Spätes Aufstehen,
lange Frühstücken und auch noch trödeln hat zur Folge dass man erst am späten Vormittag zum Ausflug startet.
Wir wollten den Süden von Teneriffa erkunden. Nicht nur auf der Autobahn düsen sondern über Dörfer fahren. Das erste Stück fuhren wir dann noch auf der Autobahn um bei Los Cristianos diese zu verlassen. Richtung Zentrum sollte es gehen aber schon kurz nach der Ausfahrt standen wir im Stau. Mhhh also weiter im Schritttempo GoogleMap lotste uns durch die Straßen. Bald begannen wir nach einem Parkplatz zu suchen… und suchten… und schauten … und guckten. Es gab kein freies Plätzchen. Wir haben einen Kleinwagen, aber vermutlich hätte nicht mal ein Fußgänger zum Stehenbleiben eine Lücke gefunden. Es reihten sich gigantische Hotelanlagen aneinander dazwischen waren große Einkaufszentren integriert. An den Durchfahrtsstraßen sah man ein Restaurant neben dem anderen. Das Ganze eingebettet in einen Park der die Kilometer lange Anlage auflockerte. Mei oh Mei was ist denn da los… wir kamen aus dem Staunen nicht raus und versuchten unser Heil in der Flucht zu finden. Leider ist dies aufgrund der vielen Einbahnstraßen nicht so einfach. So haben wir so manchen Kreis gefahren bis wir das Loch gefunden haben. Zwei Stunden für ca. 17km brauchten wir bis wir freies Gelände hatten, das übrigens dann echt hässlich war. Schuttabladeplatz, Schrottplätze und verwitterte Treibhäuser.
Wir ließen uns nicht unterkriegen und fuhren auf der Landstraße nach Los Gigantos. Bevor man in den Ort einfuhr, gab es eine Aussichtsplattform mit einem Kaffee. Von dort hatte man einen tollen Blick auf die Steilküste. Hier genossen wir einen gemütlichen Milchkaffee bevor wir weiter nach Santiago del Teide glitten. Ab Santiago del Teide begaben wir uns auf die TF 436 und diese führte uns ins Masca Tal. Die Anfahrt war – sorry – geil. Serpentinen zum schwindlig werden. Schmale Straßen dass beim Gegenverkehr eine Bucht aufgesucht werden durfte. Auf der Fahrt zum bzw. durch das Masca Tal bewunderten wir die bunte Natur. Die Hänge voller gelben und lila Blüten und das saftige Grün zogen unweigerlich die Augen an. Hier liegt auch der Teno Naturschutzpark der mit seinen vielen Wanderwegen zur Bewegung einlädt. Doch leider hat mein Skipper am Abend vor dem Abflug mit einem Enkel getobt und dabei wohl eine Zerrung in der Wade eingefangen: Wandern muss derzeit ausfallen. Schade. Dominat ragt der Teno seinen 1345m immer wieder ins Bild.
Die TF 436 schlängelt sich kurvenreich auf Meereshöhe nach Buenavista del Norte. Gut dass heute Mittwoch ist, so ist die Straße zur Landzunge Punta del Teno mit seinem Leuchtturm nicht gesperrt. Am Wochenende dürfen nur Busse und Taxi die abenteuerliche Straße befahren. An/In der Steilküste führt die Straße uns mit vielen Kurven und Tunnel (stockfinster) zur Landzunge. Diese ist flach wie eine Flunder. Der äußerste Teil der Landzunge, wo der Leuchtturm steht, besteht aus einem Hügel von Lavagestein. Wir genossen den Blick nun von dieser Seite aus auf die Steilküste um nach Los Gigantos zu schau`n.
Mittlerweile schon später Nachmittag, wollten wir den Heimweg antreten und ein Blick in die Karte zeigte uns dass dies nicht so einfach ist, wenn wir nicht dieselbe abenteuerliche Strecke durchs Teno Naturschutzgebiet und Masca Tal fahren wollten. So beschlossen wir nach Garachico zu fahren um kurz vorher die steile Serpentinen Straße zu befahren. Die kannten wir ja schon als wir vor unserem Heimattrip den Ort besuchten. Nun kam uns die Strecke nicht mehr soooo lange vor und ehe wir uns versahen gelangten wir über die TF82 wieder nach Santiago del Teide. Kurz nach dem Ort auf die Autobahn und gemütlich mit 120kmh nach Hause treiben lassen.
Eine Zwischenstation gab es noch in San Miguel der Supermarkt Mercadona wollten wir aufsuchen. Das Gefrierfach ist nun gut gekühlt und es galt Fleisch und Gemüse, Salat und Obst einzukaufen. Wieder voll bepackt ab zur Marina. Nun doch schon 18 Uhr aber noch Sonne und warm begaben wir uns ins Cockpit um den Tag Revue passieren zu lassen.
Mercadona hat wie fast jeder Supermarkt eine große Frischfischabteilung und da lachte uns eine Seezunge an. So gab es Seezungenfilet Natur mit gemischten Salat.
Mein Skipper sein Kopf brummt und so wird der Abend eher kurz werden.







