Wir erobern Castelsardo
Castelsardo
Die Küstenstadt Castelsardo liegt auf einer felsigen Halbinsel, auf deren höchstem Punkt im 12. Jahrhundert ein Kastell errichtet wurde. Von hier kontrollierten die Genuesen den Seehandel vor der Küste.
Im 15. Jahrhundert wurde die Festung von den Spaniern erobert und verlor später zunehmend an Bedeutung.
Gleich unterhalb des Kastells steht auf einem dem Meer zugewandten Felsvorsprung die „Cattedrale di Sant’Antonio Abate“. Die Kirche wurde aus Basaltsteinen gebaut, was ihr ein etwas düsteres Aussehen verleiht. Das Innere ist reich verziert mit teilweise vergoldeten Schnitzereien und Gemälden.
So ein wenig Information aus dem Internet ……
Am heutigen Nachmittag wollten wir die Altstadt und das Kastell erkunden. Als wir, Martin, Lupita, Herwart und ich geschniegelt am Steg stand, fielen die ersten Regentropfen…. Was soll`s die paar Tropfen, wird schon wieder aufhören. 20 Minuten soll es dauern bis man in der Stadt ist….. das war wohl leicht untertrieben. Aber vielleicht lag es auch daran, dass wir immer wieder stehen blieben um unsere Augen schweifen zu lassen.
Gleich nach dem Eingang in die Altstadt, steht man vor dem Kastell das ich besichtigen wollte. Als ich schon an der Kasse stand, kam auch Herwart und kurz danach unsere Schweizer um sich die alten Steine doch noch anzusehen. Die drei Euro pro Person haben sich gelohnt. Selten habe ich ein altes Gemäuer in so gutem Zustand und liebevoll restauriert gesehen. Castelsardo ist auch bekannt für das Korbflechten. Im Kastell ist ein Flechtmuseum das wunderschöne Arbeiten zeigt.
Anschließend bummelten wir durch die Altstadt und waren baff, dass diese wie ausgestorben ist. Ein Großteil der Häuser ist bewohnt, man hört ihre Stimmen aber gesehen haben wir nur einsame Frauen die von ihrer guten Stube Flechtarbeiten anbieten. Kaum Touris unterwegs. In den netten kleinen Restaurants gähnende Leere.
Nach dem Rundgang begaben wir uns in die neue City auf der Suche nach einer Taverne. In einer Seitengasse wurden wir fündig und haben lecker gegessen.
Als wir uns auf dem Weg zur Marina machten, fing es natürlich wieder an zu regnen. Nicht schlimm so dass wir in aller Ruhe naja bis auf die Unterbrechung, dass Lupita unbedingt in einem Chinesenladen stöbern wollte, während Herwart einen Bankautomaten quälte unserem Heimweg genießen konnte. Auf dem Meer konnte man noch ein paar Sonnenstrahlen erahnen.
Zum Abschluss gab es „ein“ Gläschen Grappa auf Ciganka und ruck zuck gab es wieder etliche Gesprächsthemen. Es war ein wunderschöner, geruhsamer und harmonischer Tag.
