Puerto de Espalmador
Unser heutiges Segelziel war Formentera bzw. die kleine vorgelagerte Insel Espalmador. Hier gibt es eine hufeisenförmige Bucht wo im Sommer ca. 50-60 Bojen liegen.
Gegen 4 Uhr nahm der Wind in der Buch Cala D`Horts zu, wie auch der Schwell so dass unser Ankeralarm und Windgenerator sich meldeten. Alles gut, die Kette hat sich gestreckt und unseren eingestellten Radius erreicht. Schwell hielt an und so legten wir gerne um 10 Uhr ab um nach Formentera zu segeln.
Je näher wir Formentera kamen, desto mehr Welle tat sich auf. So überlegten wir überhaupt in die Bucht zu fahren, da der Schwell in diese einlief. Also war gucken angesagt ob noch Bojen liegen an denen wir festmachen konnten. Ankern im Bojenfeld ist wie wir wissen nicht so doll.
Kaum die Insel Isla del Alga passiert, konnten wir erkennen dass die Bojen entfernt wurden mhhhhh aber – huch – fünf Stück liegen noch aus. An zwei Bojen hängen Boote und so war für uns eine frei. Das fangen der Bojen hat sich als schwierig erwiesen. Nicht weil ich nicht korrekt angefahren habe, sondern diese keinen Ring zum Einfangen hatte. Herwart fummelte ein Lasso und so versuchten die Herren beim 2. Anlauf das „Pferd“ einzufangen. Fummel Fummel….. das Seil rutsche nicht über die Boje. Also Nr. 3…. Die Schlinge nun noch größer kam mit Hilfe des Bootshakens endlich über die Boje. Nun galt es schnell ein Sicherungsseil anzubringen bevor das Lasso evtl. von der Kugel rutscht. Dazu durfte einer ins Wasser… wir haben es ausgeschaut und Dieter hat es erwischt. Nach einigem Gezerre und Gefummel war auch das Sicherungsseil angebracht.
Es zeigte sich dass der Schwell handsam ist und so haben wir beschlossen abzuwarten wie sich dies am Nachmittag gestaltet. Die Marina auf Formentera nur 2 Seemeilen entfernt, haben wir als Notnagel, auch wenn für einen Tag 46 Euro zu berappen sind. Na ja in der Hauptsaison kostest dies 215 Euro. Also richtig günstig derzeit.
Vor 10 Wochen war hier die Hölle los, das Bojenfeld propevoll, an der Los Trocados/Ses Illetes hunderte von Booten. Heute gähnende Leere. Herrlich
Auch zeigte sich am Nachmittag blauer Himmel und so haben wir jeder eine Schwimmrunde unternommen.
Mittlerweile fast 21 Uhr hat der Schwell auch aufgrund der vielen Fähren zugenommen und der Wind weht beständig flott durch die Wanten. So werden wir wohl in den Schlaf geschaukelt.
Morgen geht es wieder ans spanische Festland und daher wird uns der Wecker um 5 Uhr aus den Federn werfen.
Zum Abendessen gab es heute Auberginen und Zucchini in Tomatensoße mit Mozzarella überbacken. Laut der Crew sehr lecker und leicht. Was will man mehr.



