Wandertag…
Um 11 Uhr machten wir uns mit Wanderstiefel auf den Weg zur ersten Wanderung auf La Graciosa. Eine kleine Karte half uns den richtigen Einstieg zu finden.
Zuerst durch die Sandstraßen von Caleta del Sebo und weiter auf einer Sandpiste. Wir wollten den Vulkankegel Del Majon (188m) umrunden. Leicht bergan gewöhnten sich unsere Glieder wieder ans laufen. Zuerst kamen wir uns etwas hölzern vor aber dann spielte sich unser Tempo ein. Bis zur ersten Abzweigung wurden wir laufend von Radfahrern überholt. Auch Jeeps düsten an uns vorbei, wir kamen uns vor wie auf dem Stachus.
Nach der Abzweigung zum Bajo el Coral, wurde es schlagartig ruhiger. Wir waren alleine auf weiter Flur bis wir zur Bucht kamen. Hier tummelten sich Wellensurfer und so gönnten wir uns eine Pause.
Dem Spiel der Wellen zuzusehen hat schon etwas Faszinierendes. Dieses Spiel gibt es seit vielen tausend Jahren.
Als wir weiter liefen war es nicht ganz einfach den Weg, nur für Fußgänger, zu finden der uns wieder nach Caleta del Sebo bringt. Kaum gefunden marschierten wir auch schon bergauf. Oben auf der Kuppe hatten wir einen tollen Blick nach Lanzarote und in die Francesa Ankerbucht. Hier tummelten sich zu unserer Verwunderung etliche Yachten.
Auf dem letzten Stück lösten sich meine Wanderschuhe, echt Gute die mich seit ca. 14 Jahren über Stock und Stein getragen haben, auf. Zuerst begann sich die Sohle vorn abzulösen, dann auch ab der Ferse. Natürlich an beiden Schuhen.
Bei dem wohlverdienten Bier in der Kneipe am Hafen, schaute ich mir die Schuhe näher an ob denn noch ein Schuster da etwas machen könnte. Nein sicherlich nicht denn unter der Sohle bröselte es… Mist. Schuhband`l raus und ab in den Abfall. Die Seele tat mir weh, denn der Schuhe war ansonsten noch top.
Nach der Dusche und Relaxen machten wir uns auf die Socken um die einzelnen Geschäfte zu erkunden. Wir wurden fündig und haben ein wenig eingekauft. Danach gab es einen kühlen Weißwein in der Taverne um den Sonnenuntergang zu bewundern. Und nun geht es zum Fischessen ins Restaurant. HUNGER hat der Skipper.