Schleudergang…

Es fing schon damit an, dass unser Wecker (Handy) nicht geläutet hat. Als ich kurz die Augen öffnete sah ich dass es hell wird. Mist…. da ist es mindestens schon halb acht. Ein Sprung aus der Koje und ein Blick auf die Uhr bestätigte meine Vermutung. Da wollten wir schon mit dem Frühstück fertig sein. Also im Schnellgang Frühstück gerichtet und meinen Skipper aus den Federn geworfen.  Es lief dann alles recht flott und wir fertig zum Ablegen. Dann kam ein großes Segelschiff in die Marina. Wow, es war das Segelschulschiff der schwedischen Marine (Segelschulschiff Falken S-02 ist ein schwedischer Zweimastgaffelschoner. Das Schiff wurde 1947 von der schwedischen Marine in Dienst gestellt).

Wir beobachteten das Anlegemanöver an der Tankstelle mit welcher Ruhe und Disziplin dies ausgeführt wurde. Na dann können wir Ablegen, mal gucken wie wir aus der Lücke rauskommen.

Heck- und Bugleine gelöst und wir trieben schön mit dem Heck raus. Nur noch den Rückwärtsgang einlegen und wir sind draußen. Herwart schon am Leine lösen als Marineros mit ihrem Dingi angerast kamen…. sie schoben mich wieder in die Lücke. Ich wäre fast an die Decke gegangen. Also wieder Leinen fest und Herwart machte ihnen klar, dass wir Ablegen und nicht Anlegen wollen.  So legten sie eine kurze Leine an die Heckklampe und zogen uns rückwärts aus der Nische. Auch gut aber eigentlich… na lassen wir das.

Kaum aus der Marina draußen, merken wir die seitliche Welle aber Wind aus Norden, also von hinten. Nach knapp  5 Seemeilen Motor aus und unter Segel zogen wir an der Ostküste Gran Canaria entlang. Leider kam die Welle nicht aus der Richtung des Windes sondern aus Osten was uns eine echt unangenehme Schaukelei verschaffte.  Je näher wir uns dem Süden näherten desto handsamer wurde der Schwell. Leider drehte der Wind ca. 5 Seemeilen vor unserem Ziel um 180° und kam voll auf die Nase. Kurz danach auch die Welle…..  Ich hasse Schleudergang hab ich das schon mal erwähnt?

Wir hatten uns in der Marina angemeldet und so hatten wir kein Problem einen Platz zu bekommen.  Herrlich war das Ulrike und Stefan bei der Marinaeinfahrt standen und uns zuwinkten.  Ein bisschen Heimat ….

Die Begrüßung war einfach nur herzlich und die nächsten Stunden haben wir uns ausgetauscht was so in den letzten Monaten sich bei jedem und in LL getan hat. Die Zeit verflog wie im Flug.

Als die Sonne sich hinterm Berg verzogen hat, wurde es schnell kalt also unter Deck und die Pantry in Betrieb genommen.  Ergebnis : Hühnchenbrustspitzen in Soße Cafe de Paris mit Reis und Tomatensalat. Dazu, na noch ein Bier, waren wir doch gut in Übung durch den Besuch.

 

One comment

  • Günter Strauß

    Hallo Herwart und unbekannterweise natürlich auch Edith,

    ich habe nachdem mir die Kollegen von eurer Internetseite berichtet hatten immer mal wieder geschaut wo ihr euch rumtreibt und wie es euch so geht.

    Als ich gesehen hatte, dass ihr auf den Kanaren angekommen seid wollte ich euch für Fuerteventura noch einen Tip für einen wunderschönen aber sehr abgelegenen und nur über eine Buckelpiste erreichbaren Strand zukommen lassen. (könnte euch wenn ihr wollt resatzweise ein Bild schicken wenn ihr wollt)
    Wie ich sehe seid ihr aber schon weitergezogen und jetzt bei Maspalomas. Dort solltet ihr unbedingt mal eine Dünenwanderung machen, Gefühl wie in der Wüste.
    Puerto de Mogan oder ein Besuch der Höhlenwohnungen kann ich auch empfehlen.

    Euch noch viel Spaß auf den Kanaren, wir düsen Mitte Februar mal für ne Woche hin um etwas Wärme gegen unsere Winterkälte aufzutanken.
    Geht es dann bei euch jetzt bald über den großen Teich?

    Viele Grüße aus dem klaten München
    Günter

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