Und wieder abgelegt….

Heute früh um  8 Uhr die Leinen eingeholt und abgelegt um nach La Palma, ca 50 Seemeilen zu segeln.

Die ganze Nacht windstille, aber als wir den Motor starteten, begann er wieder zu wehen der liebe Wind. Also dem Marinero über Funk gebeten mit seinem Dingi bereit zu sein, wenn wir ablegen, da es doch zwischen den Stegen relativ eng war. Wir kamen ohne Hilfe raus und machten noch im großen Hafenbecken Ciganka fertig für die Überfahrt.

Laut Wetterberichte heute früh, müssen wir ein wenig unter Motor La Gomera umrunden um dann, wenn Kurs auf La Palma genossen ist, die Segel setzen. Zwischen 10-22 Knoten aus NO wurde angekündigt.

Es kam wie vorhergesagt und nach 2 Stunden düsten wir mit Besan und Genua zwischen 5 und 6 Knoten dahin.  La Palma konnte man schon 40 Seemeilen vorher ausmachen, verschwand aber dann um erst wieder bei ca. 15 Seemeilen zu erscheinen.

Die Welle auch wie beschrieben 2-2,5m. Zwischen der Atlantikwelle immer wieder die Kurzen etwas knackigen. Ciganka schnitt die Wellen gut an, kam wohl ab und an mal in eine gute Schräglage.

Ca. 10 Seemeilen vor Santa Cruz veränderte sich die Welle und wurde krabbliger. Auch der Wind nahm nun kontinuierlich zu bis auf knapp 30  Knoten. Gut 2 Seemeilen vor dem Hafen holen wir die Genua ein, die mittlerweile schon gerefft war, denn die Fallwinde und der NO machten uns ganz zu schön zu schaffen. So schüttelte es uns ganz schön die letzten Meilen durch bis wir in den Wellenschatten der großen Hafenmauer kamen.

Vorab schon Hafenkapitän angefunkt und dieser hat uns an den Marinero weitergeleitet.  Als wir die Einfahrt der Marina ansteuerten wunderten wir uns dass keine „Steckerl“ zu sehen sind. Ach da ist eine und da auch….  Ähhh die Marina ist aber größer als dass zwei Boote Platz haben.  Nach der Durchfahrt lag vor uns eine fast leere Marina. Verwaiste Stege… ähhh ist da was nicht in Ordnung?.

Marinero stand am Steg uns zeigte uns an wo wir hin sollen. Es kam noch Hilfe von einem anderen Boot und inkl. Herwart versuchten drei Mann Ciganka mit Seitenwind von gut 20 Knoten festzumachen.  Das war kräftezerrend.

Puhhh …. Da haben wir uns einen Cappu verdient. Da das Marinacafe geschlossen hat, im Hintergrund eine MC Donald Zeichen war, beschlossen wir spontan einen Cafe dort zu trinken. Dabei ist es nicht geblieben es gab noch ein paar Kleinigkeiten zum Essen.

Auf dem Weg zu Ciganka am Steg, grüßten wir Engländer die auch in La gomera lagen. Spontan wurde eine Einladung zu einem Gläschen Wein von ihnen ausgesprochen . Sollen in 5 Minuten kommen. Da es nun windstill war, beschlossen wir Ciganka in ein ruhiges Eck zu verlegen. Marinero half beim Umlegen und so waren wir  schnell wieder gut vertäut.

Beim Engländer waren vom Kat nebenan auch das Pärchen, übrigens supernette Franzosen. Man glaubt es kaum aber das gibt es wirklich.

Fast 2 Stunden verbrachten wir in reger Unterhaltung bevor wir wieder auf Ciganka gingen. Ein paar Handgriffe sind dann doch noch zu erledigen bevor es in die Kiste geht.

Was für ein Tag:  zuerst eine ruhige entspannte, dann etwas sportliche, recht  sportlich und etwas stürmische Überfahrt.  Eine nette spontane Einladung mit netten Menschen wie schon lange nicht mehr.

Ja ein sehr interessanter Tag. Übrigens Morgen ist Frühlingsanfang.

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