Ein Highlight ….

… nach dem anderen reihte sich heute wie eine Perlenkette aneinander.

Zuerst besuchten wir den Lidl. Da wir nichts Frisches brauchten, haben wir uns entschlossen gleich in der Frühe den Einkauf zu erledigen.

Weiter zogen wir über die LP3 vorbei am Besucherzentrum des Nationalparks um kurz danach in die LP 302 abzubiegen. Unser erstes großes Ziel das Mirador  la Cumbrecita. Hier kann man aus 1300 m Höhe in den großen Erosionskessel der Caldera de Taburiente schau´n.

Dieser natürliche Balkon liegt am Ende eines engen Tals, das auf einmal abbricht und über dem riesigen Abgrund der Caldera hängenzubleiben scheint. Der Blick von hier aus auf die immense Caldera mit einem Durchmesser von sechseinhalb Kilometern und die vielen Schluchten, die sie durchbrechen, ist unvergleichlich.

Von den 7 km kamen nach 5km eine Schranke und ein kleines Häuschen. Eine Dame fragte nach unserem Ticket. Ähhhh Ticket. Ja man muss sich im Internet einen Platz auf dem Mirador reservieren ansonsten darf man nicht hoch. Hmmmm  Davon wussten wir nichts. Tut mir leid aber alle 20 Plätze sind schon ausgebucht. Sie können ja für die nächsten Tage…. Nein Tage, geht nicht. Aber zu Fuß dürfen sie hoch, dauert ca. 1 Stunde. Also auf den Parkplatz und überlegt. Eine Stunde hoch, eine Stunde oben und runter muss man auch wieder… wir wollen aber noch… Nein das geht nicht. So etwas grimmig zurück auf die LP 3 um über Tazacorte in den Nordwesten der Insel einzutauchen.

Am Mirador El time in 594 m Höhe genossen wir einen Kaffee mit einem gigantischen Ausblick über den Südwesten der Insel.

Nach ein paar Kilometer Richtung Tijarafe befuhren wir das Weinanbaugebiet von La Palma. Die Reben klebten am Boden und an den Hängen.

Der Wein kam mit der spanischen Eroberung nach La Palma und entwickelte sich schon im 16. Jahrhundert zum begehrten Exportprodukt. Berühmt ist bis heute vor allem der Malvasierwein, dessen Name sich vom Ursprungsort der ersten mitgebrachten Reben herleitet, dem Ort Monemvasia auf dem Peloponnes.

Seit Ende des 20. Jahrhundert wacht eine Organisation über die Qualität palmerischer Weine. 16 Weingüter gehören ihr an. Besonders gute weiße Weinsorten sind Malvasía, Gual, Verdillo, Albillo, Bastardo blanco, Bermejuela, Bujariego, Burrablanca, Forsatera blanca, Listán blanco, Moscatel, Pedro Jiménez, Sabro und Torrontes. Unter den Roten sind die beliebtesten Sorten Negramol, Almuñeco, Listán negro, Malvasía rosada und Moscatel negro.

Als wir dann eine kleine Bodega am Straßenrand sahen, kehrten wir ein. Wir wurden herzlichst auf Deutsch begrüßt und auf unsere Frage ob wir den das Anwesen besichtigen dürfen. Sehr gerne.

S.A.T. Bodegas Noroeste de La Palma ist eine kleine, die füllt ca. 420.000 Flaschen pro Jahr ab. Um ihre Kapazität zu erreichen liefern 45 Weinbauer ihre Trauben bei ihnen ab.

Anschließend durften wir auch Weine probieren. Wir suchten uns zwei 2 Weißweine und einen Rose aus. Auch fragten wir warum hier die Weißweine, leider auch die Roten, so kalt serviert werden. Er findet es auch schade, weil dadurch der Geschmack nicht so richtig zu tragen kommt.

Ja wir haben auch einkauft und dazu eine Bananenmarmelade.  Ja schon wieder Banane.. da kommt man in La Palma nicht vorbei. An allen Ecken und Enden stehen große und kleine Anbaugebiete.

