Abendliches Catania
Die wegen der vielen spätbarocken Baudenkmäler von der UNESCO zum Welterbe erklärte Stadt Catania liegt an der Ostküste von Sizilien. Da viele Gebäude aus Lavagestein bestehen, bezeichnet man die Stadt auch als die Schwarze Tochter des Ätna.
Neugierig geworden durch unsere Recherche machten wir uns auf den Weg in die City. Das Hafengelände ist im Umbruch, es soll wohl ein neues Ambiente entstehen mit neuen modernen Häuser und Bars, Cafes. Auch die Straßen bzw. die Fläche wird erneuert und so liefen wir durch eine Baustelle bis wir das Gelände verlassen konnten.
Die Eisenbahn grenzt das Hafenviertel von der Stadt ab. Als wir am „Eingang“ der Stadt standen, machten wir uns schweigend auf den Weg in die City. Wir staunten über baufällige bzw. heruntergekommene Häuser, Ratten die über den Fußweg liefen…. uns war etwas mulmig. Immer der Nase nach fanden wir das Zentrum, den Domplatz mit seinem Elefantendenkmal. Hier wirkte alles hell und freundlich und auch die Menschen kamen uns anders vor.
Wir schlenderten die Via Etna, eine Straße die ca. 3km lang ist und die Straße in Catania ist. Belebt durch Geschäfte, Cafés und Bars. Die Fußgängerzone erstreckt sich vom Domplatz bis zur Piazza Stesicoro. Wir kamen am Gymnasium und der gegenüberliegenden Universität vorbei die im spätbarocken Stil erbaut sind und noblen Geschäften. Blickten in die Seitenstraßen und hatten keine Lust diese zu erkunden, was bei uns eigentlich gang und gebe ist…. ab ins „Hinterland“.
An der Piazza Stesicoro machten wir kehrt und gucken nach einem Cafe oder Bar, wo wir gemütlich einen Aperitif trinken konnten. Mhhh irgendwie gefiel uns keines so richtig. Kurz vor dem Domplatz wurden wir fündig. Zuerst saßen wir schweigend und beobachteten die Menschen die vorbei schlenderten, marschierten, bummelten oder es sehr eilig hatten. Ein bunt gemischtes Völkchen.
Wir stellten fest, dass hier das typische italienische Flair fehlt. Auch die Eleganz die die Italiener aufweisen – egal ob sie auf den Markt, in die Bar, Bummeln oder ins Restaurant gehen – fehlt.
Als wir kurz vor 21 Uhr zahlten merkten wir, dass eine Art „Flucht“ der Menschen stattfand. Die Fußgängerzone leerte sich schnell ebenso wie der Domplatz. Auch in den Seitenstraßen gähnende Leere. Normalerweise hat das sprudelnde, turbulente und fröhliche Leben der Italiener um diese Uhrzeit ihren Höhepunkt.
So machten auch wir uns wieder auf den Weg in die Marina, diesmal an der Hauptstraße am Rande der „Stadt“ entlang. Nun mit Beleuchtung wirkte die Gegend nicht mehr so garstig.
In einer der Informationen über Catania stand „wenn man erst mal das Hafenviertel hinter sich gelassen hat und die Stadt betritt kann man die Schönheit und den Flair dieser erkennen“.
Wir haben uns schwer getan und können die Stadt nicht so richtig einordnen.
PS:
Die Marinas gefallen uns eher nicht, auch angesichts der Preise: eine kalte Dusche, 47 € pro Nacht, derzeit unansehnliche und laute Baustelle; die andere „bessere“ kostet 50 € und liegt nahe der Hauptstraße und deshalb auch nicht ruhig.