Nachteulen…..

…..waren wir letzte Nacht. Dies jedoch nicht alleine. Fast alle auf den Booten, die am Kai lagen, standen immer wieder an Deck um zu beobachten was das eigene Boot bei dem heftigem Schwell tat. Wir tanzten Tango, Walzer und Rock ‘n Roll alles zusammen. Schon eine Nacht vorher hatten wir die Befürchtung dass die eine oder andere Leine nicht halten könnte. Da es jedoch gestern unter Tags sehr ruhig war, haben wir nicht abgelegt und den Schwell der 24 Stunden vorher als „naja kann mal sein“ abgehakt.

Herwart kurz vor dem erneuten Einschlafen so ca. 4 Uhr, meinte“ das war die letzte Nacht in dem Hafen“. So standen wir doch gerädert kurz nach 8 Uhr auf um mit kleinen Äugelein unser Frühstück zu genießen.  Auch unsere Nachbarn, aus Freising übrigens, meinten: „Einmal reicht“. Sie machten uns auf eine Bucht aufmerksam auf dem Weg nach Mytilinis, wo man bei jedem Wetter ankern kann.

Warum nicht, bevor es in die Marina geht nochmals eine Badebucht ist doch nicht übel. Nach dem Ablegen, dauert es halt noch bis alles an Bord wieder aufgeräumt (Fender in die Backskiste, Leinen etc.) so hatten wir schon gut 3 Seemeilen als der Wind und die Welle zunahmen. Naja, es ist ja nur um die „Ecke“ so kämpften wir uns vorwärts. Das „so um die Ecke“ entpuppte sich dann doch auf gut 10 Seemeilen.  Als wir die Bucht von weitem sahen, den heftigen Wind mit gut 30 Knoten übers Wasser fegen, schauten wir uns an und meinten, nicht nochmals eine halbe Nacht (Ankerwache), komm wir fahren weiter in die Marina die 10 Seemeilen schaffen wir auch noch.

Um 15 Uhr lagen wir in der Marina Mytilinis fest am Steg und waren froh die Entscheidung so getroffen zu haben.  Nach dem Anmelden gab es einen kleinen Imbiss und dann ab aufs Boot. Schrubben, Schrubben, Schrubben war angesagt. Ciganka hatte sei gut 4 Wochen keine Wäsche mehr und dementsprechend sah sie auch aus. Dazu kam die Salzduschen von heute….  

Zwei Stunden waren mir damit beschäftigt unsere Zigeunerin wieder einen Glanz zu verschaffen. Die anschließende Dusche für uns selbst entsalzte auch uns.

Nun genießen wir eine kleine Brotzeit und ein kühles Bierchen und freuen uns auf eine ruhige Nacht.

 

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