Kalymnos…
Das Erste was einem in den Sinn beim Begriff Kalymnos kommt sind zweifellos die Schwämme. Die Insel ist seit mehr als 500 Jahren für diese Ressource bekannt. Jedes Frühjahr nach den Festlichkeiten verlassen die Schwammtaucher die Insel und kehren nach 5 monatiger Reise zurück, welches mit einem Willkommensfest Zelebriert wird. Heutzutage werden die Schwämme vermehrt an den Küsten Nordafrikas geborgen.
Die Bewohner Kalymnos leben vom Fischfang der Schwammtaucherei dem Tourismus und etwas Landwirtschaft. Früchte, Oliven und Obst werden in den Tälern Angebaut. Auch Imkereien sind vorhanden, der Honig aus Kalymnos wird unter anderem von Feinschmeckerlokalen in ganz Griechenland verkauft.
Im Vergleich zu anderen Inseln, sprechen die Bewohner von Kalymnos mit einem eigenen Dialekt der sich stark von den anderen Inseln der Dodekanes unterscheidet. Manche sagen dass dieses auf den Dorischen Ursprung zurück zu führen ist.
Pothia eine wuchtige Stadt, die sich in ein breites Tal Richtung Norden ausdehnt. Pothia wirkt ungemein lebendig. Rund 15.000 der insgesamt 17.000 Einwohner Kalymnier leben hier. Damit ist Pothia die 2. größte Stadt des Dodekanes. Der alte Ortskern von Pothia entstand um ca. 1850. Die Gassen, die sich steil den Hang hinaufwinden werden von neoklassizistischen Häusern, meist Domizile ehemaliger Kapitänsfamilien geprägt.
Die Geschichte besagt das Kalymnos seinen Namen von dem Titanen Kalydnos bekommen hat, welcher der Sohn von Gaea (“Erde”) und Uranus (“Himmel”) war.
Der Sage nach kann man von oben auf seine beiden Beine herab sehen: Die beiden Ebenen nahe der Berge.
Die ersten Siedler kamen schätzungsweise zu Anbeginn des zweiten Jahrtausends vor Chr. Es wird vermutet dass es sich hierbei um die Karer handelte. Kalymnos nahm am Trojanischen Krieg teil. Die Achaier machten nach dem Trojanischen Krieg hier eine Siedlung.
Was hiernach geschah ist der für fast alle Inseln der damaligen Ägäis gleiche geschichtliche Verlauf:
Im 5 Jh.v. Chr. gehörte sie zur Athenischen Liga die gegen die Perser kämpften, danach den Mazedoniern und im 2 Jh. v. Chr. dann den Römern.
Im Jahre 535 Jh. n. Chr. geschah ein Erdbeben welches die Insel in die heutigen zwei Teile Kalymnos und Telendos aufteilte.
Während der Byzantinischen Periode litt die Insel unter häufigen Piratenattacken. Im 13 Jhr. übernahmen die Venezianer die Herrschaft über die Insel und im Jahre 1306 gehörte sie dann der Ritterschaft von Rhodos an, welche die Insel mit hohen Steuern belasteten.
Die Türken herrschten vom 16 Jhr. an (als die Schwammtaucherei anfing) bis 1912.
Kalymnos stand dann unter Italienischer Herrschaft bis sie 1943 für 2 Jahre von den Deutschen besetzt wurde. Im Jahre 1948 wurde Kalymnos schließlich dann wie alle anderen Inseln der Dodekanes an Griechenland zurück gegeben.