Thessaloniki…

Nachdem die Wetterprognosen nicht so doll waren, entschieden sich Helga und Kurt bereits heute nach Thessaloniki zu fahren. Bereits im Vorfeld hatten wir besprochen, dass wir ein Auto mieten und gemeinsam dorthin fahren. Sie sich ein Hotel nehmen und wir nach einer gemeinsamen Besichtigung wieder zurück nach Volos düsen.

Soweit die Theorie. Als wir gestern in Volos ankamen, haben wir im Internet nach einem Mietauto geguckt…. . Alles gut, Auto ausgesucht, Daten eingegeben und dannnnnn  Fahrzeug steht nicht zur Verfügung. Ähhhh  so haben wir uns eine gute Stunde „gespielt“ bis wir einen dicken Hals hatten.

Dann halt nicht so……mach es mal anders …. einfach zur AVIS Station 1 Minute vom Liegeplatz Ciganka entfernt marschiert und angefragt: „Habt Ihr ein Fahrzeug für uns 4 Personen und ein bisschen Gepäck“? Klar haben wir und schon war`s gebucht.  Nun galt es ein Hotel finden….. per Internet. Schnell hatten wir ein passendes gefunden und wie schon beim Fahrzeug alle Daten eingegeben, als ein Vermerk kam „das Standartzimmer weicht vom üblichen ab, es hat kein Fenster“. Helga und ich schauten uns an, lasen nochmals…. Haben die einen Knall? Es stand bis zu diesem Zeitpunkt nichts von „kein Fenster“ oder so ähnlich. Erst kurz vor Bestätigen dieser Vermerk. Somit alles von vorne. Um das Gezeterte abzukürzen. Wir wurden fündig und es konnte ein Hotel im Stadtzentrum von Thessaloniki für 2 Tage gebucht werden.

Nun stand einer Abreise heute früh nichts im Wege. Na ja fast, der Allrounder, auch inoffizieller Hafenmeister oder wie auch immer, wollte kommen um Herwart zu zeigen wo die Wäscherei ist, die unseren Berg Wäsche bis morgen wieder frisch gewaschen für den Schrank fertig macht.

Acht Uhr war ausgemacht….. um 9 Uhr wollten wir unseren Mietauto übernehmen. Es war 8:25 Uhr als er vor Ciganka stand. Herwart schnell die Tasche gepackt und ab zur Wäscherei.  Das war knapp.

Endlich saßen wir alle im Wägelchen und düsten, dank Navi, direkt nach Thessaloniki (einfach Strecke 210 km). Ein Traum die Autobahn, teils sogar 3-spurig in eine Richtung nur die Autos fehlten. Teilweise waren wir eine Viertelstunde unterwegs bis ein Auto auftauchte.  An den Mautstellen gab es keine Schlange, da ja keine Fahrzeuge vorhanden waren.  Als die Autobahn von drei Spuren auf eine geführt wurde, hätte man in Germany gut eine Stunde warten dürfen bis es weiter gegangen wäre. Hier musste man nicht mal den Fuß vom Gaspedal nehmen.

Das gebuchte Hotel war schnell dank Navi gefunden. Taschen rein und ab zur Erkundungstour.  Dank an die Rezeption des Hotels, die uns einen kleinen Stadtplan mitgegeben und die wichtigsten Besichtigungen eingezeichnet haben.  Wir liefen die Route ab und waren begeistert. Altertümer neben Neuem und was uns fasziniert hat: die Bäume in der City. Es sind Alleen die sich durch die Stadt zieht. Man geht immer im Schatten der Bäume und wenn keine vorhanden, läuft der Fußgänger in Gewölben, wie wir es aus Turin kennen.  Eine Taverne reicht sich an die Andere oder wird von Cafes unterbrochen. Diese sind übrigens mittlerweile nachmittags um 15 Uhr rappelvoll.  Da fragt man sich so nebenbei, wo ist die Greece Wirtschaftskrise?  Nachdem wir auch den weißen Turm von Thessaloniki besichtigt haben, schlenderten wir wieder Richtung Markt.  Wir… na ja ich wollte Reis und offenen schwarzen Tee (eine Rarität in Greece) einkaufen. 

Wir fanden auch nettes Straßencafé, etwas abseits des Trubels und genossen kühles Bier (übrigens in  Erdinger Weiß Biergläser).

Nach gut 4 Stunden Rundgang durch Thessaloniki, nahmen wir Abschied von Kurt und Helga und machten uns auf dem Weg nach Volos.

Ehe wir uns versahen waren wir wieder auf der Autobahn und nach etwas mehr als 2 Stunden standen wir vor dem Lidl in Volos. Getränke und noch ein paar Kleinigkeiten wollten aufgefüllt werden, bevor es für uns wieder weiter geht. Vor der Avis Station luden wir das Auto aus und gaben es anschließend schon heute zurück.  Puhh alles gut.

Mit einem Glas Rotwein und Schinken mit Weißbrot ließen wir den Tag im Cockpit ausklingen.

PS: Wir hatten nur ein paar Stunden Zeit um einen kleinen Blick auf Thessaloniki werfen zu können. Alleine die Sehenswürdigkeiten die in unmittelbarem Zentrum der Stadt liegen, also gut zu Fuß erreichbar sind, braucht man ein paar Tage. Auf dem Weg dorthin gibt es sicherlich das Eine oder Andere Interessante auch noch zu entdecken. Thessaloniki ist eine turbulente und aufregende Stadt die nicht abschreckt sondern Lust auf mehr macht.

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