Auf den Spuren von Wolfang ….
Wir bewegten uns nordwärts immer an der Insel Euböa entlang. Unser gestriges Ziel war die Insel Stira.
Den Vormittag haben wir auf unserem Liegeplatz genossen und sind erst Mittag aufgebrochen. Wir hatten ja auch nur ca. 10 Seemeilen vor uns. Nachdem das Flachwasser und die Durchfahrten der kleinen Inselchen passiert war, wurden alle Segel gesetzt. Es gab ein so genanntes Kaffeesegeln. Auch war aufkreuzen nötig, da wie so oft der Wind von vorne kam. Leider schlief er nach gut 5 Seemeilen ein und so durfte die Eisengenua wieder arbeiten.
An der Südspitze von Stira angekommen liefen wir in langsamer Fahrt die erste Ankermöglichkeit (Radspieler hat diese markiert) an. Mhhh die Tiefe so um 10 m und auch die Umgebung riss uns nicht vom Hocker. Wir gucken uns die 2. Möglichkeit an, die Wolfgang beschrieben hat. In der Seekarte stand keine Tiefe zwischen der Insel und dem kleinen vorgelagertem Eiland. Immer ein Auge auf den Tiefenmesser ging es in Schleichfahrt in die Durchfahrt. Es waren viele kleine Motorboote da. Ach so es ist ja Sonntag und Ausflugstag. Ruck zuck ging es von 42 m auf 4… 5…. 4. Das Wasser mittlerweile Türkis. Wow was für ein Plätzchen. Da wollen wir bleiben. Nun galt es zwischen den Bötchen einen Ankerplatz zu finden. Es war eng, aber wir wussten ja, dass die Ausflügler gegen Abend das schöne Fleckchen verlassen und wir dann uns umlegen können.
Sie haben sich Zeit gelassen die Ausflügler und so gab es das Umlegen erst so um 19 Uhr. Wir hatten überlegt, dass hier der richtige Ort ist um das Landleinenmanöver (zu zweit) hier ohne Stress, bei idealen Bedingen üben. Kurt und Helga, sollten nur im „Notfall“ eingreifen.
Den Vorgang besprochen und Herwart machte sich daran ans Lang zu rudern um die Leine anzubringen. Derweilen habe ich den Anker gezogen und neu gesetzt um rückwärts an Land zu fahren. Herwart sozusagen entgegen. Das klappte wirklich gut. Wir wollten auch eine 2. Leine anbringen und diese war dann zu kurz und nun passte es nicht mehr. Kurz gesagt. Wir haben das ganze Wiederholt und nun ist alles gut.
Den Männern hing der Magen schon in den Kniekehlen, also ab in die Küche. Nach einer guten halben Stunde stand das Essen auf den Tisch und es wurde ein kurzweiliger Abend, daher erst heute der Logbucheintrag von gestern.
PS: Wolfgang haben wir vor 4 Jahren auf Leros kennengelernt. Er unternimmt mit seiner Segelyacht Anachita II diverse Törns durch Greece und bietet Mitsegeln an. U.a. macht er auch die südlichen, sowie die nördlichen Sporaden. Darüber hat er Videos erstellt und bietet diese auf CD an. Wir haben im Winter diese erworben und uns auf den Törn Sporaden vorbereitet. Dies ist nun schon der 2. tolle Liegeplatz (1. Petalioi) den er beschrieben hat und so sind wir auf den Spuren von Wolfang unterwegs. Mal schau`n ob wir ihn hier irgendwo bei seinen „geheimen“ Ankerplätzen treffen.


