Nach fast 50 Monaten sind wir wieder auf Leros.

Da hat es mit Ciganka, damals noch Emma Louisa, begonnen. Wir liegen nur unweit davon, wo wir unsere Zigeunerin zum ersten Mal ins Wasser gelassen haben. Wie hat sich unser Mädl von damals verändert.

Mit schweren Herzen haben wir heute in Akri/Augousta abgelegt. Dies ist ein Fleckchen Erde, das uns noch eine ganze Weile in Erinnerung bleiben wird.  Nette Menschen, gutes Essen und ein liebliches Umfeld.

Der Start war nicht nach unseren Wünschen, es gab Ankersalat. Unser Segelnachbar hat seinen Anker über unsere Kette gelegt, und so durften wir den „Salat“ entwurschteln.  Nach 20 Minuten konnten wir von dannen ziehen und an den Salatmacher „liebe“  Wünsche senden.

Wie schon in den letzten Tagen, kaum Wind…. na ja so viel dass Herwart sich in die Segelkiste verkroch um seinen Genacker an Deck zu schleifen war dann anfangs doch. Leinen dafür klar machen und ab ging es mit dem Bergeschlauch nach oben. Mei hat er da gestrahlt als sein Leichtwindsegel sich aufblähte.

Da der Wind dann ganz einschlief fiel auch das Segel in sich zusammen und es wurde mit trauriger Miene vom Skipper eingeholt. 

Kurz vor Leros gab es wieder eine Notmeldung. Mann über Bord……  Gänsehaut macht sich wieder breit, die Position ist jedoch südlich von Kalymnos. Zu weit weg für uns. Kaum hatten wir dies verdaut, da kam über Kanal 16, dass sich ein Schiff los gerissen hat und ohne Mannschaft, also führerlos, unterwegs war. Na Mahlzeit, das hört ja überhaupt nicht auf. Auch die Position betrifft uns derzeit nicht. Eine Aufregung jagt die andere.

Nach 12 Seemeilen kamen wir in Leros/Bucht Partheni an. Der Steg von der Agmar Marina war belegt, also ab an die Boje. Mei haben wir schon lange keine Boje mehr gefangen….. aber Herwart`le fing sie gleich ein – wenn auch mit erheblicher Verenkung.

Nun lagen wir bei einem kühlen Bier im Cockpit und erinnerten uns was „damals“ war.

Faul auf der Haut liegen war heute nicht angesagt. Die letzten beiden Fender haben heute auch ihr neues Kleid bekommen. An einem Frontfenster (neue Scheiben) wurde außen eine Fuge gezogen und weil`s gerade so schön war, haben wir im Bugbad gleich mal ein paar Fugen erneuert. Herwart hat Vorarbeit geleistet und die alten entfernt sowie die Fläche gesäubert. 

Das war es dann auch für heute und nachdem die letzten Tage die Pantry kalt blieb, werden wir heute dies ändern und Bratwurst mit Röstkartoffeln und Tomatensalat bereiten.

Es weht eine frische Brise und so wird es heute Nacht vermutlich nicht so drückend heiß in der Kabine und es könnte ein geruhsamer Schlaf werden.

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