Verkehrte Welt…
… oder aber: manchmal bringt ein Unglück Vorteile. Denn aufgrund meines verbundenen Fingers kann ich nicht mehr abspülen. Somit darf ich Schriftsteller sein und Edith die Spülmeisterin.
Nach einem gemütlichen Frühstück bin ich also erneut ins Krankenhaus gegangen. Und dort durfte ich erst einmal waaarrrtteennnn. Als ich dran war, war während der Behandlung jeder dritte Satz: Wenn wir den „Holzbalken“ nicht heraus bekommen, muss der Fingernagel weg. Ich habe heftig gebetet. Und es hat geholfen. „I‘ve got it“ entfuhr es dem Gott in weiß nach einiger Zeit. Mei war ich happy, denn die örtliche Betäubung im Finger war nicht ohne – und mehr Schmerz wollte ich nicht aushalten müssen. Danach eine Tetanusspritze zur Auffrischung und dann ab aufs Boot.
Edith war während dessen nicht untätig. Sie hat den Computer samt Bildschirm eingebaut und eingestellt/eingerichtet. Und auch eine Million kleine Handgriffe wurden getätigt.
Dann kam auch schon Udo, der uns den Unterboden wieder auf Vordermann bringen soll und auch andere Arbeiten erledigen muss, um dies und das zu besprechen.
Anschließend hat mich das Bett gerufen – ich schlafe nachts immer noch sehr schlecht. Kaum die Äuglein wieder geöffnet gab es Kaffee. Und dann haben wir das Werkzeug ausgepackt und los ging es: zwei mal 6 Löcher gebohrt und dann eine Umlenkrolle für die Windsteueranlage gangbar gemacht. Danach ab unter die Dusche und leckeren Nudelauflauf mit Salat und Rose genossen.
Bild: Finger ist noch drannnnnn
