Kultur ist angesagt …..
…. dazu ein wenig Information.
Denia wird auch oft als das „Tor zur Costa Blanca“ bezeichnet.
Das Wahrzeichen von Denia ist die Burg, die sich im Herzen der Stadt auf einem sanften Hügel von knapp siebzig Meter Höhe erhebt. Erbaut wurde sie im elften und zwölften Jahrhundert von den Mauren über einer ehemaligen Anlage aus der Zeit der Römerherrschaft. Im restaurierten ehemaligen Gouverneurspalast befindet sich das Archäologische Museum. Es bietet den Besuchern Einblicke in die Vergangenheit vor zwei Jahrtausenden und die nachfolgenden Epochen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Obwohl von der Burganlage selbst teilweise nur noch Ruinen erhalten sind, lohnt sich ein Rundgang auf jeden Fall. Von dort oben bietet sich ein überwältigender Ausblick über die gesamte Stadt, den Hafen und in die Weiten des Mittelmeers.
Prachtstraße von Denia ist die Marqués de Campo. Unter den schattigen Platanen, die zu beiden Seiten die Straße umzäunen lässt es sich herrlich bummeln, Schaufenster betrachten und shoppen. Zahlreiche gemütliche Bars, Cafeterias und Restaurants laden zum Verweilen ein. Auch in den angrenzenden Gassen und Straße, wie dem Paseo de Saladar, findet man ein reichhaltiges Angebot an Kunstgewerbe, Mode und Schuhwerk.
Das malerische Fischerviertel Baix la Mar am Hafen lädt mit seinen zauberhaften kleinen Gässchen und gemütlichen Ecken zum Schlendern ein.
Denia verfügt über eine lange und reichhaltige Geschichte. Bereits in der Jungsteinzeit haben Menschen in dieser Gegend Zuflucht gesucht, wie Archäologische Funde auf dem Hausberg Montgó in der Cova Ampla oder Cova de l´Aigua beweisen. Spuren von iberischen Ansiedlungen fand man in der Punta de Benimaquia und dem Pico del Aguila. Auch die Griechen gründeten hier eine Kolonie, die den Namen „Hemeroskopeion“ trug.
Die Römer, die im 1. Jahrhundert v. Chr. nach Denia kamen, richteten hier zunächst einen Flottenstützpunkt ein und nannten die Stadt „Dianium“, wahrscheinlich zu Ehren der Göttin Diana. Während der Kaiserzeit wurde sie in ein muncipium umgewandelt, das heißt, eine von Rom abhängige Stadt. Anhand archäologischer Funde lässt sich nachweisen, dass sich hier eine bedeutende und reiche Zivilisation gebildet hatte. Die Verbindung über das Mittelmeer und der groß ausgebaute Hafen bedingte, dass sowohl zahlreiche Kriegs- als auch Handelsschiffe der Römer hier aus- und einliefen.
Nachdem im 6. und 7. Jahrhundert die Westgoten eine kurze Zeit die Stadt beherrschten, wurde Denia im 8. Jahrhundert von den Mauren erobert. Während der moslemischen Herrschaft erlebte der Ort, der nun den Namen „Daniya“ trug, einen kulturellen und wirtschaftlichen Glanz. Im 9. Jahrhundert wurde Denia Hauptstadt des Königreiches „Taifa“. Dieses moslemische Teilreich erstreckte sich über die heutige Marina Alta bis nach Alicante und umfasste sogar einen Teil der Region Murcia sowie die Balearen. Taifa erklärte sich im Jahr 1013 unabhängig von der Macht Córdobas und prägte eine eigene Währung.
Mit der Rückeroberung der Christen durch Pere Eiximen unter der Herrschaft König Jaime I (Jakob der Erste) im Jahr 1244 blieb Denia zunächst eine militärische Festung und war gleichzeitig Hauptstadt der gleichnamigen Grafschaft, die später zur Markgrafschaft erhoben wurde. Don Francisco Gómez de Sandoval y Rojas, der 5. Markgraf von Denia und Graf von Lerma, erreichte als Premierminister und Günstling des spanischen Königs Philipp III, dass Denia im Jahre 1612 der Stadttitel verliehen wurde. Der sehr mit der Heimat verbundene Graf hatte den König vorher sogar davon überzeugen können, dass dieser am 8. Februar 1559 seine Hochzeitsfeier in Denia abhielt.
Info aus:
http://www.denia-info.com/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=17&Itemid=37