Sportlich …..
….. waren wir heute unterwegs. Um 10 Uhr, also fast vor dem Aufstehen, holten wir die bestellten Fahrräder im Marinahotel ab. Kurz getestet ob auch alles passt und ab ging die Post. Wir wollten heute die Halbinsel queren um Bonaire und das Umfeld unter die Lupe zu nehmen.
Also erst mal von Porto di Alcudia Richtung Alcudia gestrampelt. Vorbei an Alt Alcudia und die alte Stadtmauer diese dabei nochmals, diesmal von der Außenseite, bewundert. Nun waren wir hier am großen Parkplatz unschlüssig wie rum es nun geht. Nach Palma war uns dann doch zu weit und nach Porto di Pollensa wollten wir auch nicht. Somit haben wir einen kleinen schmalen Weg genommen der in die Richtung zeigte wo wir hin wollten…. Abenteuer. Über Stock und Stein, mal bergab – mal bergauf (nur ein wenig) zogen wir dahin. Irgendwann wurden wir dann doch stutzig und ich zog mein Handy raus um bei Google Map zu schau`n wo sind wir. Alles gut, nächste links und wir sind am Wasser.
Die Tour übrigens bei 34 Grad, was so einige Schweißtropfen in Bewegung setzte. An der Marina di Bonaire entdeckten wir ein nettes Ambiente in einer Bar und stellten unsere Räder ab. Orangensaft und Cappu sollte uns wieder Auftrieb geben. Dieses Cafe/Bar erinnerte infolge seiner Einrichtung an Thailand, wo wir mit unserem Freund Jörn mal so richtig versumpft sind. So am Abend mit schummrigem Licht, der richtigen Musik und dem passendem Getränke könnte dies uns hier auch passieren.
Wenn schon an einer Marina, wollten wir diese auch inspirieren. Gut dass die Toiletten nicht gesichert waren und so konnte ich den Cafe wieder loswerden. Es ist eine kleine nette Marina, die überwiegend mit kleinen Motorbooten belegt ist. Nur im Bereich der Einfahrt zur Marina kann man größere Segelyachten sehen.
An der Küste konnten wir einen Blick zum Cap Formentor werfen und bei Porto di Pollensa tummelten sich eine Segelyachten. Leider sahen wir nur sehr verschwommen die Insel de Formentor, eine kleine Insel vor einer großen Hotelanlage, hinter der man super Anker kann. Schade denn evtl. wollen wir hier vor Anker gehen, wenn wir Alcudia verlassen..
Es gab immer wieder Ortskarten am Straßenrand, auf denen man erkennen konnte, wo man sich gerade befindet. Wir beschlossen den Ort zu erkunden und Bogen rechts ab. Es ging leicht bergan mhhhhh vor uns den Talaia d’Alcúdia (445 m). Echt nicht erstrebenswert da noch weiter zu fahren. Rechts abgebogen und wieder rechts…. Wo stecken wir hier eigentlich. Es ist eine Siedlung mit gigantischen Häusern umgeben von viel grün, blühenden Büschen und Lachen aus den Gärten.
Ein Blick auf die Straßenkarte, die auch hier zu finden war, zeigte uns wir müssen nochmal rechts abbiegen um dann auf die Hauptstraße nach Alcudia zu kommen.
Nun endlich ging es leicht bergab. Schön liefen unsere Räder und der Fahrtwind sorgte für Kühlung. So auf halber Strecke, hörte ich einen Knall und dann ein Krachen. Ich legte eine Vollbremsung hin, stellte mein Rad ab und spurtete bergan. Herwart lag am Boden mit dem Rad verkeilt. So entwirrte ich erstmal die Beiden um dann dem Skipper wieder auf die Beine zu helfen. Am schattigen Fahrbandrand konnte er sich hinsetzen und wir guckten was für Schaden er genommen hat. Knie, Zehen, Füße, Ellbogen und Rücken wurden in Mitleidenschaft gezogen. Das Blut wuschen wir mit Wasser aus der Trinkflasche ab, die Prellungen werden wohl erst Morgen Farbe bekennen. Gott sei Dank hat seine Hüfte nichts abgekommen, das ist immer so der Schreckmoment in solchen Situationen. Auch seine neue Brille ist heil geblieben. Die Teile am Fahrrad die nicht mehr der Norm entsprachen, bogen wir wieder hin. Die Vorderradbremse war nicht mehr zu richten. Diese hat den Sturz versursacht, da das Bremsseil gerissen ist und es zu einer Vorderradblockade kam. Dann ging die Post ab – wie Herwart meinte.
Ja so nahm unser Radlausflug ein schnelles Ende, da wir direkt ins Hotel fuhren. Da wurde Herwart von einem Sanitäter behandelt. Kulanter weise mussten wir keine Leihgebühren für die Räder bezahlen. Danach ging es humpelt ….. nein nicht an Bord…. ins Cafe auf ein Bier und einen kleinen Imbiss um den Schrecken zu verdauen.
Zurück an Bord, galt es eine Schwimmrunde zu tätigen, damit die Wunden gründlich mit Seewasser gespült (praktisch so ein medizinisches Bad vor der Haustür) wurden, bevor an Bord eine erneute Pflege seiner Wunden vorgenommen wurde.
Ab ins Bett um den Kreislauf und den Schock wieder auf ein normales Niveau zu bringen. Unterm Strich sind wir bzw. Herwart nochmals mit einem blauen Auge davon gekommen.
Wir wollten heute wieder an Land, das EM Endspiel gucken und noch ein wenig die faule Zeit nutzen. Morgen geht es mit Ciganka an Land und unsere ToDo Liste ist nicht ohne.