Und es gibt immer etwas zu tun….

…… haben wir wieder festgestellt. Ausgeschlafen und fit, wurde schon beim Frühstücken darüber diskutiert, wie wir den Tag verbringen können. Schon in Mesalongi haben wir festgestellt, dass bei heftigen Regen unsere neuen Frontscheiben undicht sind. Wir hatten sie nach dem Einbau wohl mit dem Wasserschlauch getestet und da waren sie auch dicht. So galt es heute Fugen zu setzen bevor der Regen auch hier eintrifft. Da die Fugen am Alurahmen nicht mehr so fit aussahen, wurden diese von Herwart entfernt und neue gezogen. Nun gilt es den nächsten heftigen Regen abzuwarten ob es noch Wasser reintropft.

Außerdem wurden Entlüftungslöcher in den Schrank der Heckkabine gebohrt, damit dort Luftzirkulation stattfinden kann ohne dass die Tür dauerhaft geöffnet ist. Danach die Heckkabine gründlichst gereinigt, dabei entdeckt dass in der einen Bilge ein wenig Wasser fließt bzw. steht. Sofort den Geschmackstest durchgeführt….. Salzwasser. Verdammt und Zugenäht wo kommt das wieder her?  Kann nur aus der Backkiste kommen….. . Herwart darf wieder ins Boot kriechen. Den kleinen Schock überwunden, weiter Großputz durchgeführt. Regale im Salon ausgeräumt, neu sortiert und nach Säuberung wieder eingeräumt. So gelangte ich in die Pantry. Der Schrank unterm Herd, war mir schon seit einiger Zeit in Dorn im Auge. Diesen also ausräumt, dabei merkte ich, dass die Verpackung vom Backpapier etwas feucht sich anfühlte……. Mhhhhh. Als ich jedoch ein Schwammtuch vollgesaugt vorfand, war ich wieder beunruhigt. Test des Wassers ergab…. salzhaltig. Mist hört das gar nicht auf. Herwart kroch fast in den Minischrank um der Feuchtigkeit auf den Grund zu gehen. Kein Hinweis…… Also noch zwei Schränke ausgeräumt um zu gucken ob da etwas sichtbar sind. Wieder kein Befund.  Nun doch schon etwas gefrustet, kam ich langsam zum Ende meiner Putz -Wut. Vielleicht  war es auch nur die Angst wieder auf irgendetwas zu stoßen, was wieder nach Arbeit aussieht.

Nach einer kleinen Pause, beschlossen wir ein wenig zu relaxen. Um 17 Uhr hatte ich einen Internettermin da unser Onsatmailprogramm die Gribdaten von Wetterwelt nicht per SAT Telefon aufrief. Per W lan kein Problem …… aber ab ca. 40 Seemeilen vom Land gibt es kein Wlan, daher haben wir uns ja auch das Satellitentelefon zugelegt um hauptsächlich Wetterdaten. egal wo auf der Welt. empfangen zu können.  Herr Seifert kam per TeamViewer zu uns an „Bord“ und überprüfte die das Mailprogramm. Konnte eine kleine Korrektur vornehmen und schon wurde die Gribdaten abgerufen. Puhhhhhhh wieder ein großer Punkt auf unserer ToDo Liste.

Herr Seifert, Inhaber von ShipShop (Ausstatter für Langfahrtsegler) hat im Programm auch den Refleksofen. Wir hatten vorab schon zwei Varianten an Öfen ausgesucht und die Position im Schiff ausgemessen. Somit konnten konkrete Themen besprochen werden. Die Beratung war mehr als perfekt und so werden wir die gewünschten Maße und Bilder Herrn Seifert zukommen lassen, damit er eine genaue Zubehörliste erstellen kann. Ich spür schon wie es im Schiff mollig warm wird.

Auch half uns Herr Seifert bei Fragen zur Aries Windsteueranlage und sendete uns prompt per Mail Informationen zu. Die nächste Übungsstunde ist somit vorprogrammiert.

Mittlerweile halb sechs, schwangen wir uns auf die Räder und fuhren in die City. Die Anfahrt ein tolles Erlebnis.  Es ging kilometerlang an der Strandpromenade entlang.  Es gab einen breiten Fußweg und einen tollen Radweg daneben. Wir waren so begeistert, dass wir radelten und radelten bis wir am Ende der Promenade und des Ortes angelangt waren. Huch….. wie kommt man ins Centrum. Also retour bis zur nächsten Unterführung (parallel zur Strandpromenade lief die Eisenbahn) und diese schwungvoll durchfahren. Schon standen wir am Stop -Schild an der Hauptstraße. Rechts abgebogen und kurz danach gelangten wir zum Hauptplatz, wo wir uns gleich in ein Cafe setzten. Bei Cappu genossen wir das italienische Flair, auch wenn es für uns immer noch etwas unwirklich ist, dass wir in Italien an der Fußsohle des Stiefels sitzen.

Auf dem Rückweg zur Marina fanden wir dann auch einen tollen Supermarkt. Morgen wollten wir für die Crew der Mira und uns Käspätzle machen. Die Zutaten mussten also besorgt werden. Käse, Eier und Quark. Quark gibt es in Italien scheinbar nicht, jedenfalls nicht so wie wir es von Bayern kennen, daher muss ein Mascarpone herhalten.  Nicht wundern dass wir Quark für den Spätzleteig benötigen, es ist ein schwäbisches Hausrezept damit die Spätzle leichter werden, einem nicht so im Magen liegen und weniger Schnaps hinterher gebraucht wird.

Alles eingekauft und ab zurück in die Marina. Mittlerweile dunkel, stellten wir fest, dass wir wohl Lichter am Rad haben, aber keinen Dynamo. Blöd wo soll der Strom herkommen. Gott Sei Dank, sind die Straßen alle hell beleuchten und es gibt eine Randmarkierung.

Herwart treibt es zurück an Bord, na ja eher sein Magen, der schon in den Kniekehlen hing. Aber er muss sich noch etwas gedulden. Es gibt überbackene Muscheln in Sahnesohne mit Feta. Dazu Tomaten-/Rucolasalat und guten Rotwein. Göttlich…..

Stefan, Monika und Felix kamen noch auf einen Sprung vorbei und so klang der Abend bei gemütlichem Plaudern aus.

Heftiger Wind und Regen, sind für Donnerstag und Freitag angesagt, so werden die Marinatage bis Samstag verlängert. Wie schon in der Überschrift zu lesen, es gibt immer etwas zu tun.

PS: Ja der Abend war lang…… und um ein paar Minuten des Dienstag verpasst….

 

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