kleines Info zu Vulcano

Vulcano gehört mit seinen Nachbarinseln Lipari, Stromboli, Salina, Panarea, Filicudi und Alicudi zum Archipel der Liparischen Inseln im Tyrrhenischen Meer vor der Nordküste Siziliens.

 

Vom Namen der Insel ist das heutige Wort für Vulkan abgeleitet. In der römischen Mythologie galt die Insel als Schmiede des Vulcanus, des römischen Gottes des Feuers

Vulcano ist mit 21,2 km² die drittgrößte und südlichste der Liparischen Inseln mit einer Entfernung von rund 20 km zur Nordküste von Sizilien

Vom Wirken des Gottes zeugen auch heute noch dampfende Fumarolen, die den höllischen Gestank nach Schwefeldioxid verbreiten. Die Fumarolen säumen nicht nur das Schwefelfeld am Südrand des Kraters, sondern verbreiten ihren Gestank auch an der Küste. Vor allem am Stand von Porto di Levante und am Felsen „Il Faraglione“. Dort befindet sich auch der Schlammpool, dessen Fangobad zahlreiche Touristen anlockt. Der Schlammpool ist aber nicht natürlichen Ursprungs; er entstand bei einer Probebohrung des AGIP-Konzerns. Man wollte testen ob es sich hier loht geothermale Energie zu gewinnen, doch unkontrollierbare Dampferuptionen aus dem Bohrloch vereitelten den Versuch.

Die jüngste eruptive Phase begann am 3. August 1889 und endete am 22. März 1890. Die Eruption begann mit einer starken phreatischen Explosion, der weitere folgten. Am 15. März 1890 förderte die stärkste Explosion tonnenschwere vulkanisch Bomben die mehrere Meter Durchmesser hatten und noch heute an der Fossa zu bewundern sind.

Ein trauriges Kapitel in der Geschichte Vulcanos ist das der Sträflingskolonie. Im 19. Jahrhundert mussten Gefangene den kostbaren Schwefel abbauen, diente er doch zur Herstellung von Schießpulver. Neben Schwefel wurden auch Salpeter und Alaun abgebaut. Doch die schweren Eruptionen gegen Ende des Jahrhunderts machten den schottischen Minenbetreibern einen Strich durch die Rechnung und ließen keinen Stein auf dem anderen. Der Schürfbetrieb wurde eingestellt und die Insel ging wieder in Besitz einheimischer Fischer über. Erst in den letzten Jahrzehnten erlebt Vulcano mit zunehmendem Tourismus eine Renaissance.

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