Fast turbulenter Tag…..

 

Der Marinero kam kurz nach dem Frühstück und informierte uns, dass wir uns heute Umlegen müssen.  Morgen wird unser Platz benötigt, da die Sommerliegeplätze sich langsam füllen und wir auf solch einem liegen.

Derzeit pfeift der Wind ganz schön um die Ecken und da wo wir hin sollen, ist es zu eng um auf Anhieb auf den Liegeplatz zu kommen. Also kam von uns das Kommando „Später wenn der Wind nachgelassen hat“.

Aber die Herren waren so freundlich unser Paket aus Deutschland mit dem Dingi zu liefern, das gestern mit der Post eintraf. Herwart hatte ja schon nach dem Frühstück versucht dies abzuholen aber ein leeres Marinebüro vorgefunden.

Wir waren Baff, das Paket ohne den kleinsten Schaden, keinen Riss, keine Delle vorzufinden…. wow und die Lieferung innerhalb von 8 Tagen. Echt super. Herwart hievte das 30 kg Paket an Bord…. aber nur ins Cockpit. Hier haben wir das Paket geöffnet und irgendwie kamen wir uns vor wie Weihnachten…. . Poe a Poe wurden die Dinge mit einer Ikea Tasche in den Salon geschafft.  Ich war gerade dabei gewesen, die diversen Kabel zu beschriften und sortiere, damit die Sucherei ein Ende hat. Alle in beschriftete Tüten verpackt, habe ich nun die Hoffnung dass sogar Herwart das richtige Kabel auf Anhieb findet. 

Es dauerte bis alles aus der Kiste an seinen Ort geräumt wurde. Nun am frühen Nachmittag genehmigten wir uns ein kleines Schläfchen, immerhin ist heute Feiertag.

Kurz vor 17 Uhr kamen die Marineros wieder und meinten es ernst mit dem Umlegen, der Wind pfeift immer noch ganz schön und das von der Seite… nicht gut für Ciganka. Aber was soll`s bevor wir Morgen vor dem Frühstück Stress haben, dann lieber jetzt. Gebt uns eine halbe Stunde und wir sind Ablege fertig.

Also alles liegen und stehen lassen und Ciganka zum Ablegen fertig gemacht. Sie waren pünktlich die Herren und der Motor sprang, wie nicht anders zu erwarten war, auf Anhieb an. Also ab die Post….

Irgendwie meinten die Herren sie müssten mir erklären wie ich zu fahren habe und zur Unterstützung stupsten sie Ciganka an. Der „Schuss“ ging nach hinten los den sie schoben mich auf den Nachbarsteg. Mehr als Vollgas nach vorne konnte ich nicht geben. Ich gab ein Zeichen und endlich ließen sie Ciganka ziehen. Drei Stege weiter also links in die Gasse aber da war das Boot nicht mehr das gestern noch als erstes lag. Eigentlich hatte ich die Hoffnung mich zwischen die beiden Yachten einzufädeln und es wäre alles ok. Aber nun war freie Bahn für Wind und Schwell grrrrrr.

Die Anfahrt klappt gut ich stand perfekt als ich den Rückwärtsgang einlegte und Gas gab ….. eigentlich… denn nun pustete der Wind nochmals kräftig mit einer Bö und drückte uns weiter, dazu die Strömung und schon war es mit dem perfekten Anlegemanöver vorbei.  Sch….. Mist halt. Die Marineros mit ihrem roten Gummiboot schoben mich, äh natürlich Ciganka, in Position und dann passte es wieder. Der Rest Landleine und Muring anbringen war ein Kinderspiel.

Bei so viel Anstrengung und das an einem Feiertag, haben wir uns ein Anlegebier verdient.

Nach einer kleinen Pause, eine Spring gelegt, Gangway den Gegebenheiten angepasst und was man halt noch so alles tut, wenn das Boot endlich fest liegt.

Nun ziehen graue Wolken auf, so wie es der Wetterbericht prophezeit hat. Regnen soll es nicht und Morgen wieder blauer Himmel sein ….. Sommer.

Zum Abendessen gab es heute Rinderfilet in Scheiben mit Gemüse und Ebly. Einen leichten Roten haben wir dazu genossen.

Beim Essen Planung für Morgen gemacht, mal gucken wie sich alles so umsetzten lässt……. wir haben Zeit.

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