Leros……
Leros hat einen Küstenumfang von 71km. Leros ist eine flache Insel. Die höchste Erhebung, der kleine Hügel Klidi von 327m. Drei kleine Hügelketten, die von tief in den Inselkörper schneidende Buchten getrennt sind. Wichtige Ort, der Hafen Lakki, der Hauptort Platanos, sowie Alinda, Panteli, Agio Marina und Xerokampos.
Krasser können Gegensätze kaum sein: Hafenstadt Lakki wirkt wie eine verlassene Filmkulisse mit ihren Monumentalen Art-deco-Architektur – ein Vermächtnis der italienischen Besatzungszeit (1912-1943). Dagegen Agia Marina mit seiner Hafenpromenade, Tavernen mit wackeligen Stühlen und Tischen, schlafenden Katzen glaubt man sich in einer anderen Zeit versetzt.
Leros touristisch nicht überlaufen, hat wohl vor allem geschichtliche Gründe. Denn während der Zeit der Militärdiktatur von 1967-1974, lies Junta Chef Papadypoulos politische Gefangene auf Leros einkerkern. Eines dieser Lager befand sich nahe der Ortschaft Partheni im Norden der Insel. Dort wurden vor allem prominente Häftlinge gefangen gehalten, darunter auch der Musiker Mikis Theodorakis. Heute verfällt die Anlage. Die Insel hat auch den weniger schmeichelhaften Beinamen „Insel der Irren“ verdankt Leros der nahe Lakki eingerichteten psychiatrischen Klinik.
Die Bucht Lakki zählt zu den größten Naturhäfen der Agäis. Gut 400m misst die Hafenfront. Errichtet wurde Lakki von den italienischen Besatzern entworfen hatten sie den Aufbau am Reißbrett. Die Italiener bauten Lakki zur Fliegerbasis und Flottenstützpunkt aus.
Agios Marina und Platanos sind mittlerweile zu einem Ort zusammen gewachsen. Die Region wirkt erfrischend und abwechslungsreich mit seinen großen Baumbeständen, reizvollen Buchten und dem Kastell von Platanos.
Das mittelalterliche Kastell, Johanniterburg aus dem 15. Jahrhundert, kann zu Fuß über eine Steintreppe erreicht werden. Da die Burg noch heute vom Militär genutzt wird, kann es leider nur von außen besichtigt werden.