mal gerefft, die Genua und trotzdem gab das Mädl Gas. Die Wellen nahmen mittlerweile zu, dass ich dachte irgendein Wetterheini, hat sich wohl verschrieben bei den Nullen,  es sind eher 3 manchmal auch 4 Meter in der Spitze vermutlich mehr. Ich habe nicht nachgemessen. Das gemeine war, dass sie nun von der Seite kamen und wir nicht immer den Wellenkamm absurfen konnten.  Eingeklemmt zwischen Besanbaum und Sitzfläche (kam mir vor wie auf einem Jägerhochstand), bekam ich ab und an einen Blick durch den Salon auf unsere Backborddecksalonfenster und stellte fest, dass die Reling nun sauber sein müsste, so wie sie eintauchte. Gelegentlich habe ich mich auch gefragt, warum wir uns eigentlich ein gemütliches Schiff, ohne starke Krängung angeschafft haben. Die Zigeunerin fetzt wie ein junges Ding dahin und Herwart steht entspannt, nicht ganz er kann sich keine Zigarette anzünden, hinter dem Ruder und hat Freude.  

Teilweise wussten wir nicht ob wir überhaupt nach Kithnos kommen, da der  Wind sich immer weiter gedreht hat und die Welle natürlich mit. Nachdem unsere Genua nur noch die Größe eines Gästehandtuches hatte und wir immer noch mit gut 6 Knoten dahinrauschten musste eine Entscheidung getroffen werden Kithnos/Loutron oder weiter nach Kea in die schon bekannte Ankerbucht auf der  Westseite.

Wir entschieden uns für Kithnos, es war einfach kürzer. Dies hieß dann alle Segel runter und die letzten 4 Seemeilen mit Motor in die Bucht.  Die Welle trieb genau in die Bucht, so hatten wir bis kurz vor dem Hafen noch einige Schaukelei. Trotzdem mussten Leinen und Anker gerichtet werden.  Kurz vor uns wollte auch eine Segelyacht in den Hafen und auf einmal macht die einen Satz nach hinten und mit Vollgas rückwärts von der Hafeneinfahrt weg. Huch was war das ist der Hafen voll? Ein kurzer Blick, nein so viele Masten sind nicht da. Als ich auf der Hafeneinfahrthöhe war, wusste ich warum der Segler zurück ist, die Tiefe unter unserem Kiel zeigte nur noch 0,8m. Ups…  also so gut es ging in Schleichfahrt in den Hafen. Nun waren es wieder mehr als 1 m unter dem Kiel.  Im Hafen drehte der Wind im Kreisl und ich sollte wie in letzter Zeit immer, Rückwärts an den Kai und Herwart darf Anker werfen.  Trotz etlichen Drehungen schaffte ich es nicht so in Position zu kommen, damit ich gerade Rückwärts an den Kai gelangen konnte. Geschweige denn, Herwart seinen Anker loswird.  Der Wind spielte mit mir und Ciganka. Am Steg kamen Hinweise wie es gehen könnte, bis ein Seglerpaar zeigte, dass man auch am Außensteg anlegen kann. Nun also wieder Ciganka versucht in Position zu bringen… Herwart, mittlerweile auch sehr angespannt, gab nun auch Hinweise. Die tun sich leicht….. ich kochte innerlich.

Nach knapp einer halben Stunde lagen wir mit Hilfe von anderen Seglern am Steg. Geschafft. Es war mein längstes und schlechtestes Anlegemanöver seit ich Skipperin bin. Unsere nasse Kleidung ausgezogen und fertig gemacht um in die heiße Badewanne zu gehen. Herwart schaute mich verdutzt an: Badewanne heiß?????  Ja, hier gibt es am Ende des Strandes ein natürliches Becken, wo es Wasser aus einer heißen Quelle gibt und das dort ungehindert reinfließt. Die Kuranstalt  ist geschlossen und so kann man seinen müden, alten Knochen kostenlos etwas Gutes tun.  Es war göttlich, das Wasser sehr heiß und so waren wir froh, dass immer wieder eine Welle über die Steine kam. Danach etwas besser entspannt ins Cafe und Cappu fredo genossen.

 

 

2 comments

  • Edith

    Hallo Martina,
    Hallo Klaus,
    schön zu lesen dass ihr gut in Lavrio gelandet seid. Wir waren in Gedanken bei euch.
    Wir wünschen einen guten Start Zuhause. Wetter ist ja derzeit sehr sommerlich.
    Herzlichen Gruß aus Kythnos

  • martina

    Hallo Edith, haben es nach sehr windigen und welligen Überfahrt am Donnerstag bis Lavrion geschafft. Seit 09.00 Uhr sind wir wieder in FFB. Wenigstens scheint die Sonne und der Boden schwankt so schön im ganzen Haus
    Habt noch eine gute Zeit, ich werde einfach noch ein bißchen mit euch reisen. Liebe Grüße Martina und Klaus

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