Mastix…..

Nur im Süden von Chios produziert der immergrüne Mastixstrauch jenes harz aus diamantengleichen „Tränen“ das seit dem Altertum der Exportschlager von Chios ist. In Ägypten verbrannte man es als Weihrauch, Ärzte der Antike benutzten es bei Schlangenbiss und Entzündungen, der Prophet Mohammed empfahl den Gebrauch im Koran. Besonders scharf auf Mastix waren die türkischen Haremsdamen, die ds aromatische Harz als Kaugummi kauten. Dem Sultan mochte es recht gewesen sein: Seit jeher wird dem Mastix auch eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.

Über zwei Millionen Sträucher stehen auf Chios, liefern im Schnitt an die 100 Tonnen Harz jährlich. Erst nach rund zehn Jahren fließen die ersten Tränen, die besten Erträge von bis über 500 Gramm Harz pro Jahr liefert der Strauch im Alter von zwanzig bis siebzig Jahren.

Erstaunlich ist die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten des Harzes, sie reichen von der Zahnpasta, aromatisierten Likör, Konfitüre, Kosmetik, Medikamente, Kaugummi (Elma) bis hin zum weltraumfesten Lackstabilisator.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.