La Palma/Santa Cruz

La – Palma – Wie ein Herz liegt die rund 700km² große Insel am westlichen Rand des Kanarischen Archipels. Die Spitze des Herzens zeigt nach Süden, und im Norden hat es mit 29km seine breiteste Ausdehnung. So stellt sich der Anblick aus der Vogelperspektive dar. Nähert man sich mit dem Schiff, bietet sich ein anderer Anblick. Als mächtiger Scherenschnitt erhebt sich die Insel abrupt aus dem Atlantik und vom Seeniveau aus wirken die Höhenzüge – bis zu 2500m steigen sie auf  – noch gewaltiger.  

Der historische Teil von Santa Cruz de La Palma befindet sich landwärts an der direkt am Meer entlangführenden Avenida Maritima. Die historischen und unter Denkmalschutz stehenden Häuser beherbergen Restaurants, Bars und verschiedene Geschäfte. Auch ein Spaziergang durch die Parallelstraßen zur Avenida lohnt sich. Auch hier findet man diverse Zeugen der über 500-jährigen Geschichte der Stadt.

Mit Informationen aus unserem Reiseführer und Recherche im Internet, machten wir uns heute auf die Socken um die Hauptstadt von La Palma Santa Cruz zu erkunden.

Die Marina liegt äußerst günstig für den Bummel in die Altstadt. Nur kurz über die Kreuzung und schon ist man  in der Fußgängerzone. Die Calle O`Daly ist gespickt mit alten Stadthäusern. So schlendern wir diese entlang und staunen zum wiederholten Male über die tollen kanarischen Balkone. Manchmal stehen die Türen offen und zeigen einen prunkvollen Gang/Treppenhäuser, die herrlich gefliest sind. Auch konnten wir den einen oder anderen Innenhof bewundern.

Auf unserer Wanderung kommen wir auch an der Iglesia el Salvador (Erlöserkirche) vorbei. Ein schöner Vorplatz lädt zur Verschnaufpause ein und ein Blick in die Kirche zeigt uns wunderschöne Holzarbeiten und bunte Fenster. Die Holzdecke im Mudejarstil (benannter Bau- und Dekorationsstil in Spanien (Ende 12.-15. Jahrhundert). Er beruht stilgeschichtlich auf einer Verbindung maurischer und gotischer Formelemente. Charakteristisch sind hufeisenförmige Bögen, sehr reicher ornamentaler Stuck-, Holz- und Majolikaschmuck (Artesonado, Alicatados, Azulejos) ist die prächtigste auf den Kanarischen Inseln.

Als wir ein bisschen kreuz und quer durch die Gassen ziehen, kommen wir unverhofft zum Mercado, der Markthalle von Santa Cruz wo die Bauern Produkte der Insel anbieten. Leider macht der Markt um 14 Uhr zu und so standen wir um 15 Uhr vor  verschlossener Tür.

Nun orientieren wir uns Richtung Meer und gelangten so zum Castillo de Santa Catallina. Erbaut im sechzehnten Jahrhundert diente der Burgwall hauptsächlich zur Verteidigung der Stadt.

Da der Wind kräftig um die Ecken blies, zogen wir es vor wieder Richtung Fußgängerzone zu orientieren. Dabei kamen wir am Nachbau der Santa Maria von Christoph Kolumbus vorbei. Die Santa Maria war das Flaggschiff von Christoph Kolumbus’ erster Expedition von 1492 bis 1493, auf der er einen westlichen Weg nach Ostasien suchte. Dabei handelt es sich um Dreimastige Karacke (Die Karacke ist ein großes, dreimastriges Schiff mit Rahsegeln and Fock- und Großmast und Lateinersegel am Besanmast. Zusätzlich werden zumeist noch Bugsprietsegel am ausladenden Bugspriet gefahren. Anders als die meisten Schiffe verfügt die Karacke über ein Vorder- und ein Achterkastell) oder Karavelle, 23,6m lg und 7,92m breit, Tiefgang 2,1m mit einer Besatzung von 39 Mann.

Auf dem Weg in die Fußgängerzone standen wir plötzlich vor dem Kloster und Klosterkirche Iglesia de Santo Domingo. Auch hier durfte man in den Innenhof des Klosters ohne Eintritt zu bezahlen.  Es ist schon auffällig, dass die Geschichte der Inseln in diversen Museen, Besuchercentren oder einfach in Stadthäusern  einem näher gebracht wird, ohne dass dafür Gebühren verlangt werden. Auch stehen alle 50m Schilder mit Erklärungen in verschiedenen Sprachen.

Nun war es Zeit einen Kaffee in einem der gemütlichen Straßencafés zu trinken. Dabei hatten wir die Muße die herrlichen bunten alten Häuser mit ihren abwechslungsreichen Balkonen zu bewundern.

Wieder eine Seitengasse genommen und wir standen auf der Uferstraße Avenida Maritima und uns blieb die Spucke weg. Hier reihten sich herrliche alte Häuser mit den typischen Balkonen aneinander. Sie strahlen um die Wette und zeigten durch den Blumenschmuck ihre Schönheit.  Die Holzbalkone der Hausfassaden sind wohl so etwas wie das Wahrzeichen von Santa Cruz. Ihre besondere Struktur und ihre unmittelbare Nähe zueinander ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Im Stil ihrer portugiesischen Vorbilder gehalten, hatten die Balkone neben Dekorativen Ausschmückung der Hausfassade auch ihren praktischen Nutzen. Sie dienten der Frischluftzufuhr der Räumlichkeiten. Darüber hinaus übernahmen die Balkone oft auch andere, aber eher sanitäre Funktionen. Am Balkonende wurde oft die Toilette angebracht. Damit sowohl der Geruch wie auch die Abwasser außerhalb der Häuser auf der Straße blieben.

Auf dem Rückweg zu unserer Lady noch kurz in den Supermarkt um vor den ersten Regentropfen wieder im trockenen zu sein.

Zum Abendessen gab es mal wieder Schinkennudeln mit gemischten Salat.

Mal gucken was der Tag morgen bringt, wir haben wieder ein Auto um die Insel zu erkunden.

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