Stürmische Winde …
bewegten Ciganka heute Nacht immer wieder hin und her. Er pfiff durch die Wanten und sang uns ein Lied.
Am Morgen verzogen sich die Wolken und blauer Himmel machte sich breit. Aufgrund des kalten Windes zog es uns nicht so richtig von Bord. Gegen 11 Uhr machten wir uns dann doch auf den Weg. Unser erster Stopp war an der Rezeption des Clubs. Die Dame sprach hervorragendes Englisch und dies wollte Herwart nutzen um Information bezüglich Repsol Gas zu bekommen. Der Adapter den wir in Valencia mit der spanischen Flasche gekauft haben, kann in Kombination mit einem Deutschen System, nicht eingesetzt werden. Also zurückgegeben war die Devise.
Trotz etlichen Telefonaten gab es keinen konkreten Hinweis, ob wir den Stutzen zurückgeben können. Sie meinte: probiert es einfach und gab uns die Adresse der nächsten Repsol Tankstelle die auch Gasflaschen führt. Herwart nochmals zurück an Bord um die Rechnung und den Stutzen zu holen.
Wir also los getrabt zur angegebenen Adresse…. Mhhh keine Tankstelle. Sind wir vorbei gelaufen? Also wieder zurück und die nächste Straße genommen. Nichts… nun im Zickzackkurs durch die diversen Straßen gezogen…. Nirgends eine Tankstelle.
Genervt gaben wir auf und traten ins Kaufhaus El Corte Ingles ein um ein wenig zu stöbern. Ja es ist auch in Spanien Sonntag, jedoch haben hier die meisten Geschäfte, Supermärkte, Bäcker und Kaufhäuser offen. Einkaufen bis durchschnittlich 21 Uhr. Dieses Angebot wird Voll und Ganz angenommen. Ein buntes Treiben in den Geschäften, Warteschlangen im Supermarkt vor Wurst, Käse und Fleisch. Hier muss eine Nummer gezogen werden, damit sich keiner vordrängeln kann. Alle der Reihe nach ….
Danach war es Zeit eine Pause mit Cappu einzulegen um auch zu beratschlagen wo wir weiter auf Erkundungstour gehen wollen. Der Wind pfeift boenhaft durch die Straßen, mal Jacke aus mal Jacke an…. echt unangenehm.
So zogen wir die Frederico Sodo entlang bis zum Placa de los Lüceros. Die Insel des Kreisverkehrs schmückt ein großer Brunnen. Wir folgten der Av. Estacion zum Bahnhof. Überrascht stellten wir fest dass es sich um kein altes Gebäude handelt sondern supermodern ist. Neugierig traten wir in die Bahnhofshalle und staunten über die Atmosphäre… kein typischer Bahnhofsgeruch und –stress. Im Gegenteil: mitten in der Halle fand ein Kinderschachtuniert statt. Wir schauten den Kindern erstaunt zu, wie schnell sie Schachzüge zogen und doch sehr entspannt da saßen.
Wieder draußen beschlossen wir auf Ciganka zurückzukehren, der kalte Wind…. Über die Av. Oscar Esplä schlenderten wir zurück zum Hafengelände. Immer wieder in die Seitenstraßen guckend ob sich nicht doch hier irgendwo die Repsol Tankstelle befindet. Aber nein… die scheint es wohl nicht mehr zu geben.
Am Nachmittag, schon gut fortgeschritten, wärmten wir uns geschützt in der Sonne und relaxten.
Heute Abend gibt es Lasagne mit gemischten Salat und als Vorspeise Pizzabrot. Mal gucken wie lange wir es heute aushalten, denn eigentlich meinen wir jeden Abend heute wird es nicht spät und dann erreichen wir doch die Geisterstunde.







