Eintrag vom 1.10.

Zu spät abgelegt….

… haben wir heute. Das Wetterfenster wollten wir heute nutzen um nach Sizilien/Taormina zu „düsen“. Wind aus Ost/Nordost steht günstig. Welle mit etwas 0.8m von fast hinten auch erträglich.

Aber irgendwie haben wir heute nicht in die Pötte. Um halb acht gefrühstückt, Schiff klar gemacht…. mit der Crew der Mira geplaudert. Dann endlich kam der Elektriker, der bei der Mira in den Baum wollte, also Herwart rüber zur Mira und beim Raufziehen auf den Masten unterstützt.  Ach ja und ins Marino Büro zum Bezahlen. Da noch ein wenig geplaudert, nochmals Wette gecheckt überlegt ob wir doch bleiben sollen. Der Marina Chef schaute mit uns die Wetterdaten im Internet durch. Für heute keine Probleme, Morgen kommt Südwind da sollte man nicht raus.  Die Räder mussten auch noch abgeben werden….. Ehe wir uns versahen war es nach 10 Uhr. Da wollten wir eigentlich schon auf Tour sein.

Bis alle Leinen (mehrere Festmacher da an einem Fingersteg, Spring`s) entfernt waren, Geräte und Motor an, verging nochmals ein bisschen Zeit.

Aber dann endlich lösten wir uns mit Hilfe von Stefan (der Seitenwind trieb uns an den Fingersteg und so hielt er uns mit einer Leine etwas vom Steg weg, damit wir nicht entlang schrammen) vom  Steg. Die Ausfahrt ohne Marinero (der uns in die Marina leitete) schlichen wir aus der Marina. Als wir wieder 1m Wasser unterm Kiel hatten, schnauften wir richtig durch.

Alle Fender und Leinen aufgeräumt waren, und es hieß Segel setzen.  Nun glitt Ciganka mit der Welle Richtung Westen. Der Kurs war schon am Kartenplotter als Orientierung eingegeben. 

Doch eine ganz schöne Strecke. So rächt es sich, dass wir so spät abgelegt haben – was ja eigentlich nicht unser Ding ist.

Das Ziel, Lichterglanz schon vor Augen, denn die Nacht brach schnell ein. Die schwarzen Wolken der Gewitterfronten taten das ihres dazu, dass die bis dahin doch relativ angenehmen Wellen, stetig an Höhe und Schwung zunahmen.

So drosselten wir unsere Lady um die Gewitterfront vor uns durchlaufen zu lassen. Auf dem Radar gut zu erkennen.  Kaum dass diese unsere Nase passiert hatte, fing es an allen Ecken an zu Leuchten. Die Blitze fuhren über Sizilien in den Boden, dass der Himmel für Sekunden hell erleuchtet war.

In der Hoffnung zwischen einen dieser Gewitter in den Hafen zu gelangen, fuhren wir sehr zielorientiert weiter. Bis dato hatte uns ja nur ein Regenschauer unterwegs erwischt. Nur Regen, kein Gewitter.

Die letzten Seemeilen sind immer die längsten, auch das mussten wir wieder feststellen. Aber dann, wie aus dem nichts erschien die riesige Kaimauer und das Leuchtfeuer zeigte uns wo es entlang geht. Ein 90 Grad Schwung und keine Welle mehr.  Herwart konnte nun die Fender und Leinen ausbringen, dem Marinero Bescheid geben. Fertig zum Anlegen liefen wir langsam zur Marinaeinfahrt, wo uns der  Mitarbeiter schon erwartete. Wir konnten uns längs an die Tankstelle anlegen. Danach galt es noch unser Genua komplett einzuholen, da hing noch ein gutes Dreieck heraus, es klemmte.

Mittlerweile schüttete es wieder aus Eimern, aber das war uns nun schon egal, wir lagen fest und das Bett rief schon kommmmmmm.

Nun schon nach 22 Uhr ging es erst mal trocken legen in den Salon um dann ein Bierchen und Ramazotti  zu trinken. Dabei wurde der Tag bzw. der Törn besprochen. Es gab viel Selbstkritik…. Das war wohl mal nötig.  

Mit Mira haben wir auch Kontakt, die 2 Stunden nach uns erst abgelegt hat. Sie darf sich noch durch die Gewitternacht angeln.

Capo Spartivento (fast an der Fußspitze) Marina Rocella Ionice mittendrinnnnnnnnnn Regenfront über Sizilienschaut nicht so doll aus  unser Kurs nach Sizilien

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