Auf zu neuen Abenteuern….
Es geht wieder weiter nordwärts. Die Futuro Dos hat sich entschieden mit uns die Nord- und Westküste Sardiniens zu erkunden.
Unser heutiges Ziel das Maddalena Archipel. Es sind ca. 25 Seemeilen bis zur Insel Caprera wo wir in der Bucht Porto Palma an eine Muring der Parkverwaltung gehen wollen.
Wie so oft der Wind auf die Nase. Die Hoffnung am Capo Figari dass sich der Wind dreht war leider Fehlanzeige. Also unter Motor gemütlich unsere Bahn gezogen. Wir genossen es in Ruhe die Küste von Nordsardinien zu bewundern. Es wechseln sich Sandstrände mit Hügellandschaft und kleinen Ortschaften ab. Einfach wunderschön.
Jedoch auf Höhe von Porto Cervo (Yachthafen der sagen wir mal – sehr Reichen) war es mit der Ruhe vorbei. Schon von weitem sahen wir eine Menge Segelboote mhhhh was ist hier los. Als wir näher kamen dachten wir an eine Regatta aber so kreuz und quer machte uns stutzig. Je näher wir kamen desto mehr kamen wir ins Staunen. Da kreuzen ca. 25-30 SuperMegaSegelyachten mit Carbonsegel und einer Besatzung von 15-25 Mann. Wir hatten zu tun um durch das ganze Gewurschtelt durchzukommen. Eine aufregende und stressige Stunde, wir waren an einem Spielplatz der Reichen angekommen.
Als wir die Passage zwischen dem Capo Ferro und der Isola delle Bisce passiert hatten, wurde es ruhiger und wir konnten unser Ziel ansteuern.
Bei der Anfahrt der Bucht Porto Palma, sahen wir viele Segelboote drin liegen. Na ja hoffentlich bekommen wir noch zwei Bojen. Beim Näherkommen stellten wir fest, dass es gar keine Bojen gibt, alle liegen vor Anker. Dann Ankern wir halt auch, ist ja kein Problem.
Ein schönes Plätzchen gefunden und das Eisen auf knapp 4m versenkt. Nun lasen wir in unserem Revierführer nochmals nach, auch das Internet durfte mitarbeiten, wie sich das hier verhält. Wie schon erwähnt, sind wir von Bojen ausgegangen. Regeln des Nationalparks sind etwas wider-sprüchlich und wie es so schön heißt „werden oft geändert“. Also hat sich Herwart mit Martin ins Dingi gesetzt uns unsere nächsten Nachbarn abgefahren. Auch da unterschiedliche Auskünfte. Wir haben beschlossen zu bleiben und abzuwarten. Die Holländer sind seit drei Tagen hier und noch kein offizieller hat sich sehen lassen.
Der Wind pfeift gerade richtig durch die Wanten, das hätte auch ein paar Stunden früher sein können. Schwimmen waren wir auch schon aber es ist kälter als in der letzten Bucht.
Nun wird es Zeit fürs Abendessen. Heute gibt es Nudeln mit Gorgonzolasoße und gemischten Salat.
Morgen geht es wieder weiter um der Unsicherheit (Dokumente für die Sportschifffahrt) des Naturschutzgebietes aus dem Weg zu gehen. Mal gucken wo wir morgen landen.