Mittlerweile schon früher Nachmittag zogen wir ohne Pause zum höchsten Berg  von La palma dem Roque de los Muchachos.

Die Fahrt auf 2400 m war atemberaubend. Wir ließen die Wolken unter uns und fuhren aus der Baumgrenze wo unser Blick bereits den höchsten Punkt einsehen konnte. Wir trauten unseren Augen nicht als wir Schnee sahen…. Das war echt eine Überraschung.

Der Roque de los Muchachos ist mit seinen 2426 m der höchste Punkt der Insel La Palma.  Der Gipfel ist nicht wirklich als Berg zu bezeichnen, sondern ist eine der Stellen an der Abbruchkante zum Nationalpark Caldera de Taburiente. Hier bieten sich außergewöhnliche Ausblicke über die gesamte Insel La Palma der Nationalpark Caldera de Taburiente liegt Ihnen praktisch zu Füßen.

Der gesamte Norden der Insel La Palma wurde durch verschiedene Vulkane gebildet, die im Laufe der Jahrtausende übereinander geschichtet einen riesigen Vulkankegel bildeten. Später bildete sich durch Einsturz und Erosion der riesige Kessel des heutigen Nationalparks mit einem Durchmesser von 9 km. Die Caldera de Taburiente gehört zu den größten Erosionskratern der Erde.

m  Bereich um den höchsten Punkt der Insel sind verschiedene Observatorien angesiedelt. Das Roque-de-los-Muchachos-Observatorium (span. Observatorio del Roque de los Muchachos, kurz ORM) ist zwischen 2350 und 2400 Metern Höhe eine Ansiedlung von Sternwarten am Hang des Roque de los Muchachos auf der Kanareninsel La Palma. Zusammen mit dem Teide-Observatorium auf Teneriffa bildet das ORM das European Northern Observatory.

Obwohl über den Wolken, war der Krater mit den weißen Wattebauschen gut gefüllt und ein Blick in die Tiefe war nicht möglich. Wir hatten +1 Grad und der Wind pfiff ganz schön. So begaben wir uns nach gut 30 Minuten auf den Rückweg. Die kurvenreiche Straße führte uns wieder zur LP 4 die uns nach Santa Cruz führen soll. Wieder in den Wolken zogen wir nun bei nasser Straße durch die Pinienwälder. Der Waldboden übersäht von Piniennadeln, die aufgrund der Nässe rostbraun waren und einen herrlichen Kontrast zum grau der Felsen und Grün der Bäume ergab.

Für die 40km nach Santa Cruz brauchten wir fast 1 ½ Stunden. Wieder auf Meereshöhe, graue Wolken und Regen, beschlossen wir nach San Pedro weiter zu düsen. Wir wollten uns das Tabakmuseum  noch ansehen.

Zu Beginn des 18 Jahrhundert wure auf der Insel La Palma erstmals Tabak angebaut. Heute, fast 300 Jahre später, setzt die Tabak-Finca „el Sitio“ diese Tradition fort und kann dabei auf das Wissen von Antonio González García zählen, der einzigen und wirklichen lebenden Legende unter den palmerischen Tabakpflanzern und Zigarrendrehern. Dank seiner Erfahrung ist es uns möglich, alte, ursprüngliche Sorten anzubauen und so die Qualität des palmerischen Tabaks zu erhalten und aufzufrischen.

Trotz intensiver Suche und Fragen, fanden wir das Tabak Museum nicht. Hier hätte man auch beim Zigarrendrehen zusehen können. Echt Schade.

Wir gaben unseren Kleinwagen heute schon ab, dann haben wir Morgenfrüh keinen Stress. Die Einkäufe verstaut ruhten wir uns ein wenig aus nach dem tollen Ausflug.

Zum Abendessen gab es Herzmuscheln in Currykäsesahnesoße. Dazu frisches Baguette und Weißwein.

Wir werden die vielen Eindrücke der letzten Tage ein wenig setzen lassen und gucken ob wir ein Resümee zusammenbringen über die kanarischen Inseln die wir besucht haben.  

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