Es ist vollbracht – und noch ein bisschen Abenteuer…
Zeitig sind wir heute aufgestanden um unseren Belag anzubringen bevor sich die Sitzfläche erwärmt.
Bevor es richtig losging, mussten noch die Schnittkanten gebrochen werden, eine Rundung halt anbringen. Das nimmt dann doch immer mehr Zeit in Anspruch als man denkt. Danach die ersten beiden Elemente auf die Sitzfläche aufgelegt um kleine Markierungen anzubringen damit nichts aus dem Lot läuft.
Laut Beschreibung soll das Sikaflex direkt auf das Element aufgetragen werden. Also unseren Tisch im Salon abgeklebt, damit er sauber bleibt. Nun das Sikaflex aufgetragen und mit einem Zackenspachtel verteilt. Mei ist des a Sauerei… Das Teil dann mit zwei Fingern ins Cockpit transportiert immer mit der Angst es fällt runter oder bleibt irgendwo hängen und verschmiert das Klebematerial.
Endlich war es da wo es hin soll und aufgelegt. Was natürlich nicht sein soll, dass auf der schönen Seite auch Sikaflex Flecken sind. Das Element angepasst und als erstes Mal die weißen Flecken entfernt. Nun durfte Herwarts seine Kräfte walten lassen. Mit der Andruckrolle die evtl. vorhandenen Luftbläschen rausrollen und dabei schön an den Untergrund anpressen.
Entgegen der Vorgaben, haben wir das Sikaflex direkt auf den Untergrund aufgetragen was viel einfacherer und sauberer ist. Nun Stück für Stück die Elemente angebracht. Nach dem letzten 9. Stück waren wir perfekt. Noch ein paar kleine Säuberungen und wir haben unser Werk begutachtet.
Ungewohnt noch, aber es fühlt sich gut an. Wie sich dies in der Praxis zeigen wird, werden wir sehen.
Da das Cockpit gemieden werden soll, haben wir uns nach einer Schwimmrunde auf dem Weg zum Ikea Valencia gemacht. Laut Internet ganz einfach. Man nehme den 1a Bus und an der Station X steigt man in den 180er Bus. Nach einem kleinen Fußmarsch ist man vor Ort.
Wir also losgezogen. Vom Marinero uns zum Ende der Marina bringen lassen und ab zur Busstation. Mhhh da steht nichts von 1 a. Also den nächsten Busfahrer gefragt…. Der schüttelte den Kopf nein gibt es hier nicht. Geht weiter da runter, da fährt der 1er. Wir also los marschiert und festgestellt dass es hier auch keinen 1er gibt. Wieder Busfahrer gefragt… ich bring euch zur Busstation vom 1er. Wir mussten auch nichts bezahlen. Hier ist es so, dass jede Busfahrt bezahlt werden muss. Sie gilt also nicht 2 Stunden oder so. Ich will es kurz machen, wir haben noch so manche Busfahrt hingelegt, mit mehr oder weniger netten Fahrern und trotzdem haben wir es geschafft nach gut einer Stunde vor dem Ikea zu stehen.
Wow, der ist genau so groß wie bei uns in Eching, sogar mehr Hightech. Ab ins Restaurant und siehe da es gibt heute Schweinshax`n. Die schaut echt lecker aus und Herwart konnte nicht wiederstehen. Wir waren überrascht wie gut sie schmeckte. Ein Obstsalat rundete das Essen ab.
Nun aber los unseren Zettel abarbeiten. Ein paar Päckchen Servierten, Kerzen, Gläser, zwei neue Pfannen, Spülbürsten, Fußabstreifer (damit unser neuer Belag im Cockpit beim Einstieg geschont wird) und ganz wichtig, dies war eigentlich der Grund für unseren Besuch beim Ikea, ein Sammelbehälter für den WC Abfall. Den hat Herwart bei einer Welle etwas demoliert als er dagegen flog.
Da sich gegenüber vom Ikea ein Baumarkt befand, haben wir die Situation ausgenutzt und sind dort auch gleich eingelaufen. Pinsel, Farbroller incl. Ersatzrollen sind mittlerweile Mangelware an Bord und mussten ergänzt werden.
Wir konnten uns nicht vorstellen, dass in einem solchen Industriepark keine öffentlichen Verkehrsmittel geben sollen. Also mall wieder gefragt und der Weg zur Metro ist nur fünf Minuten. Es waren spanische fünf Minuten, trotzdem ok da näher als der Bus. Ein paar Minuten warten und die Huschibahn kam. Bis Valencia Nord wollten wir um dann von dort mit der Metro 8 in die Marina zu düsen.
Wir haben die Erkenntnis gewonnen dass Metro eher eine S-Bahn ist und dass der Bahnhof Valencia Nord im Süden ist… eigentlich direkt in der Altstadt, sprich Stadtmitte. Alles klar? Nur von hier gab es keine Metro 8… genaugenommen kannte diese keiner. Mhhh. Also raus aus dem Bahnhof und nach einer Busstation geschaut. Gut dass Frau Handy dabei hat und mit Google Map wussten wir wenigsten wo wir sind.
Als wir ein paar Tische draußen stehen sahen, haben wir uns ein kühles Bier gegönnt um uns zu sammeln. Der Kellner half uns dann auf die Sprünge und zeigte die Richtung wo wir unseren gewohnten Bus Nr. 4 finden können.
Alles gut, wir düsen gegen 19 Uhr endlich in Richtung Marina. Bevor wir den Taxisservice (Marinero) riefen, schauten wir noch im Marineladen vorbei, wo unsere neue Wasser – Handpumpe zur Abholung bereit liegt. Ähhhh, sorry „Tomorrow“ ….. dieses Wort können wir übrigens nicht mehr hören. So dürfen wir Morgen nochmals in den Laden.
Alle Einkäufe eingeräumt und ab ins Wasser. Da wir heute schon deftiges Essen hatten, gab es ein paar Schnittchen zum Abendessen. Unsere „Terrasse“ ist noch nicht einsetzbar, also haben wir es uns wieder an unserem Bug bequem gemacht.





