Wir pendeln rauf und runter und wieder rauf….
… die Ostküste von Sizilien.
Eigentlich war unser heutiges Ziel Ragusa. Der Wind sollte aus SW mit Böen bis zu 23 Knoten bzw. W bis 20 Knoten kommen. Also Segeln bis zum Cap Spadaro und dann wenn wir Glück haben hart am Wind so ca. 5 Meilen bis zum Cap Scalambri weiter so die Theorie Wind aus ca. 40 Grad bis Ragusa.
Die Praxis – raus aus der Marina Marzamemi und Segel gesetzt. Ciganka lief gut bis wir am Cap Spadaro den Kurs westwärts änderten (ansonsten wären wir in Malta gelandet) und den Wind auf die Nase bekamen. Wir hatten das Gefühl eine Vollbremsung hinzulegen. Motor an, Segel runter und gegen an. Nicht nur Wind mit permanenten 6 bft. Ja auch die Welle kam voll auf die Nase und so war Achterbahn angesagt.
Wir saßen im Cockpit schweigend und schauten uns das so ca. 10 Minuten an. Dann meinte Herwart „sind wir wieder zu zielorientiert?“. Mhhh wir haben drei Möglichkeiten: ca. 5 Stunden uns durchschütteln zu lassen (DAS wollen und müssen wir nicht haben), zurück nach Marzamemi und Ruhe in ca. 1 Stunde oder nach Siracusa und in 5 Stunden den Anker werfen.
Wir drehten um. Setzten Segel und glitten ruhig und entspannt mit Wind und Welle von hinten bis zum Cap Spadoro um dann mit Halb Wind, übrigens mit 7bft permanent, nicht in Böen. Teilweise hatten wir tolle Schubkraft von hinten und so brachte es Ciganka heute auch mal auf über 8 Knoten.
Früher als erhofft konnten wir um 15 Uhr den Anker im Ankerfeld von Siracusa werfen. Zu unserer Überraschung nun fast kein Wind und kein Schwell.
Gemütlicher Nachmittag rundete den Segeltag ab. Allerdings dann doch mit „etwas“ Schwell ab und zu.
Da südlich wie nördlich von Sizilien heftige Westwinde wehen und dies in den nächsten Tagen anhalten soll, sitzen wir sozusagen in der Mitte und studieren Wetterkarten ob rauf oder runter oder rauf oder doch vielleicht wieder runter.
Mal gucken wo wir Morgen landen werden.