Hurra wieder an Bord…

Unser Flug nach Malta startete pünktlich und dank Rückenwind kamen wir sogar eine Viertelstunde vor der Zeit an. Unser Gepäck war eines der ersten das sich über das Förderband bewegte. Also flott zum Mietwagencenter um unseren fahrbaren Untersatz abzuholen.  Während Herwart die Formalitäten dafür erledigte, schaltete ich das Ipad ein, dass wir brauchten um uns mit dem Routenplaner über die Insel zu bewegen. Klappte auch, bis auf das es kein Netz und kein GPS gab. Verdammt, hatte noch schnell zu Hause die aktuelle Software aufgespielt, also ein Update vorgenommen.  Wohl alles gecheckt aber, dank Wlan Zuhause, ist mir nicht aufgefallen dass es kein Netzbetreiber mehr gab.

Nach einigem Hin und Her, Fahrzeug war schon beladen, Herwart durfte eine 2. Zigarette genießen, gab ich es auf und nahm das iPhone als Navi. Wir also los gefahren, die Richtung war ja eigentlich klar aber… Herwart flott unterwegs, gewöhnte sich also ganz schnell an den Linksverkehr, befand sich wie fast immer auf der rechten Spur und man glaubt es kaum, auch auf Malta sind Sonntagsnachmittags Autos unterwegs. Schon waren wir an der Ausfahrt, die sich links befand vorbei. Huch… also versucht umzukehren aber… dann war der Wurm so richtig drin. Wir fuhren immer wieder an den Ausfahrten vorbei. Mal näherten wir uns unserem Ziel, mal entfernten wir uns.  Zwischendurch fragte ich mich warum ich nicht das iPhone 6 gekauft habe, dass hätte ein größeres Display. Irgendwie waren wir dann doch auf der richtigen Straße die uns umgehend nach Msida brachte. Nun galt es die richtige Abzweigung zu finden und man glaubt es kaum, auf Anhieb auf der Straße die zum Mama Mia (Restaurant) führte gefunden. Nun war es ein Kinderspiel auf den Parkplatz und vor unserem Steg den Wagen parken.  

Ciganka eingestaubt vom Sahara Sand lag in der Sonne ruhig am Steg. Gangway runter, Schlüssel raus und ab aufs Boot. Zuerst mal alle Fenster auf, damit die frisch Luft durchs Boot wehen kann.

Herwart stemmte unsere Taschen (leider war ich gehandicapt trotz Ibu 800) an Bord und holte noch den Rest aus dem Auto. Derweilen packte ich gleich mal die mitgebrachten Dinge aus. Freunde von uns fragten uns am Freitagabend was wir denn noch so alles mitnehmen, denn eigentlich müsste alles an Bord sein. Und es gibt immer noch etwas das mit soll, muss, möchte….. schmutzige Wäsche, die wir mitgenommen haben, kam wieder, natürlich frisch gewaschen an Bord; hochprozentigen Alkohol, der gut verstaut zwischen der Wäsche die Reise gut überstand; einen Transportwagen, klappbar, damit schwere Dinge, wie Benzinkanister in Zukunft gefahren werden können; Bücher, ja auch wir haben einen Tolino aber ein Buch ist ein Buch und die Bibliothek meiner Mama ist gut gefüllt mit Büchern die wir noch nicht kennen; Laptops, iPad, iPhone, Tolino, Akkuladegerät, Fotos, Action Cam mit den dazugehörigen Kabeln; Dose Primer und Bootsfarbe; Wurstdosen vom Büschelhof; selbstgemachte Marmelade von Helga; Revierinformationsbücher; wichtige Dokumente (Bootsversicherung, Krankenversicherung etc) füllt übrigens auch einen kleinen Ordner; nicht zu vergessen Wolle zum Sockenstricken und Tasche häkeln, falls mich mal wieder die Langeweile erwischt,  Nähgarn keine Baumwolle;  Bootshausschuhe von Agnes genäht; neue Bootsschuhe für Herwart, diverse Schuhe; etc.  Man weiß ja mittlerweile, eingespielt wie wir sind, wo alles verstaut wird und danach es gab ein Bierchen in der Sonne.

Nach einem kleinen Spaziergang begaben wir uns ins  Restaurant Mama Mia und bei frisch gezapften Bier, leckerer Pizza zog unser letzter Tag/Abend  Zuhause noch mal an uns vorbei, der nicht unser Abend war.

