Ausflug…
Um halb 10 hatten wir unseren fahrbaren Untersatz. Sogleich machten wir uns auf den Weg nach Norden. Wir wollten die Inseln von Norden her aufrollen.
Unser erstes Ziel die Cueva de los Verdes, eine Vulkanhöhle. Wir waren zeitig da, somit hielt sich der Ansturm in Grenzen. Man darf nicht allein ein die Höhlen, es gibt eine Führung. Der Höhepunkt für uns war der „Konzertraum“ und ein kleiner See, der wie ein Spiegel war. Erst als ein Stein reingeworfen wurde, sahen wir dass es sich um Wasser handelte.
Zweifellos bedeutet die Besichtigung der Cueva de los Verdes eine Einführungsreise in das Innere der Erde, eine spektakuläre und einzigartige Reise. Der durch den Vulkan La Corona gebildete Tunnel ist einer der ausgedehntesten und interessantesten des Planeten. In seinem Verlauf gibt es mindestens sechzehn Jameos (Lavablasen). Die mehr als sechs bekannten Kilometer erstrecken sich von dem Vulkankrater bis ins Meer, wo sie in eine submarine „Tunnel de la Atlántida“ genannte Strecke von 1,5 km Länge münden.
Nach knapp 1 1/2 Stunden und ca. 1km Höhlenwanderung kamen wir wieder ans Tageslicht und waren sprachlos. Die Eindrücke gigantisch.
Nichts desto trotz, fuhren wir in die nur 1km entfernte Vulkangrotte Jameos del Aqua. Die Anlage war eher nach oben offen und zeigte durch die integrierte Gastronomie, Konzertsaal und den angelegten Gärten wie man kommerzielles mit der Natur verbinden kann. Eine Augenweide! Wir genossen die Harmonie dieser Anlage eine Weile bevor wir uns in das dazugehörige Museum begaben. Hier konnte man die diversen Schritte sehen, wie die Grotte ausgebaut wurde. Auch ein wenig über den Künstler Cesar Manrique erfahren.
César Manrique war auch maßgeblich an der Gestaltung von Jameos del Agua, dem vulkanischen Höhlensystem, beteiligt. Dort wurde beispielsweise in eine Grotte ein Konzertsaal integriert und ein Restaurant mit unterirdischer Terrasse mit Blick auf den unterirdischen See geschaffen.
Nun brauchten wir ein wenig Luft und so fuhren wir an der Küste entlang zum Ort Orzola. Dieser Ort war uns ja schon bekannt als wir auf La Graciosa/Caleta del Sebo waren. Zwischen diesen Orten besteht die Schiffsverbindung, Personen wie Frachtverkehr.
Ein wenig die Füße vertreten um anschließend zum Aussichtspunkt Mirador zu fahren. Die Straßen wurden enger die Farbe der Vulkansteine wechselte sich zwischen Schwarz und Rot ab. Am Parkplatz angekommen konnte man schon ein wenig von der Aussicht erahnen. Mirador ist ein Aussichtspunkt mit Restaurant steil am Berg. Von hier hat man einen Blick zur Insel La Graciosa und nach Süden entlang Lanzarotes. Schon ein irres Gefühl auf La Graciosa zu gucken und zu sehen wo wir überall gewandert sind.
Der Künstler César Manrique. Er schuf viele Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote wie auch den Aussichtspunkt Mirador del Río.
Unser nächstes Ziel: die Stiftung/Ausstellung Fundación César Manrique um ein wenig mehr über den Künstler, der so vielseitig war, zu erfahren.
Wie so oft nahmen wir nicht den kürzesten Weg sondern wir wollten über Nebenstraßen unser Ziel erreichen. So erreichten wir den Ort Haria der in einem wunderschönen Tal liegt. Hier zum ersten Mal richtigen Baumbestand…. Palmen … Palmenwald. Über Serpentinen ging es wieder bergan bis zum höchsten Punkt wieder eine Aussichtsplattform Los Helechos. Nein diesmal hatte der große Künstler seine Finger nicht im Spiel. Es ist ein einfaches Restaurant die Aussicht ist nicht einfach sondern gigantisch. Von hier konnte man den Ort Haria in seinem grünen Tal bewundern. Wie auch die Küsten, wo sich die Wellen brachen. Ebenso waren die Terrassen gut zu sehen um Landwirtschaft zu betreiben.
Über den Ort Teguise gelangten wir zum Ort Tahiche wo die Ausstellung und ein ehemaliger Wohnort von Cesar Manrique befinden.
1970 erbaute er sein damaliges Wohnhaus, wobei er beim Ausbau fünf Lavahöhlen entdeckte und diese als Wohnräume umgestaltete. Hier ist heute seine 1982 gegründete Stiftung beheimatet, die sich um die Förderung und Verbreitung der künstlerischen Tätigkeit und ihrem natürlichen und kulturellen Umfeld widmet.
Wer mehr über den Künstler und seine Kunst erfahren möchte findet unter nachstehenden Link eine ganze Menge… http://www.cesar-manrique.de/
Den Kopf voll mit tausenden von Bildern begaben wir uns auf Einkaufstour. Nach knapp 2 Stunden war der Kofferraum gut gefüllt und ab in die Marina.
Die Pantry bleibt heute kalt wir haben beim Einkaufsbummel bereits gut gegessen.
Als alles verstaut war, hatten wir Zeit uns die Bilder (gut 200 Stück) in Ruhe anzusehen…. Wow Wow Wow… Diese sollen euch nicht vorenthalten werden, aber für den heutigen Eintrag sind es dann doch zu viele. Somit ein wenig Geduld ihr werdet sie in der Bildergalerie in den nächsten Tagen finden.
Hier möchten wir uns auch nochmals herzlichst bei unseren Lesern bedanken, die uns die Tipps für den heutigen Ausflug gegeben haben.