Nr. 3 …..
Päckchen aus Germany macht uns sorgen. Wir wollen weiterziehen…. Es kommt wieder ein nicht so dolles Windwetter und wir wären gerne schon in Almerimar.
Es ist weder mit der Sendungsnummer zu finden, noch gibt es einen anderen Hinweis wo es steckt. So haben wir uns heute nach dem Frühstück und dem Telefonat mit der Absenderin (Gasfachfrau) auf dem Weg zum Zentralpostamt gemacht. Vielleicht liegt es ja da und keiner weiß wem es gehört ;-).
Eine sehr nette Schalterbeamtin war hilfreich und führte uns in den ersten Stock, wo die Päckchen, Pakete und Briefe sortiert werden. Der Beamte kümmerte sich und sah durch, ob für uns was da ist. Mhhh leider nein. Alles was zum Ausliefern da war ist schon unterwegs. Ein wenig Hoffnung keimt auf ob es doch noch heute kommt.
Nichtsdestotrotz marschierten wir durch Cartagenas Straßen, die wir bisher noch nicht bewandert haben. So kamen wir auf einen Hügel, mit etlichen Ausgrabungen und Resten aus der Römerzeit. Hier konnte man auch die Stadt wieder gut überblicken incl. zur Burg, die wir ja schon besucht hatten.
Ein junges Mädchen, das hinter uns ging, nahm eine Abkürzung und dann ein Schrei…. Sie sprang leichenblas auf den Weg… wir fragend was denn ist? Eine Schlange… huch nun wurde auch ich blaß. Hatte ich ein Glück, denn ganz kurz habe ich mir überlegt auch diese Abkürzung zu gehen. Schwein gehabt, den mit diesen Tieren kann ich überhaupt nicht.
Nach einem Schnaufen von so viel Altertumsstaub, waren wir durstig und suchten uns eine Taverne. Am Nachbartisch gab es Muschel Tapas….mei rochen die gut…. Also eine Portion bestellt. Geil, gut, lecker…. So gute Miesmuscheln haben wir schon lange nicht mehr gegessen. Das Muschelfleisch prall und geschmackvoll. Wir etwas mit Zitrone beträufelt und Weißbrot dazu. Mhhhhh.
Beim Bummel durch die Straßen, fiel uns immer wieder auf, dass nur noch die alte Fassaden stehen, mit Stützgerüste versehen. Teilweise verbirg sich dahinter ein Parkplatz oder nur freies eingezäuntes Gelände.
Wir fragten nach warum dies so sei. Die Fassaden stehen unter Denkmalschutz, wenn sie ein gewisses Alter haben. Nur mit der Bebauung des Grundstückes hapert es, da in der Regel wenn man in die Tiefe (Keller/Garagen) geht alte Steine, Häuser oder Siedlungen gefunden werden. Baustopp ist dann die Folge und welcher Bauherr will schon auf Jahre aufs Wartegleis geschoben werden.
Bei unseren Rundgängen stolpern wir häufig über Reste aus Römerzeit, Torbögen, Mauerstücke oder Fundamente. Dies dürfte auch der Grund sein, dass generell wenig Bautätigkeit in Cartagena zu sehen ist. Darum stehen relativ viele Grundstücke in der Innenstadt leer, die Investoren zögern.
Zurück liefen wir wieder an der Hafenpromenade auch auf der Suche nach dem Engländer der uns gestern zu unserer Moody angesprochen hat. Er hat auch eine ein Jahr älter aber mit Mittelcockpit. Wieder im Marina Gelände wurden wir fündig und klopften kurz an. Kommt an Bord und schnell waren wir in ein interessantes und lebhaftes Gespräch vertieft. Eine Dose Bier war auch dabei.
Schon früh von Bord heute und nun mittlerweile nach 15 Uhr wieder bei Ciganka, waren wir doch etwas müde. Ausruhen kann nicht verkehrt sein und dann etwas Essen, denn die Engländer kommen um 17 Uhr zum Sundowner zu uns an Bord. Wie wir aus Erfahrung wissen, kann dies lange dauern.
Daher habe ich mir gedacht ich schreibe jetzt schon den Logbucheintrag bevor ich die Buchstaben nicht mehr zu einem lesbaren Wort zusammen bekomme.
……. Ich war nicht schnell genug um den Eintrag einzustellen und gegessen haben wir auch nichts. Kate und Mike waren pünktlich und nach einem Rundgang durch und über Ciganka sowie 2 Biere begaben sich Herwart, Mike und Kate zum Place San Francisco in die Taverne3 „ el hombre trangquillo°.
Da ich noch ein Telefonat mit DHL führen wollte, komme ich nach. Die Info bezüglich Paket Nr. 3…. war spärlich, es ist noch in Deutschland… evtl. ein Problem evtl. wartet es auf den weiter Versand. Die Mitarbeiter waren meiner Ansicht nach nicht besonders kundig. Es steht also im Raum kommt es oder kommt es nicht.
Als ich nach einer Stunde in der Taverne eintraf, war die Gesellschaft aus Neuseeländern, Schweizern, Engländern und Deutsche schon voll in Action. Herwart hatte sich in die „Deutsche“ Ecke integriert und so tat ich mich etwas leichter mit der Sprache.
So gegen 21 Uhr löste sich die Gesellschaft auf. Mike, Kate und Karin überzeugten uns noch mit in eine Tapas Bar zu gehen. In dieser Ecke der Stadt waren wir noch nicht. Die Tapas Bar nur ein paar Ecken von der Taverne entfernt …..wow…. Und lecker und nochmals wow…. Ja auch ich habe nun etwas Alkohol in mir….
Das flüssige Betthupferl nahmen wir Kate, Karin, Mike, Herwart und ich bei uns an Bord. Nun mittlerweile 23 Uhr komme ich dazu diesen Eintrag einzustellen.
Ich bitte um Nachsicht, wenn die Wortbildung und die Grammatik etwas holprig sind aber…..
Wir wünsche eine Gute Nacht.