Wir kochen heute eine Valencia Paella

Na dann packen wir das Ganze mal an. Wie schon berichtet gibt es eine gigantische Markthalle (natürlich tut es auch ein Supermarkt) wo alle Zutaten für eine Originale Valencia  zu finden sind.

Dreibein und offenes Feuer, da haben wir an Bord ein Problem…. bzw. dies würde nur Probleme bringen. Auch an unserem Holzsteg würde sich ein Feuer nicht gut machen.  Also muss der Herd unserer Pantry herhalten.

Ach ja eine Paella Pfanne haben wir nun auch, eine kleine für 2 Personen. In einem spanischen Haushalt existieren verschiedene Größen je nachdem für wieviel Personen sie zubereitet wird

Da ich kein Fan von Kaninchen bin daher ohne, zum leidtragen von Herwart der ein Wahrer davon ist:

Nachstehend die Zutaten für unsere Paella Valencia (Bild 1)

     400 g Hühnchen mit Knochen in mundgerechten Stücken – pollo

    130 g grüne breite Bohnen – judía verde ancha

    70 g weiße Bohnen, vorher 24 Stunden einweichen – garrofó

    100 g klein gewürfelte oder passierte Tomate – tomates

    180 g originalen Paella-Rundkornreis – Arroz Bomba Reis

    50 ml hochwertiges Olivenöl Extra Virgen

    etwas Safran – azafrán

    ca. 1 Teelöffel süßes Paprikapulver – pimentón dulce

    Salz zum Abschmecken

   Rosmarinzweig

Wir bruzeln auf unserem Herd – Zubereitung ist die Gleiche wie auf einem offenen Feuer, könnt ihr unter Paella die Zubereitung nachlesen.  Vorteil unseres Herdes ist, dass die Temperatur gleichmäßig gehalten werden kann, außer das Gas geht gerade dabei aus.  Die Pfanne waagrecht zu halten, dürfte hier in der Marina kein Problem sein. Der Wind hat nachgelassen daher keine Schräglage.

Wie im Rezept beschrieben habe ich alle Zutaten vorbereitet und nach und nach in die mit Olivenöl heiße Pfanne getan.  (Bild 2 – 4)

Nachdem alles angebraten, das Wasser zugeben, kocht die Masse um die Flüssigkeit  (Bild 5) zu reduzieren. Es kann nicht mehr lange dauern, bis die Nieten der Griffe sichtbar sind.

Huch nun kann ich sie sehen, also Safran und Paprika (Bild 6) dazugeben, umrühren und den Reis gut verteilen.  (Bild 7) Sobald der Reis zugegeben ist, darf nicht mehr gerührt werden.

Es heißt noch fünf Minuten auf hoher Flamme und dann reduzieren, wenn die ersten Reiskörner quellen (Bild 8) anfangen.  Der Sud reduziert sich schnell, Reis quellt noch nicht…  also etwas Flüssigkeit nachgegossen (diesen Vorgang habe ich mehrmals wiederholt insgesamt ca. 100 ml, ) auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Ist schon spannend zuzugucken wie sich die Paella entwickelt. Farbe und Geruch passen….  aus meiner Sicht. Drehe die Pfanne immer ein bisschen im Kreis herum, da auf einem/meinem Gasherd die Flamme doch sehr konzentriert in der Mitte ist.

Schön langsam quellt der Reis (Bild 9) und ein Probekörnchen schon probiert.  

25 Minuten sind nun um seit ich den Reis zugegeben habe.  Reis ist „weich“ da ich ehrlich nicht weiß wie weich er werden soll….  Er hat keinen harten Kern… also weich. Falls es noch nicht so richtig passt, noch etwas Flüssigkeit zugeben und warten bis diese einzogen ist.

Da wir gerne Rosmarin (Bild 10) mögen, habe ich vier kleine Zweiglein kurz vor dem Ende der Garzeit aufgelegt und der Duft zieht durchs Boot.

Herwart hat im Cockpit den Tisch gedeckt. Zur Paella gibt es einen leichten Rotwein. (Bild 11)

Wir fanden  unsere Paella prima. Es war der Geschmack von den Bohnen, Gewürzen und vom Fleisch feinvorhanden.  Der Sud schön cremig und ist gut im Reis einzogen  ….. ein wenig mehr Salz, sogar der Satz in der Pfanne war vorhanden.

Da wir bisher noch keine Paella gegessen haben, also nicht Wissen wie sie eigentlich schmecken und Aussehen soll, haben wir ein Probierschälchen unseren spanischen Bootsnachbar Francesco und seiner Frau gebracht, mit der Bitte uns zu sagen was verbessert oder wo es mangelt. .

Francesco – aussehen gut, Reis perfekt. Sein Freund der gerade an Bord bei ihm war, gab die gleiche Meinung ab. Als seine Frau das leere Schälchen brachte, meinte sie top, Reis super, ein wenig mehr Salz. Das haben wir auch schon festgestellt. Für die erste Paella supi.

PS: übrigens der Herd darf geputzt werden, da die Fettspritzer vom Anbraten sich gut verteilen.  Beim Dreibein kann das nicht passieren.

 

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