Radl Tour in Valencia
Lange geplant und endlich können wir los, mit dem Radl durch Valencia. Vom Bus aus haben wir ja schon manche Bauten gesehen und auch Blicke auf Landschaften etc. werfen können. Aber es war nur so ein kurzer Augenblick…
Zuerst mussten wir wieder entlang der Marina. Danach haben wir uns an der Konstruktion der Brücke Serreria orientiert. Diese Calatravas Brücke Serrería ist 125 Meter hoch und zieht durch ihre auffallenden Seilbespannungen schon von weitem Blicke auf sich.
Unser erstes Ziel war die Ciudad de las Artes y de las Ciencias – Stadt der Künste und der Wissenschaften. Es ist ein kultureller und architektonischer Gebäude- und Parkkomplex in Valencia. Das moderne Wahrzeichen der Stadt liegt im trockengelegten Flussbett des Turia.
Wir genossen das Fahren entlang der verschiedenen Gebäude und konnten uns nicht satt sehen an der Vielseitigkeit der Konstruktionen der spielerischen Übergänge. Hier beginnt auch der Park Turia.
Das ehemalige Flussbett des Turia wurde zu einem Park umgestaltet und ist auch mit gigantischen Radwegen ausgestattet, so wie die ganze Stadt. So fuhren wir durch die Parkanlagen, wechselten immer wieder mal die Seite und genossen die grüne Oase. An der Brücke Puente de Las Flores, verließen wir den Park und steuerten in die Altstadt.
Nun konnten wir mal links oder mal rechts in die Straße einbiegen, schauen, stehen bleiben, fotografieren …. Was bisher mit dem Bus ja nicht möglich war. An der Piaza Porta de la Mar fuhren wir wieder Richtung Turia Park und tauchten wieder ein in das Flussbett. An den Uferbefestigungen entlang zogen wir weiter um nach einem Kilometer wieder in die Altstadt einzutauchen.
Ein Cafe lud zu einer Pause ein und wir konnten die vielen Eindrücke ein wenig setzen lassen. Wir kamen am Torres de Serranos vorbei um kurz danach vor der Seidenbörse, ein gotisches Bauwerk, das seit 1996 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde, zu stehen. Als wir uns drehten, sahen wir wieder den Centralmarkt und mussten feststellen, alle Wege scheinen dahin zu führen.
Unser Ziel nun der Valencia Nordbahnhof – der bekanntlich im Süden ist. Wir wollten uns das Gebäude und das Umfeld mal in aller Ruhe ansehen. Das Gebäude wurde 1906 bis 1917 als Reaktion auf das Wachstum der Stadt erbaut. Er ist ein Werk des Valencianers Demetro Ribes und ihr Innendach, ein großes, auf einer Metallstruktur ruhenden Konstruktion, war in ihrer Zeit ein wahres technologisches Renommierstück.
Links vom Bahnhof befindet sich die Plaza de Toros (Stierkampfarena). Der Architekt ließ sich vom römischen Amphitheater in Nimes inspirieren. Sein Grundriss entspricht einem 48-seitigen Viereck. Die 24 Tribünen bieten Platz für 16.000 Zuschauer. Leider war es nicht möglich ins Innere des Bauwerkes zu gucken.
Nach nun gut 4 1/2 Stunden zog es uns Richtung Ciganka und wir traten in die Pedale zogen durch herrliche Straßen die mit Bäumen viel Schatten spendeten. Zu 95% können Radlfahrer auf gesicherten, breiten und markierten Radwegen ihre Bahnen ziehen. Wir konnten nun auch noch von der anderen Seite des Tiraparks erneut einen Blick auf die Stadt der Künste werfen, bevor wir kurz danach in die Carrer del Port einbogen und nach ein paar Minuten wieder der Marina entlang zu uns an den Steg gelangten.
Nun murrten die Beine doch und auch der Popo zeigt seine Grenzen auf. Das waren die Körperteile lange nicht mehr gewöhnt. Trotzdem wurde noch Wäsche in die Waschmaschine geworfen um sich dann im Cockpit bequem zu machen.
Die Wäsche weht nun im Wind und trocknen super, das Info – Buch über Valencia gelesen und die Bilder vom Foto auf dem Laptop gezogen, noch einmal die Eindrücke Revue passieren lassen und Lust auf mehr bekommen.
Mal sehen wo es uns Morgen hin weht… das passt nicht ganz: die Füße uns strampeln.
Heute Abend schwingen wir uns nochmals aufs Bike denn es geht ins Restaurant, das am Fischerhafen liegt und immer gut besucht ist von Spanien wie zu sehen ist. Wir lassen uns überraschen.
