Es kam fast wie erwartet…..

der Wind um eine angenehme Überfahrt nach Mallorca, Alcudia zu haben. Eigentlich hat der Wecker schon um 5 Uhr geklingelt aber wir hatten eine schlecht Nacht. Kaum geschlafen und daher keine Lust aus den Federn zu kriechen. Kurz nach 7 Uhr haben wir es dann doch geschafft das kuschelige Bett zu verlassen.

Den Anker haben wir um halb 9 gezogen und ab unter Motor aus der Bucht. Nach einer guten halben Seemeile die Genua gesetzt, Motor aus und ab ging die Post  4,5,6 und 7,5 Knoten lief unsere Zigeunerin. Das bisschen Schwell schob außerdem an.

Im Kopf begann es zu rechnen… 7 Knoten wow da wären wir in 5 Stunden da….  so die Theorie.

Ab dem Capo d `Artutx pendelte sich der Wind um die 15 Knoten aus 120° ein und  die Welle nun gut 2 m kam aus 90°. Dies ist eine Konstellation die ich echt gar nicht mag. Welle rauf und wieder runter, mal zum Surfen mal steil abwärts, mal in gigantischer Schräglage mal alles zusammen. Die Geschwindigkeit ging auf gut 5 Knoten runter und die 35 Seemeilen zogen sich dahin…. .

Außerdem zeigte sich eine graue Wand im Osten und auch etliche kleine grau Wolken und es wurde uns unbehaglich. Davon stand in keinem der Wetterbericht etwas… so ähnlich wie gestern der Südwind.

Wir schaukelten uns zu unserem Ziel was wir kurz nach 15 Uhr erreichten. Wir hatten ja Plan A, B und C. A – wir können vor der Marina ankern, B – wir gehen an den verlängerten Fährsteg und C wäre in die Marina. Phasenweise gingen wir davon aus, dass es nur noch in der Marina geht, da die Gegebenheiten nicht danach aussahen vor Anker zu gehen. Kaum um die Ecke, wo wir an der langen Hafenmauer vorbei sehen konnten, sahen wir etliche Ankerlieger und die lagen absolut ruhig.

Kurz bevor wir den Anker geworfen haben, noch schnell die Genua eingeholt und das Eisen im Sand versenkt.  Nach einer kurzen Erholungspause ab ins Bett ein wenig Schlaf nachholen.

Wieder munter, auch dank Cappu von Herwart, überlegten wir wann denn  das heutige D Spiel ist. Kurz bei den Kindern nachgefragt. Nun galt es zu überlegen wollen wir FS gucken oder per Livesticker. Herwart zuerst etwas knurrig das Dingi bereitet zu machen um an Land zu kommen. Der Dingi Kai liegt vor einer Bar/Restaurant jedoch ergab  eine Nachfrage kein D Spiel erst um 21 Uhr. So tigerten wir an der Marinapromenade entlang als wir das Echo einer Fußballarena hörten. Herwart zog mich mit und wir standen vor einem FS wo, man glaubt es kaum, das Deutsche spiel übertragen wird.

Es war eine englische Kneipe, die mit Hilfe des englischen Sportkanal das Spiel übertrug.  Spanien überträgt keine Spiele der EM, da ihnen die horrenden Gebühren der FIVA zu hoch waren. Toll finden wir.

Wir waren in netter englisch, deutscher Gesellschaft und so verging die Zeit wie im Flug. Dazu beigetragen hat sicherlich das wir 3:0 gewonnen haben. Wieder eine Runder weiter.

Noch keine Lust aufs Boot zu gehen, schlenderten wir die Uferpromenade entlang und kamen an eine Bühne wo gerade eine Live Band sich bereit machte. Eigenartig für uns, dass um ein Arsenal Stühle standen und darin Menschen. Jung, Alt halt jeder Altersklasse…..  Die Musik setzte ein und die Menschen begannen zu tanzen. Formierten sich zu Kreisen, mal mit 6, 2 oder 20 Menschen. Es wurden verschiedene Musikstücke gespielt, mal flott, mal melancholisch und auch  temperamentvoll.

Es war nicht initiiert… es sind Leute wie du und ich die hier aus lauter Lebensfreude Tanzen.  So etwas haben wir noch nicht erlebt. Für Herwart DAS Highlight unserer Reise.

Nun wieder an Bord genießen wir wieder die Ruhe und auch dass der Wind eingeschlafen ist.

Gute Nacht, wir sind müde.

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