Ab in den Süden…

Ein Blick aus dem Fenster zeigte uns heute zum Frühstück schwarze Wolken. Bähhhh. Die Dame von der Auto Vermietung meinte jedoch im Süden  und Südwesten ist das Wetter besser. Na dann lassen wir uns mal überraschen.

Bevor wir uns auf die Schnellstraße begeben, wollten wir den Nauticshop suchen bzw. finden. Herwart war ja gestern schon zu Fuß unterwegs, hat aber abgebrochen als die 3. Person die er fragte wo denn dieser sei ihn in die entgegengesetzte Richtung vom vorherigen schickte.

Wir fanden ihn auf Anhieb. Die Anfahrt war jedoch abenteuerlich. Um in den Hof  des Shops zu kommen musste man am steilen Hang umdrehen, da die Kurve so eng und steil war, dass ein normales Einfahren unmöglich ist.  Mein Formel 1 Fahrer hat dies gut bewältigt und so  stürmten wir den Laden. Wir brauchten eine Portugal Fahne…. Uns ist vor zwei Tagen aufgefallen, bitte nicht lachen, das Madeira zu Portugal gehört und unsere Flaggensammlung keine diesbezügliche Fahne aufweist.  Puhhh er hat, wir waren happy. So kann der Tag weitergehen.

Nun aber hurtig auf die Schnellstraße um zu unserem ersten Ziel: der Guanchen Höhle. Hier gibt es Prähistorische Felsbilder. Dabei ist ein kleines Museum  wie auch ein kleiner botanischer Garten.

Es wird angenommen, dass die Guanchen (vorspanische Bevölkerung) La Palmas seit etwa 500 vor Christus in mehreren Wellen aus Nordafrika eingewandert ist. Von der Kultur der Guanchen auf La Palma zeugen vor allem ästhetisch vollendete Exemplare schwarzer Keramik, Reste steinzeitlichen Werkzeugs sowie Felszeichnungen an exponierten Stellen der Natur: Bedeutend sind die Petroglyphen (Felsritzungen) von La Zarza, Belmaco, Las Tricias, Garafía (Santo Domingo), El Tendal (bei San Andrés y Sauces) und bei El Paso. Sie stellen meist geometrische Labyrinthe, Spiralen oder Wellen dar.

So erfuhren wir fast am Anfang unserer Tour schon ein wenig über die Insel La Palma.

Nun ging es über die Landstraße zur südlichsten Spitze von La Palma. Auf dem Weg dorthin durchfuhren wir Lavafelder, die uns an Lanzarote erinnerten. Der letzte Vulkanausbruch auf La Palma – Vulkan Tenequia am 25.10.1971 ergoß sich nach Süden und Westen der Inselspitze.

Hier gibt es den Leuchtturm El Faro. Im Wohngebäude des alten Leuchtturms ist das Interpretationszentrum des Meeresreservats integriert. Dort wird auf die Empfindsamkeit der blauen Welt und ihrer Bewohner hingewiesen.

Das Schutzgebiet „Reserva Marina“ verläuft an der, bei den Salinen angrenzenden, Küste.

Einen kleinen Obolus von 2 Euro pro Person war uns der Besuch wert. Wir staunten als wir den Ausstellungsraum betraten. Es war so gestaltet, dass man das Gefühl hatte unter Wasser zu sein. Der Meeresgrund beleuchtet und mit vielen Dingen (Anker, Bremsscheibe etc.) übersäht.  Auf einem gr0ßen Monitor wurde über die Insel La Palma und ihr Verhältnis zum Meer gezeigt.

In der Nachbarschaft der Leuchttürme befindet sich die einzige Saline auf den Kanaren.

Zwischen der dunklen Landschaft der Vulkane und dem blauen Ozean verbirgt sich ein wertvoller Schatz.

In den letzten auf den Kanarischen Inseln angelegten Salinen gewinnt die Familie Hernández bereits in dritter Generation 100 % natürliches Meersalz.

Die wichtigsten Helfer bei der Produktion des „Sal Marina Teneguía“ sind kristallklares Meerwasser, Sonne, Erde und Luft. Durch die natürliche, ökologische und nachhaltige Weise der traditionellen Handarbeit, erhalten.

Das Café das sich im Salinengelände befindet, lud uns auf der Terrasse mit Ausblick zu einem Cappu ein.

Frisch gestärkt machten wir uns mit unserem fahrbaren Untersatz wieder auf den Weg nun den Südwesten der Insel zu erkunden.

Teilweise kilometerlang zogen sich die Bananenpflanzungen hin. Bananen, Bananen und wieder B…. . Soweit das Auge reicht sieht man die Stauden. Die Straße führte über Serpentinen und entlang der Küste nach Tazacorte. Eigentlich wollten wir auf der Strecke noch die Orte Argual und Los Lianos besuchen. Aufgrund von Straßenbauarbeiten, die teilweise Sperrungen beinhalteten, gaben wir dies auf.

Tazacorte war für uns überraschend groß. Es zeigten sich, wie schon auf den Weg dorthin, farbenfrohe Häuser und ein Hauptplatz vor dem Rathaus, der gespickt ist mit Mosaik- und Fliesenarbeiten.  Die „Mosaicos“ wurden vor 40-50 Jahren von wohlhabenden Bürgern in La Palma für die Bäder in ihren Wohnhäusern benutzt. In Tazacorte wird dies alte Handwerk noch gepflegt.

Im Hafen von Tazacorte gibt es eine neue Marina, die wollten wir unter die Lupe nehmen. Angeblich soll sie der Grund sein, warum die Marina in Santa Cruz nicht mehr sooooo angefahren wird.

Auf den ersten Blick eine Marina wie wir sie auf den Kanaren kennengelernt haben. Modern mit allen was man so braucht oder auch nicht. Die Boote liegen ruhiger als in Santa Cruz. Liegt aber vermutlich auch daran, dass hier der Wind nicht so heftig ist. Sie liegt abseits vom Ort Tazacorte. Jedoch gibt es unweit ein paar Restaurant und Bars. Preislich ist sie etwas günstiger aber… .

Nun aber weiter. Wir wollten zurück nach Santa Cruz, vorher jedoch noch im Infozentrum des Nationalparks einkehren.  Kurz nach El Paso haben wir dies an der Hauptstraße gefunden. Es ist ein sehr modern Bau mhhh irgendwie fehlt hier die Atmosphäre. Der Eintritt ist frei und wir informieren uns an den Schaubildern, Grafiken über die Natur hier auf der Insel. Am Rande des Hauses gibt es auch einen Rundgang der ein wenig die Botanik zeigen soll. Es gab keine Beschriftungen der Pflanzen und irgendwie sah es auch ungepflegt aus.

Einzig der Blick auf den Krater, den Nationalpark wo sich gerade ein Wolkenwasserfall über den Hang ins Tal ergoss, war überwältigend..

Wir waren müde, also ab nach Hause. Kurz vor Santa Cruz kam ein Hinweisschild Lidl…. Wow hier gibt es einen Lidl und tatsächlich nach gut 400 m stand er da.

Dem müssen wir noch einen Besuch abstatten bevor wir das Auto am Freitag früh abgeben. So eine Chance darf man sich nicht entgehen lassen. Aber heute nicht.

An Bord erstmal eine kleine Ruhepause eingelegt bevor es in die Pantry geht. Restlessen war angesagt, dazu frischen Salat.

Die Zeit vergeht wie im Flug und schon ist es wieder gut nach 21 Uhr und das Bett ruft…..

 

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