Die Geräusche der Bucht heute Nacht…

… haben uns ganz schön in Trab gehalten. Ankerketten rauschen, Stimmengewirr und Umlegen von einigen Booten. Ja es hat heftig geblasen heute Nacht und so sind wir den Geräuschen immer nachgegangen um dabei auch bei uns zu gucken ob alles in Ordnung ist.

Gegen Morgen legte sich dann der Wind und ein ruhiger Schlaf war möglich. Etwas „verkatert“ schauten wir trotzdem heute Morgen aus der Wäsche als wir am Frühstückstisch saßen.  Der immer wieder unterbrochene Schlaf zeigt halt in unserem Alter doch seine Spuren auch wenn die Bräune das eine oder anderen übertüncht.

Nachdem die Wetterprognosen für heute untertags ruhigen Wind angesagt haben, stimmt bisher (15 Uhr) aber am Abend eine neue Front aus Osten kommt, werden wir hier bleiben wo der Anker top eingegraben ist.

Einen Dingi Ausflug oder Erforschung der Bucht stand heute an. Von unserem Ankerplatz aus, haben wir gesehen, dass eine Segelyacht in einer Nische ankert. Zuerst dachten wir mit Landleine aber die dreht sich. Wir waren also neugierig wie der Platz denn aussieht. So sind wir heute rüber gedüst und siehe da, der große Felsbrocken ist eine Insel  und dahinter verbirgt sich eine Bucht mit Sandgrund. So groß dass man leicht 50m Ketten legen kann um zu Schwojen. Ein wirklich toller Ankerplatz.

Ansonsten haben wir ein paar Mails geschrieben und auch beantwortet da hier trotz der einsamen Lage das Internet ausgezeichnet ist. Wieder ein Buch ausgelesen… langsam geht mir die Lektüre aus.

Morgen früh werden wir gucken wie sich die Wetterlage weiter entwickelt ob wir links oder rechts herum Ibizas Küste folgen oder doch noch einen Tag bleiben.

Wir müssen langsam wieder an frischen Proviant denken, was sich hier als nicht so einfach herausgestellt hat. Es gibt nicht so viele Bojenfelder (unter den Wassersportler im Mittelmehr hat sich die Meinung eingeschlichen, dass in jeder Bucht ein Bojenfeld ist) und wenn, dann müssten wir für unsere Yacht übrigens nur 12m 150 Euro in Ibiza berappen. Ankerplätze vor und neben den drei Häfen auf Ibiza sind rar bis nicht vorhanden. Marina haben sind nicht gerade billig, bei teilweise einem Tagespreis von ca. 100- 220 Euro pro Nacht hier auf der Insel.

Also müssen wir nach Alternativen gucken. Eine Marina bietet pro halbe Stunde für 12 Euro für unser Mädl an Wasser und Strom zu bunkern. Währenddessen könnte man in den Supermarkt flitzen. Vor der Marina Eulalia ist ein Ankerfeld…. Mit dem Dingi an Land und in Ruhe einkaufen…. Wie ihr seht wir stöbern unseren Revierführer von hinten nach vorne und wieder umgekehrt. Mal gucken was sich ergibt.

Wir haben derzeit 33 Grad im Salon und mir läuft die Suppe runter, also ab zu einer gemütlichen Schwimmrunde und danach gibt es wieder Herwarts göttlichen Cappu und ein paar Kekse die wir noch in der Proviantkiste gefunden haben.

Die Nacht hat sich wieder über die Bucht gesenkt, wir haben göttlich gespeist. Eigenkreation der Skipperfrau:  Meeresfrüchtepfanne mit Kurkumareis und Salat. 

Wir hoffen dass die Nacht etwas ruhiger wird als die letzte, nach den Prognosen jedoch soll es noch heftiger werden.  Wir werden sehen und berichten.

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