Früh am Morgen ….

… hat man(n) fast keine Sorgen. Oder doch?

Als ich die Bilge geprüft habe, war vieeeel Wasser darin. Das musste raus geschöpft werden. Puh. Doch wo kommt das her war die große Frage. Nach „etwas“ suchen fand ich den Verursacher: eine abgerutschte Schelle von einem Warmwasserschlauch. (Ja wir haben in letzter Zeit des Öfteren warm geduscht.) „Wer war das?“ –  wollte ich mich lieber nicht fragen. ICH war es jedenfalls nicht.  Das war jedenfalls schon schlecht.

Das mich eine Männergrippe fest im Griff hat, und enorm aus der Bahn wirft, ist auch schlecht.

Aber der Hammer kommt erst noch. Gestern sah das Wetter noch prima aus, um von Sardinien nach Menorca zu segeln. Deshalb sind wir in der Früh um 05:30 Uhr aufgestanden. Doch der angekündigte Mistral hat es sehr eilig, so sagte der heutige Wetterbericht voraus: Morgen hätten uns Gewitter und Wind bis ca. 8 bft (fast von vorne selbstverständlich) erwischt – und bleibt mindestens eine Woche so. Das ist gaaanz schlecht und das wollen wir uns nicht antun. Also muss Plan B entwickelt werden.

Somit liegen wir nun für eine Woche auf Sardinien fest. Dann haben wir unseren neuen Zeitplan erstellt, in dem wir bis Gibraltar kommen würden. Es würde Ende Oktober werden. Auch das ist sehr schlecht, denn die Herbststürme werden eher zunehmen. Also muss Plan C entwickelt werden. Grrrr.

Derzeit segeln wir, sehr gemütlich, zur Insel St. Pietro an der Westseite von Sardinien. Brigitte und Wolfgang (von der Nanook – schöne Grüße) haben uns diesen Flecken als lohnenswert empfohlen.

Übrigens mag ich es gar nicht, wenn ich ein Buch zu lesen anfange und Edith dies dann auch lesen möchte. Ratet mal wer zuerst fertig mit dem Buch ist. Grrrr – Smile.

Also ich habe das Buch fertig, Herwart ist nun Herr über diesen Buch und kann lesen wann und wo er will.

So gemütlich wie heute sind wir schon lange nicht mehr gesegelt. Als klar war, dass wir nicht Menorca ansteuern, liefern wir unter Segel ruhige 3,5 Knoten, ab und an waren es auch nur 3.  Carloforte ist nicht ganz einfach anzusteuern, da es hier sehr flach ist. Ganz normal sind so um die 5m. Im Hafen wollten wir an den Gästekai, aber da hat sich ein großes Fischerboot längs angelegt und so durften wir in die Marina. Na ja bei 20 Euro pro Nacht lässt sich das auch verkraften.

Unser Nachbar, ein deutscher Segler aus Nürnberg der heute aus Tunesien ankam, berichtete uns über seinen Sommertörn heuer quer durchs Mittelmeer.  So verging der Nachmittag wie im Flug und nach einem Nickerchen erkundeten wir Carloforte.

Mai ist des eine niedliche Stadt.  Wir schlenderten durch enge Gassen und natürlich stiegen wir auch Stufen (172) hinauf. Wir wurden mit einem tollen Blick über die Lagune belohnt.

So wie es aussieht werden wir Morgen wohl noch hier bleiben und auch überlegen wie es weiter geht.

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