Angekommen….

…. in Italien heute früh. Nach einem gemütlichen Frühstück nach dem Ankermanöver,  waren wir entspannt genug um in die Federn zu kriechen. Auch wenn es nur 2 Stunden gewesen sind, taten diese sehr gut. Frisch ausgeruht, munter und fit für den Tag, kamen wir und die Mira, um kurz nach 9 Uhr in der Marina an. Haben einen guten Liegeplatz und sind mittlerweile auch schon angemeldet. Danach gab es eine lange und heiße Dusche. Doch zuvor war der erste echte italienische Cappu seit langer Zeit ein Genuss. Damit die Wege nicht zu laaaang werden gibt es hier Fahrräder.  So stehen nun 2 Räder vor dem Boot (kostenlos) und warten auf Einsatz. Einfach toll.

Von der Nanook, Wolfgang und Brigitte, wissen wir, dass es hier die beste Pizza Italiens geben soll. Die werden wir heute natürlich testen.

Zur Überfahrt ein paar Kleinigkeiten. Es gab keinen Regen, kein Gewitter und keine heftigen Winde. Ein Lob an Wetterwelt, das wir seit 1.9. abonniert haben, es traf exakt deren Vorhersage auf der gesamten Strecke ein.

Nach dem Ablegen konnten wir nach 10 Seemeilen Segel setzen, zuerst noch unter Motor, dann ohne. Ab und An wurde die Eisengenua dazu geschaltet, wenn die Geschwindigkeit unter 4 Knoten fiel. Wir wollten ja aufgrund des Wetterfensters nicht zu lange unterwegs sein.

Gestern haben wir nach dem Frühstück unsere Windsteueranlage ausprobiert, leider hapert es noch an der Einstellung des Windblattes. Mhhhh da müssen wir wohl wieder das Internet bemühen, damit wir schlauer werden.  Nachdem wir es aufgegeben haben, die Anlage in Funktion zu bringen, war pures Segeln angesagt. Da seit Samstag späten Abend kein Frachter oder sonstiges Schiff mehr aufgetaucht ist, gehörte uns das Meer. Wir spielten mit den Segeleinstellungen und genossen das dahingleiten trotz der Welle (zwischen 1 und 1 ½ m) überwiegend von der Seite. Die Welle übrigens blieb uns von Kefalonia bis vor den Hafen Rocella Ionica/Italien treu. Einfach eine treue Seele.

Gestern Nachmittag sind wir ein wenig ins Schwitzen gekommen, da Stefan von der Mira, über Navtex Info hatte, dass wir in der Mitte von drei Gewitterfronten reinlaufen. Puhhhh, was nun sprach Zeus? So wurde beschlossen nach Crotone zu laufen, da kürzer und evtl. am Rande der Gefahrenzone. Nachdem Stefan sich eine Wetterkarte aufgezeichnet hat, meinte er, dass der erste Hafen, doch der bessere sein könnte.  Einen Haken geschlagen und  wieder Kurs auf Rocella Ionica genommen.

Wie heißt es so schön, im Nachhinein ist man immer klüger. So sind wir dies heute auch, da wir die richtige Entscheidung getroffen haben.

Da die Gewitterfronten sichtbar sich am Himmel abzeichneten, gaben wir am späten Nachmittag so richtig Gas. Der Wind um die 10 Knoten, wurden Segel gesetzt und die Eisengenua angeworfen. Mit guten 6 Knoten zogen wir durch die Nacht. Doch die letzten beiden Stunden so ca. 10 Seemeilen vor unserem Ziel, kam der Wind aus 60 Grad mit bis zu 20 Knoten und ab ging die Post. Nur mit Genua bestückt, schoss Ciganka zwischen 5 und 7 Knoten dahin. Die Welle mittlerweile fast von Hinten, tat das Ihrige dazu, dass wir vor der berechneten Zeit unseren Anker werfen konnten.

Normalerweise, wenn man ankert, wird eine Runde über den Ankergrund gefahren um zu gucken, wie ist die Beschaffenheit des Bodens, die Tiefe etc. . Bei finsterer Nacht, einen kleinen Kreis gezogen um die Tiefe ein wenig zu prüfen und ab ging der Anker dem Grund entgegen. Kurz eingezogen, passt, das war’s.  

Heute Nacht sollte ja um 4:22 Uhr der Blutmond in Übergröße zu beobachten sein. Wir happy, noch auf dem Wasser, also einen gigantischen Blick auf den Planeten haben. Bis ca. 4 Uhr beleuchtet der Mond unseren Weg, aber dann, schnappten sich Ihn die bösen Wolken und weg war er.

Als wir das Ankermanöver erledigt hatten, merkten wir, dass der Mond, rot gefärbt, ein kleinwenig hinter den Wolken hervorlugte.  

 

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