Palermo….

…. unser  Spaziergang, im wahrsten Sinne des Wortes, durch Palermos Altstadt die die wunderbarsten Zeugnisse aus mehreren Jahrhunderten mediterraner Baukunst aufweist.

Bis zur Viale Della Liberta sind wir mit dem Bus gefahren. Den Stadtplan in der Hand marschierten wir los. Wir hatten uns einige Objekte zur Besichtigung ausgesucht.

Die Viale Della Liberta ist die Einkaufsstraße Palermos. Alle namhaften Designer sind hier zu finden. Wir überquerten die Piazza R. Settimo wo das Teatro Politeama Garibaldi steht. Immer der Nase entlang gelangten wir zum Teatro Massimo, das größte Opernhaus Italiens .  Es ist eines der Symbole für die einstige Größe, den darauffolgenden Verfall und die Wiedergeburt Palermos.  Von dort gelangen wir in die Via Maoueda,  einer Fußgängerzone mit vielen Geschäften  – sagen wir mal für den Normalverbraucher.

Vorbei an einem der umstrittensten Bauwerke Palermos ist der gut 400 Jahre alte Fontana Pretoria Brunnen. Im Volksmund spricht man vom „Brunnen der Sünde“.

Über die Via Vittorio Emanuella gelangen wir ins Albergheriaviertel, das im Mittelalter von Händlern und Handwerker bewohnt war und seit den schweren Bombardements im 2. Weltkrieg das Armenviertel von Palermo ist.

Durch die engen Gassen des Viertels gelangen wir zum Royal Palast der von den Normannen gebaut wurde. Schließlich waren sie ja vom Papst höchstpersönlich damit beauftragt worden, Sizilien den Arabern wieder abzujagen. Man spricht hier häufig von der „arabisch-normannischen Phase“ und meint damit eine Blütezeit der Insel.

In diese Phase bezieht man insbesondere auch die schwäbische Periode Siziliens ein. Das ist tatsächlich kein Scherz: Den Normannen folgten 1194 die Staufer. Der bekannteste von ihnen war Friedrich II, ein Enkel Barbarossas. Er war nicht nur eine der schillerndsten Figuren Siziliens, sondern ganz Europas.

Anschließend schlendern wir über den palmenbestandenen Bonanno-Park, die künstliche Oase Palermos, zur Kathedrale. Auch diese wurde von den Normannen erbaut,  ein mehrfach umgebauter Monumentalbau aus dem 12. Jahrhundert.

Wieder tauchen wir in die Altstadtgassen des Albergheriaviertel ein und gelangen zum pittoresken Ballarò-Markt, der mit seinen bunten Fisch-, Gemüse-, Obst-, Fleisch- und Gewürzständen uns fasziniert. Eingekauft haben wir hier natürlich auch.

Da nun ein paar Regentropfen fallen, unsere Füße nach gut 4 Stunden laufen zu spüren sind, geht es auf den Heimweg – übrigens komplett zu Fuß.

Zum Abendessen gibt es Spagetti Bolognese und Salat, natürlich mit Rotwein…. also typisch italienisch.

PS: Palermo ist eine der sichersten Urlaubsstädte Italiens. Viele Gassen der Altstadt sind aber eng und dunkel. Schon Goethe hat sich hier verlaufen und empfahl daher, auf den Hauptstraßen zu bleiben.

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