Man glaubt es kaum….
…… es gibt noch Wunder ….. Alexander, der Rigger kam heute wie mit Herwart am Freitag ausgemacht um 9:30 Uhr. Mit 4 Mann stand er vor Ciganka. Wir ähhhhh der Wind, fast 40 km/h ???? . Kein Problem meinte er. Na dannnnnnn. Herwart hat sich erstmal von ihm erklären lassen, was er genau vor hat und wie seine Vorgehensweise ist. Danach kamen sie an Bord. Ich verzog mich unter Deck und habe meine Nähmaschine hervorgeholt, es gab wieder einige Dinge zu flicken.
Ab und an schaute ich aus dem Fenster um zu gucken was die Herren denn da so treiben. Einer war oben am Großmast und die anderen werkelten unten mit Leinen, diversen Bolzen und Wantenspanner. Dazu wehte der Wind in Böen und unser Mädel schaukelte hin und her…. Ich wollte übrigens heute nicht im Mast sein.
Um kurz nach 11 Uhr lag das Vorstag am Kai. Herwart besah sich mit Alexander und John die Halterungen und Herwart meinte anschließend, es war gut dass es ausgewechselt wird. Das Material zeigte an einem Teil erhebliche Abnutzungserscheinungen. Das hätte früher oder später Probleme verursacht.
Alexander hat sich mit seinen Mannen in seine Werkstatt verzogen und sie wollen morgen früh wiederkommen – wenn alles geklappt hat. Der neue Draht wird mit Halterungen versehen und neue Wantenspanner und Halter müssen besorgt werden. Dann soll der Wind übrigens auch massiv nachgelassen haben und die Montage wird dann etwas leichter.
Unsere neuen Dyneema Leinen sind bei Johann im Marineshop um je Leine ein Auge mit Kausch ein spleißen zu lassen. Alle Zugleinen am Großmast werden ausgewechselt, da beim Messen der Stärke diese Unterschiede von bis zu 4mm aufwiesen.
Mittlerweile hatte ich meine Näharbeiten beendet und begab mich in die 3. Kabine um im neuen Schrank ein wenig aufzuräumen. Man(n) aber auch Frau holt raus und legt wieder rein….. ehe man sich versieht ist alles etwas Kuddelmuddel. Danach habe ich mir die Bugkabine vorgenommen. Wir bekommen am Mittwoch Gäste, Dieter und Daggi fliegen von München aus kommend ein. Mal gucken wann sie kommen, denn Mittwoch ist am Flughafen in MUC Streik für 24 Stunden angesagt. Es wird spannend…..
Also zurück zur Bugkabine, die habe ich geschrubbt, Betten überzogen und etwas Platz gemacht für die Dinge die die Beiden mitbringen. Ob sie die große oder kleine Schlaffläche bevorzugen, können sie ja vor Ort entscheiden.
Herwart hat inzwischen angefangen unseren neuen Solarlüfter einzubauen. Natürlich musste der alte Lüfter ausgebaut werden. Irgendwie hat Herwart die Einbauanleitung nicht so richtig studiert. Wir haben also die Decke gelöst, damit Löcher für die Befestigung gebohrt werden können. Als die Decke an dieser Stelle unten war, übrigens mit ca. 20 Schrauben befestigt….. stellte Hewart`le fest, dass dies ja alles von oben, also draußen gemacht wird……… Wie heißt es so schön „wer lesen kann ist im Vorteil“. Stimmt wir wären ca. 1 Stunde schneller fertig geworden. Will ja nicht jammern, denn wir hatten Glück, dass die Aussparung der alten Belüftung die gleiche Größe hatte wie die Neue.
Sechs Löcher bohren, Schrauben rein, Schalter an und er läuft. Ein tolles Stück, er kann dank Akku 24 Stunden laufen, also auch bei Nacht und wenn es regnet hat unsere Pantry nun eine Entlüftung. Wenn wir den Propeller austauschen, ist es möglich auch Frischluft anzusaugen. Wir werden sehen,, wie sich das alles in der Praxis behaupten wird.
Nach einer kleinen Pause fielen uns die Augen zu und wir machten Augenpflege. Leider unter Deck, da der Wind so heftig geworden ist, dass man das Gefühl hatte aus dem Cockpit geweht zu werden.
Danach ein paar Handgriffe, wie großen Dingi Motor zu Johann bringen, damit der Service gemacht werden kann, Motorraum gesäubert und dann ab unter die Dusche.
Zum Abendessen gab es Spargelcremesuppe und Rostbratwürst`l (gestern eingeflogen) dazu ein Bierchen.
Es stöhnt und schnauft aus der Pantry Herwart spült ab…… es wird wieder an Bord gekocht und die Menge des Geschirrs zum Abspülen hat enorm zugenommen seid ich wieder an Bord bin. Herwart: Alleine in drei Tagen nicht so viel abgewaschen, wie an einem Tag mit dir.
Der Wind pfeift immer noch durch die Wanten, aber das Boot liegt nun ruhiger und zerrt nicht mehr so heftig an den Leinen. Es könnte eine ruhigere Nacht werden…….
