Atlantik Tag 2
Der Wind schob uns gemütlich voran bis er dann nach Mitternacht fast einschlief. Mit 2 Knoten und Welle ist man ein Spielball der Wellen, so durfte die Eisengenua mitarbeiten. Dies war dann ganz gut so, denn etwas später war Hürdenlauf bei den Fischerbooten angesagt. Wenn sie wenigsten in eine Richtung fahren würden, nein sie drehen und wenden sich und man hat keine Ahnung auf welcher Seite man nun vorbei kann oder nicht und wie lange ihre Netze sind. Diverse Frachter passierten uns mal etwas nahe mal weiter weg aber doch in einem sicheren Abstand. Wie immer der Sonnenaufgang gehörte mir und schlagartig waren alle Fischer weg. Wind von hinten und Welle von der Seite kommen somit aus verschiedenen Richtungen. Keine gute Kombination die uns ganz schön durchschüttelte. So war der Vormittag rasch um bei dem Versuch eine optimale Segelstellung zu finden um nicht zu dümpeln (2-3 Knoten bei 8 Knoten Wind) und auch kein Segelschlagen zu haben. Genua gerefft, mal alle Segel draußen und Kurs geändert um aufzukreuzen – was leider bei der Windstärke mit unserer Lady nicht so richtig funktioniert. Dann wieder Genua und Besan und dann haben wir die Genua mit dem Spibaum ausgebaumt und nun schnurrt das Mädl mit um die 5 Knoten bei 8-10 Knoten Wind dahin. Gerüttelt werden wir immer noch auch wenn die Welle nun etwas moderat wieder fast von hinten kommt. Am Nachmittag waren wir faul. Herwart hat sich aufs Ohr gehauen, konnte in der Nacht nicht so richtig schlafen. Bei mir war Lesestunde angesagt und dass in der Sonne im Cockpit. Ja wir haben blauen Himmel und eine Tagestemperatur von 23 Grad. Wenn der Wind nicht wäre käme man fast in schwitzen. Ganz so richtig hat sich noch keine Langzeitbordroutine eingestellt. Irgendwie wurschteln wir dahin. Versuchen Klapper Geräusche abzustellen, Kissen die verrutschen besser zu verstauen und, und….. Eigentlich ist ja alles gut verstaut aber es gibt doch Optimierungsmöglichkeiten. Auch die Speisenzubereitung erfordert nicht nur einen Balanceakt. Das hat mein Skipper heute beim Cappu kochen bemerkt als beim Einschenken Ciganka einen Schlenker machte und schwupp der Kaffee nicht in der Tasse landete sondern die Küche taufte. Dann durfte er halt Großreinemachen! Mei hat mein Skipper einen Fluchwortschatz, da bin ich lieber im Cockpit geblieben. Derzeit sind wir wieder alleine auf weiter Flur. Die beiden Segler heute Morgen haben wir im Laufe des Tages aus den Augen verloren.
… wie schön, euch bei guter Laune zu wissen 😉 …..wir sind in Gedanken mit euch – genießt jede Minute! Ganz liebe Grüße von den Landgefangenen im Hamsterrad