Cagliari
In Cagliari ist eine bezaubernde Mischung aus modernem Großstadtflair und mittelalterlicher Welt. Man findet sich in engen Gassen wieder, in die kaum Tageslicht dringt und wo nur ein kleines Stück blauer Himmel zu erahnen ist. Hoch über der Stadt ist die Zitadelle der Museen, die nicht nur wegen der ausgestellten Kulturschätze interessant ist, sondern auch mit subtropischen Gärten und einem herrlichen Ausblick auf Lagunen und Salzseen.
Ihrer bewegten Geschichte verdankt die Hafenstadt die vielen architektonischen Sehenswürdigkeiten. Gegründet wurde sie im 7. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern. Den eindrucksvollsten Blick auf Cagliari hat man sich ihr, so wie wir, als Seefahrer vom Meer her kommend nähert.
Das wuchtige Kastell thront gebieterisch über der Stadt. Zwischen Hafen und Kastell erstreckt sich die Marina, das alte Hafenviertel. Auch wenn hier die Gassen eng und dämmrig sind und der Putz von den Fassaden bröckelt, herrscht geschäftiges Treiben.
Mit diesen Informationen ausgestattet machten wir uns auf die Stadt zu erkunden. Durch die engen Gassen schlenderten um bis zur Kathedrale, den höchsten Punkt der Stadt, zu gelangen. Vorher bestiegen wir noch eines der 3 Stadttore und hatten einen gigantischen Blick über die Stadt und das Umland. Zurück zum Hafen, zog es uns immer wieder in verwinkelte Ecken und ehe wir uns versahen, standen wir wieder an unserem Hafen.
Nach einer Ruhepause an Bord stand erneut ein Zahnarztbesuch an. Wir fanden die Praxis auf Anhieb. Nach einer kurzen Wartezeit ab ins Behandlungszimmer. Auch heute war mir flau im Magen. Hätte vielleicht doch vorher etwas Essen sollen.
Nach einer ¾ Stunde war die Behandlung abgeschlossen, wir 150 Euro ärmer und am wichtigsten: alles war gut danach.
Zurück an Bord, füllte Herwart wieder ein paar günstige Dieselliter in den Tag (Tankstelle neben der Marina) währenddessen räumte ich unsere Einkäufe, die wir auf dem Rückweg von der Praxis getätigt hatten, auf. Auch die Wäsche aus der Wäscherei kam wieder in den Schrank.
Heute wollten wir alleine das abendliche Cagliari kennenlernen und so begaben wir uns in das nächtliche Getümmel.