Cartagena …
Als Klarschiff heute früh war, Anruf beim Marinero wohin wir verlegt werden. Dieser holte Herwart ab und sie fuhren die Stege entlang, was für ein Platz denn für Ciganka passend ist.
Sie wurden fündig. Aber wir müssen noch ein paar Minuten warten, denn die Hamburger die an diesem Platz liegen, wollen gleich ablegen. Na ja, dann warten wir halt. Es dauerte nicht lange und wir können die Leinen lösen…. Dreimal dürft ihr raten was mit 16 Knoten kam…. der liebe Wind.
Also hurtig rüber in den Stellplatz. Dieser hat einen Fingersteg und wie sollte es anders sein, drückte uns der Wind den Bug daran. Dieter setzte seine ganze Kraft ein um uns wegzudrücken.
Marinero zur Stelle und mit allem Mannen konnten wir uns gut verzurren. Wir hatten uns vorher schon stadtfein gemacht um erste Eindrücke zu sammeln.
Dieter und Daggi stürmten zur Bus- und Bahnstation um die beste Verbingung nach Alicante um zum Flughafen zu finden.
Herwart und ich liefen wieder mal der Nase nach um gleich nach einem kleinen Tunnel vor dem Lift zur Burg/Festung Concepcion zu stehen. Also ab nach oben. Ein Glaslift mit toller Aussicht wenn er fährt…. Nicht so doll für mich aber Gott sei Dank war die Brücke zum „Festland“ ohne Glasboden und damit kein Problem für mich. Nun orientierten wir uns nach den Wegweisern. Dabei kamen wir an einem arabischen Leuchtturm vorbei. Gemütlich bummelten wir durch den archäologischen Park bis hinauf zur Burg. Die Burg ist ein einziges Museum. Die wenigen Überreste haben sie gut erhalten und ausgebaut so dass es eine selbsterklärende Ausstellung daraus geworden ist.
Zu Fuß wollten wir in die Altstadt und fanden dann irgendwie doch den Weg. Dabei landeten wir direkt am römischen Theater und den Resten der Kathedrale Santa Maria la Vieja. Total benebelt vom Kulturschock (Bereits vor 50.000 Jahren lebten Neandertaler im Gebiet der heutigen Stadt, was unter anderem durch den Fund von farbig bemalten Muschelschalen in der Kalksteinhöhle Cueva de los Aviones belegt ist. Vorgängersiedlung Cartagenas wurde 227 v. Chr. von Hasdrubal als Qart-ḥadašt, was im Phönizisch-Punischen „Neustadt“ bedeutet. Auch die Karthager und Römer zeigten Interesse an diesem Seehafen, dessen lateinischer Name Cartago Nova dem heutigen Cartagena zugrunde liegt. Die Stadt erlebte auch eine Phase arabischer Herrschaft, bis Ferdinand III. sie für die kastilische Krone zurückeroberte. Das reiche kunsthistorische Legat von Cartagena erstreckt sich vor allem um den Sporthafen herum. Die Stadtmauer Muralla del Mar, die von Karl III. im 18. Jahrhundert errichtet wurde, bildet die Grenze der Altstadt. . Anhand von Funden in der Region ist viel Interessantes über den Schiffbau, den Handel und die Schifffahrt in der Antike zu erfahren und und und…)
ab ins Cafe um uns von so vieeeeel Geschichte zu erholen.
Danach tauchten wir in die Moderne ein und wanderten in der Fußgängerzone umher. Bestaunten alte und neue Häuser die im Kontrast nebeneinander stehen.
So nebenbei lasen wir die diversen Speisekarten was aus der Region so angeboten wird.
Es stehen zweifellos Pökelwaren, Fischgerichte, Fischtöpfe und Paellas am höchsten im Kurs. Die zahlreichen Salinen des Mittelmeerraums ermöglichen die Herstellung von Pökelfisch (vor allem Thunfisch, Makrele und Fregattenmakrele) und die Zubereitung von Fisch im Salzmantel, insbesondere Dorade. Die Fischtöpfe aus Großkopf-Meeräsche, Seeteufel, Zackenbarsch usw. werden mit Reis zubereitet und mit Alioli serviert. Das Feigenbrot ist eine der süßen Verlockungen der Region, ebenso der „Asiático“, eine Kaffeespezialität aus Cartagena mit dicker, süßer Kondensmilch, Brandy und Zimt.
Da wird sich ja wohl etwas finden für heute Abend wenn wir mit Dieter und Daggi zum Abschiedsessen gehen.
Zeitig sind wir in die in harmonischem Licht leuchtende Altstadt eingetaucht und durch die diversen Gassen gebummelt bevor wir uns in einem Restaurant niedergelassen haben.
Gut gespeist zurück an Bord, wo es nun ein flüssiges Betthupferl gibt.




