Im Bienenhaus….

……. summt und summt es. Bei uns an Bord haben manchmal bis zu 7 Handwerker incl. Herwart gebrummt….. .

Etwas eng war es dann doch, als die Fensterbauer unsere vorderen Decksalonfenster ausgetauscht haben, der Elektriker im Skipperbereich einen neuen Solarregler eingebaut hat und der Schreiner zu guter Letzt auch noch dazu kam. Der musste zwischen den ersten Beiden hindurch um in die 3. Kabine zu gelangen.

Herwart hat am Steg die Halterungen und Bohrungen für unser neues Solarpanel  erledigt. Ich sprang zwischen den diversen Handerkern hin und her, mal um zu halten, mal Info zu geben wie wir es denn haben wollten.

Es war uns übrigens nicht langweilig. Der Schreiner war der Letzte der heute Ciganka verlassen hat und der kommt Morgen  erneut.  Es müssen noch die Zwischenwände und Rutschkante montiert werden. Edel schaut das Teil aus und der Platz erst …. Wow.

Auch der Elektriker kommt morgen Mittag nochmals vorbei um das neue Solarpanel und die alten   12 V Paneel anzuschließen. Vorher darf Herwart jedoch noch die Halterung für die Seite basteln wo dies aufgehängt werden soll.

So zwischendurch bin ich mal schnell zum Supermarkt um Einzukaufen… der Kühlschrank ist leer und muss aufgefüllt werden. Frühstück außer Haus ist nicht unser Ding.

Eigentlich wollte ich heute alles gründlich putzen und Einräumen, aber da Morgen ja nochmals geschreinert wird, hat nur der Staubsauger seine Arbeit machen dürfen,  damit wir die Brösel nicht durchs ganze Boot tragen.

So wird Morgen nichts mit dem Ablegen…..

Nachdem alle Handwerker das Schiff verlassen haben, sind wir in den Marine Club um ein kühles Bier und Cappu fredo zu trinken…. Haben wir ja verdient. Kaum saßen wir, meinte Herwart es grummelt, ist da ein Gewitter? Ein Blick Richtung Türkei, aufs Wasser…. Nein. Nach kurzer Zeit wurde das Grummeln stärker und der blaue Himmel stellte sich als dunkelgraue Wolken heraus ….  .

Schnell unsere Sachen ausgetrunken und ab aufs Boot. Fenster schließen und Polster rein…. Kaum waren wir fertig, standen vier Marinereo da und wollten Leinen um Ciganka noch mehr zu sichern.  Bei dieser Arbeit kam der Wind und wie……  Fest und alle Luken dicht, schauten wir dem Toben draußen zu. So etwas haben wir noch nicht erlebt.  Ich fragte dann mal so nebenbei… was tun wir wenn es uns los reißt, denn raus gehen braucht man da nicht. Also am Boden hinsetzen festhalten und warten bis Ciganka irgendwo sich fest krallt.

Wir sehen wie es ein Bimini vom Nachbarsteg in Fetzen reißt, eine Yacht Schräglage hat, dass die Relings Füße das Wasser berührt und nun nachdem der Regen und Wind nachgelassen hat, können wir erkennen, dass eine Yacht am Landliegeplatz umgestürzt ist.  Der Regen hat nachgelassen und wir schau`n draußen, ob bei uns alles in Ordnung ist. Alles gut,  die Abdeckung vom Dingi Motor hat es runtergezogen, hängt aber noch am der Schnur.  Nun gucken wir in die Runde und sehen zerfetztes Genua, schwimmende Biminis, diverse Abdeckungen die in den Ecken bzw. im Wasser liegen.

Ein Mann von der Marina stürmt unseren Steg runter und fragt nach, ob jemand verletzt ist oder Hilfe benötigt wird.  Wow das hatten wir auch noch nie. Man kümmert sich. Die Marineros kontrollieren die Boote ob Leinen gerissen sind. Hier herrscht gerade massive Aktivität um zu helfen.

Steg C ist großes Chaos, der hat die Form eines Z erhalten, die Yachten werden nacheinander auf andere Stege verteilt um diesen zu entlasten.  Auch unser Steg hat einen Knick und man konnte auf einer Seite sehen, wie es die Halterungen gerissen sind.

Puhhhhhh das Schauspiel hat nicht mal 20 Minuten gedauert. Gewitter mit Winden über 100kmh, wie wir soeben erfahren haben.

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