Tauchrevier Ustica

Wenn man die nachstehenden Zeilen liest, grummelt es in unserem Bauch, da wir aufgrund meiner gesundheitlichen Beschwerden auf Malta den Tauchkurs nicht machen konnten. Aber wie heißt es so schön „Aufgehoben ist nicht Aufgeschoben“.

Sucht man ein Urlaubstauchgebiet im Mittelmeer mit außergewöhnlichen wunderschönen Tauchplätzen bietet Ustica alles was ein Taucherherz begehrt.                                                                                                          

Unter Tauchern ist diese sizilianische Insel als ein idealer Badeort und als die Taucherinsel Siziliens bekannt. Aufgrund ihres vulkanischen Ursprungs hat die Insel einen atemberaubenden Küstenstreifen welcher sich über und unter Wasser mit wunderschönen Felsformationen, zauberhaften Grotten, Höhlen und Schluchten zeigt, die von Taucher sehr gerne betaucht werden.

Die Insel Ustica ist mit ihrem Meeresnaturpark ein Wallfahrtsort für Taucher, da die Unterwasserwelt hier besonders schön und von der Fischerei seit mehr als 20 Jahren unberührt ist. Das Meeresschutzgebiet wurde in streng geschützte  Zone aufgeteilt.

Daher trifft man hier während der Tauchgänge auf einen Reichtum an Fischen und farbigen Unterwasserlandschaften an, was im gesamten Mittelmeer seines Gleichen sucht. Einige besondere Highlights der herausragenden Tauchplätze sind die großen Zackenbarsche, die Barrakuda- und Stachelmakrelenschwärme, mehrere wunderbar bewachsene Wracks, atemberaubende Steilwände mit großen Kolonien an Krustenanemonen und viele Unterwassergrotten mit Labyrinthen und UW-Höhlen in denen man große Mengen an Garnelen bewundern kann.

Ustica heißt Mittelmeer-Tauchen vom Allerfeinsten.

Das Meeresschutz-Gebiet

Im Jahre 1986 wurde das Meeresschutzgebiet Ustica von den Stadträten der Insel eingerichtet. Dieses war auch der Startschuss für die touristische Erschließung und Entwicklung der Insel und für das Sporttauchen.

Die positive Resonanz auf diese Maßnahme zeigte sich bald in der wachsenden Zahl von Sporttauchern, welche seitdem gerne die Insel besuchen und das geschützte Gewässer vor Ustica erforschen.

Die in der einzigartigen Struktur des vulkanischen Abgrunds der Insel mit ihren reinen Küstengewässer und einer reichen und farbenprächtigen Vielfalt einer außergewöhnlichen Flora und Fauna die nur wenige Meter unter der Wasseroberfläche beginnt, waren ein weiterer großer Anziehungspunkt für die Sporttaucher.

Der Meeresschutzpark wird in drei Zonen unterteilt:

ZONE „A“ STRICT CONSERVATION AREA: Abgegrenzt durch 5 große gelbe Bojen 350 Meter von der Küste entfernt ist diese Zone des Meeres von der kleinen Bucht (Caletta) zur Sidoti-Bucht (Cala Sidoti) ist dieser Teil der am strengsten geschützte Bereich des Schutzparks. Das Durchfahren mit Booten oder Ankern, das angeln von Land aus sowie jede Tätigkeit welche die Umwelt stören könnte ist hier strengstens verboten. Der Zugang zum Schwimmen wird nur von der Küste am Strand von Caletta und Cala Sidoti erlaubt.

ZONE „B“ GENERAL CONSERVATION AREA:

 Dieses Gebiet des Schutzparks wird durch die Leuchttürme von ‚Punta Cavazzi‘ und ‚Punta Omo Morto‘ auf der nördlichen Küstenlinie vor Ustica abgegrenzt und erstreckt sich für drei Seemeilen auf das Meer hinaus. Sportbooten und dem Linienverkehr ist es erlaubt dieses Gebiet zu befahren, auch Angeln und Sporttauchen ist erlaubt, aber Unterwasserfischen ist streng verboten. Auch Organismen, Muscheln, Tiere, Pflanzen oder Minerale dürfen aus diesem Gebiet nicht entnommen werden. Berufsfischer, die auf Ustica wohnen, können in dieser Zone mit einer Erlaubnis durch den Stadtbezirk operieren.

ZONE „C“ PARTIAL RESERVE:

Dieses Gebiet betrifft die ganze südliche Küste der Insel. Von Punta Omo Morto  bis Punta Cavazzi und erstreckt sich für drei Seemeilen auf das Meer hinaus. Alle durch die gegenwärtige italienische Gesetzgebung erlaubten Seetätigkeiten werden in diesem Gebiet erlaubt. Seit dem Jahr 2000 ist das Unterwasserfischen auch in dieser Zone C verboten. Eine Erlaubnis ist für die kommerzielle Fischerei notwendig und wird nur den lokalen Usticafischern ausgegeben.

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