Eigentlich verlief der letzte Tag Zuhause ruhig und entspannt, die letzten Dinge wanderten in die Taschen, diese gewogen, Gewicht passt und zu. Auch noch ein paar Handgriffe erledigten wir Zuhause und mit dem Gefühl alles ist gut, begaben wir uns in die Windachalm um nochmals bayrisches Essen zu genießen.  Entspannt und fröhlich kamen wir Zuhause an, als ich noch Schuhe an der Garderobe von mir stehen sah, also diese ab ins Schuhregal in den Keller bringen wollte. Sollte ja alles seine Ordnung haben. Schuhe in der rechten Hand trat ich auf die Kellertreppe als ich auf der 3. Stufe ins Rutschen kam. Ich glaube bei der 4. oder 5. landete ich auf der Stufe, versuchte mich aufzufangen rutschte mit dem Fuß wieder ab, kam mit dem Po auf und mein Rücken Höhe der Schulterblätter schlug auf der Stufenkante auf. Mir blieb die Luft im wahrsten Sinne des Wortes weg. Auf allen vieren nach oben, mich aufs Bett gezogen und versucht wahrzunehmen was tut mir weh oder nicht.  Nachdem ich mich ein wenig beruhigt hatte, stand ich auf und begab mich aufs Sofa um mit Herwart das Länderspiel England – Deutschland anzusehen. Dabei merkte ich wie der Schmerz sich über den Rücken und Po verbreitete. Na das kann ja Lustig werden die nächsten Tage.

Herwart zog es nach dem Spiel auf die Toiletten und kam dort angelangt, ertönte ein Schrei „Alarm“ komm schnell. Das Wort schnell hätte er sich sparen können. Wie ich mich bewegte beschreibe ich hier mal nicht. Als ich endlich bei ihm angekommen bin, bekam ich den Befehl Wasser absperren. Benebelt vom Schmerz verstand ich erst nicht was er eigentlich wollte, jedoch ein Blick auf den Gästetoilettenboden sagte mir alles. Es stand Wasser. Ich vermutlich zu langsam, sprang Herwart an mir vorbei um selbst in den Keller das Wasser abzudrehen. Ich folgte ihm und stand im Hauswirtschaftsraum im Wasser. Es plätscherte von der Decke, wo die Rohre aus dem  Gäste WC kommen. Spritze auf die Waschmaschine und Trockner und von dort floss es in aller Seelenruhe auf den Boden und suchte sich gerade den Weg in den großen Kellerraum.  Nun wurde ich doch bedingt durch die Situation beweglicher. Wanne auf die Geräte gestellt, damit das Wasser nicht weiter kann. Wischlappen und Eimer um den Boden aufzuwischen. Mittlerweile übrigens kurz vor Mitternacht. Als ich den Keller soweit wieder trocken gelegt hatte, ab zu meinem Mann den ich bis dato nur durch Fluchen hörte. Er hatte den Drücker des WC`s zerlegt und versuchte das Absperrventil zuzudrehen. Es muckte bis es endlich geschlossen war. Aber es tropfte immer noch. Was war passiert? In dem Drücker war ein Teil gebrochen und sorgte dafür, dass das Wasser immer lief. Der Behälter lief voll,  somit über und drang über die Abflussrohre auf den Boden des Gäste WC`s und  in den Keller.  Nach gut 20 Minuten, einer gefühlten Ewigkeit konnten wir Luft holen. Gestoppt aber es tropft noch da das Ventil nicht mehr dicht ist.

Es ist einfach schön einen Schwiegersohn zu haben, der ein lieber Kerl ist, bootsinteressiert, handwerklich begabt und dazu noch ein Gas-Wasserinstallateur Meister. Er hat alles im Griff hat er uns noch kurz vor dem Abflug bestätigt, er kümmert sich um unser Wasserproblem.

So durften wir entspannt gestern nach Malta fliegen mit dem Wissen, dass Papa bei seinen Enkelkindern gut aufgehoben ist, Florian mit Unterstützung seiner Geschwister sowie Helga und Kurt um Haus und Hof kümmert. Das Rico unser Schwiegersohn sich um unser neues Problem kümmert. Vielen, Vielen Dank an alle.

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